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Der Brand von Beerfelden


Draußen im eigenen Garten komponiert Iris Lohnes gerne. Derzeit setzt die Kantorin die letzten Töne für die Orchestrierung des Musicals, das im September in Beerfelden auf die Bühne kommt. (Foto: privat)

(bro) (bb)"Die Idee, ein Musical über den großen Stadtbrand in Beerfelden zu schreiben, hatte ich schon seit einigen Jahren", sagt Iris Lohnes. Immer wieder dachte sie darüber nach, überlegte, wie sich diese Geschichte musikalisch am besten erzählen ließe. Im April jährte sich die Brandkatastrophe zum zweihundertsten Mal. Das bot der Kantorin, die in Michelstadt lebt und seit 13 Jahren in der evangelischen Kirchengemeinde Beerfelden tätig ist, einen konkreten Anlass, dieses Stück Lokalgeschichte in Texten und Tönen niederzuschreiben.

Im Mittelpunkt der auf 20 einzelne Stücke verteilten Handlung des Musicals "Der Brand von Beerfelden" steht indes zunächst nicht das Feuer, sondern das Kreuzigungsfenster in der großen Beerfelder Martinskirche. Der kunstbegeisterte Graf Franz zu Erbach ließ es 1804 gegen erheblichen Widerstand der Bevölkerung ausbauen und ins Erbacher Schloss holen. In der Folge kam es gar zu einem Aufstand, der dazu führte, dass Militär in Beerfelden aufmarschierte. Ein lang andauernder Gerichtsstreit endete für die Bürgerschaft mit Kosten von 17.000 Gulden. Doch das viel größere Unglück brach dann erst am 29. April 1810 aus: ein verheerendes Feuer, dem in kürzester Zeit die ganze Stadt mit ihren strohgedeckten Fachwerkhäusern zum Opfer fiel - auch die Martinskirche wurde zerstört. Zehn Menschen verloren ihr Leben.

Die vorangegangene Geschichte mit dem Fenster erzählt die Kantorin so eingehend, weil sie zeigt, wie die Beerfelder Bevölkerung durch Entschlossenheit und Zusammenhalt letztlich das erreicht, was ihr wichtig ist. Und nur durch diese Wesensart wird die Stadt mit einem "unbändigen Willen", so Lohnes, wiederaufgebaut. Schließlich bekommen die beharrlichen Bürger auch noch ihr Fenster zurück, das bis heute die 1815 wiedererrichtete Martinskirche ziert. Nicht freilich, ohne von Graf Eberhard, der mittlerweile seinen Vater Franz beerbt hat, mahnend daran erinnert zu werden, dass das wertvolle Stück den großen Brand nur dadurch überstand, dass es seinerzeit nach Erbach gebracht worden war.

Iris Lohnes kann sich in weiten Teilen der Handlung auf die überlieferte Geschichte berufen. Die Fantasie hatte bei ihrer Arbeit nur wenig Raum. Umso fleißiger hat die kreative Musikerin Quellenstudium betrieben und sich eingehend mit der Beerfelder Heimatforscherin Ute Löb unterhalten. "Der Brand von Beerfelden" ist für die 43-Jährige bereits das dritte Musical aus eigener Feder, das sie mit ihren Chören aus der Stadt am Berge einstudiert.

Bei den Aufführungen des neuen Stücks im September stehen dann unter Leitung der Komponistin 120 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne - aus dem Kinder-, dem Jugend- und dem Kirchenchor. Schon seit geraumer Zeit sind alle fleißig am Proben und Einstudieren. Für die Orchestermusik wird - wie auch schon bei anderen Musicalprojekten in Beerfelden - die Kurpfalzphilharmonie (Heidelberg) unter Leitung von Arne Müller sorgen.

Anders als etwa beim Musical "Unsere Stadt soll leben", das Elemente aus Rock, Boogie, Rap und Blues enthielt, ist eine klare musikalische Zuordnung diesmal nicht möglich. Und auch nicht nötig. Denn es ist eben etwas durch und durch Eigenes, das Iris Lohnes da geschaffen hat."„Es ist meine Musik, sie drückt aus, was ich empfinde, wenn ich mich in die Geschichte hineinversetze.“

Das Musical "Der Brand von Beerfelden" kommt am Freitag (17. September) ab 19.30 Uhr und am Samstag (18.) und Sonntag (19.) jeweils ab 18 Uhr in der Alten Turnhalle in Beerfelden auf die Bühne. Karten sind bereits jetzt erhältlich: in Beerfelden im evangelischen Gemeindebüro, Tel. (06068) 1330, oder beim Textilhaus Bundschuh, Tel. (06068) 2286 sowie in Michelstadt beim Autohaus Thierolf, Tel. (06061) 7090.

29.07.10

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