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Klangdesign begeisterte


(Foto: Doris Lenz)

(dl) "Klang Design" spielte am Samstag, 13. November, um 19 Uhr bei dem Eberbacher Designer Möbelhersteller Ronald Schmitt Tische GmbH. Der Geschäftsführer Dr. Andreas Wiese begrüßte die weit mehr als 100 Gäste in dem Ausstellungsraum des exklusiven Möbelherstellers.

Der Name des Musiker Duos "Klangdesign" von Ronald J. Autenrieth und Hartmut Tramer passte perfekt in die Kulisse - zwischen den Exponaten der aktuellen Kollektion und Bildern des Eberbacher Malers Manfred Garstka.

Die seit vier Jahren zusammen spielenden Musiker verzichteten bei diesem Konzert auf eine Gage, jedoch mit der Bitte um eine Spende am Ausgang. Der Erlös soll der Bürger-Stiftung für die Unterstützung und Förderung sozialer und kultureller Belange in Eberbach zugutekommen.

Der Arzt, Maler und Organist Hartmut Tramer gab eine kurze Einführung zu seiner ersten musikalischen Darbietung “En vogue”, eine musikalische Collage aus Vorlagen von Liszt Franziskus Legende, Bachs "Wassertokkata" und Smetanas Moldau.

Durch das Klangbild der großen digitalen Viscount-Orgel konnte man sich eine bildhafte Vorstellung machen, von brausenden und dröhnenden Stromschnellen bis hin zu ruhigem Kehrwasser, das in sanften und weichen Tönen dahinfließt.

"Wir spielen Collagen von Gedankenreisen, und die digitalen Instrumente lassen die Töne zu eben jenem Klangdesign verschmelzen", erklärte der Lehrer und Komponist Autenrieth an seinem Stage Piano. Anlässlich des 200. Geburtstags des deutschen Romantikers Robert Schumann hatte er zwei Stücke aus der Frühe Nr. 1 und Nr. 5 ausgewählt. Festliche Klangkompositionen erwarteten nun das Publikum.

Sehr viel leisere und sanftere Töne ließ Tramer nun in seiner zweiten Darbietung “Nachtmusik” anklingen. Von Telemanns Mondnacht, "Der Mond ist aufgegangen", "Schlaf Kindlein schlaf", der kleinen Nachtmusik bis hin zum Wiegenlied für Alligatoren erinnerten die Orgelklänge nun an Kirchenmusik, und es war andächtig und still.

Autenrieth lässt schließlich Schumanns Freunde, Charles Mayer und Friedrich Burgmüller zum "Congratulations"-Ständchen ertönen. Mit Etüden der beiden, die bis zum transzendenten Gewittersturm gipfeln. Mit Jean Sibelius “Ekloge” folgten entspannende und klangschöne, klassische Töne.

Ein Potpourri aus Beethoven Symphonien, "Freude schöner Götterfunken", "Für Elise", "die Gewitterszene aus der Pastorale", erinnert Tramer an einen Laufsteg. Seine eigenen Kompositionen verschmelzen mit den einzelnen Symphonien zu neuen individuellen Arrangements.

Mit "zugedröhnter" Erinnerung erzählte Autenrieth die Begegnung von Anton Bruckner mit dem von ihm sehr verehrten Richard Wagner. Der Bayreuther Meister füllte Bruckner bei einer Zusammenkunft regelrecht ab. Bruckner hatte Wagner eine Symphonie gewidmet und konnte sich am anderen Morgen nicht mehr daran erinnern.

Nachdem Dr. Wiese sich bei den beiden Musiker bedankt hatte und einstimmig mit dem Publikum um eine Zugabe bat, gaben die beiden Künstler bereitwillig mit Richard Strauss "Zarathustra" als krönenden Abschluss eine weitere Kostprobe ihres meisterlichen Könnens, und der musikalisch kurzweilige Abend neigte sich seinem Ende zu.

16.11.10

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