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Hochwassereinsatz und Umbau waren zentrale Themen


Heinz Thöne (l. im Bild) gratuliert zur langjährigen DLRG-Mitgliedschaft: vorne v.l.: Felix Deininger, Sebastian Straetz, Philipp Beisel. Hintere Reihe: Roland Garhöfer, Andreas Wilbertz, Axel Wilbertz, Dr. Ulf Mieck, Eva Deininger und Dimitri Münch. (Foto: privat)

(bro) (ul) Der Umbau der Rettungswachstation, aber auch der Hochwassereinsatz im vergangenen Jahr im Wittenberg standen im Fokus der diesjährigen Jahreshauptversammlung der DLRG Eberbach.

Mit 37 Teilnehmern war die Veranstaltung noch besser besucht als im vergangenen Jahr. Fast die Hälfte der Teilnehmer kamen aus der Jugendgruppe. Die große Anzahl an Kindern und Jugendlichen spiegelt auch die Mitgliederzahlen wider: Von den insgesamt 282 DLRG-Mitgliedern waren im Jahr 2013 69 männliche und 36 weibliche Jugendliche jünger als 18 Jahre. Betrachtet man alle Mitglieder unter 26 Jahren, dann finden sich in dieser Gruppe 136 Mitglieder. Generell trägt hier die gute Jugendarbeit der DLRG Früchte. Dem gegenüber stehen 146 Mitglieder, die älter als 27 Jahre sind. In dieser Verteilung ist die älteste Gruppe diejenige zwischen 41 und 60 Jahren mit insgesamt 81 Mitgliedern.

Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden, Heinz Thöne, wurde mit einer Gedenkminute die verstorbenen DLRG-Mitglieder gedacht.

Erfreulicher waren im Anschluss die Ehrungen langjähriger Mitglieder: Für zehnjährige Mitgliedschaft wurde das Mitgliedsehrenzeichen in Bronze an Ella Amann, Philipp Beisel, Eva und Felix Deininger, Roland Garhöfer, Dr. Ulf Mieck und Sebastian Straetz verliehen. 25 Jahre halten der DLRG Frank-Hagen Hofmann, Caroline und Ilse Link, Dimitri Münch, Romina Neuer, Sabrina Olbert und Axel Wilbertz die Treue. Für 40 Jahre mit dem Mitgliedsehrenzeichen in Silber wurden der erste Vorsitzende, Heinz Thöne, und das seit Jahrzehnten aktive DLRG-Mitglied, Andreas Wilbertz, geehrt. Zwei Mitglieder wurden sogar für ein halbes Jahrhundert DLRG-Mitgliedschaft ausgezeichnet: Rainer Hofmeyer und Theodor Wäsch, beide sind am 11. Oktober 1964 in die DLRG Eberbach eingetreten.

Nachdem festgestellt wurde, dass trotz der hohen Eigenleistungen für den Stationsumbau die DLRG umsichtig und wirtschaftlich gehaushaltet und durch unzählige Stunden Eigenleistung ein Plus erwirtschaftet hat, wurden Vorstand und die Kassenwartin Doris Neukirchen entlastet. Auch für 2014 wird ein ausgeglichener Haushalt angestrebt, wenn dieser auch wegen der anhaltend hohen Kosten für die Umbaumaßnahmen geringer als im 2013 ausfallen dürfte.

Heinz Thöne führte danach durch das vergangene Jahr. Ein Highlight war die 100-Jahrfeier der bundesdeutschen DLRG. Diese feierte der Landesverband Baden zusammen mit der DLRG in Eberbach. Trotz des Dauerregens freute sich die DLRG über eine außerordentlich hohe Gästezahl, darunter waren auch viele Politiker an der Arbeit der DLRG interessiert. Ein wichtiges Ereignis war der Einsatz beim nun schon zweiten „Jahrhunderthochwasser“ an der Elbe. Aus Eberbach waren sechs DLRG-Helfer in der Nähe von Wittenberg im Einsatz. Ein Fernsehbeitrag, bei dem Eberbacher DLRG-Wasserretter eine alten Frau in Sicherheit brachten, wurde im Anschluss an den offiziellen Teil gezeigt. Im November vergangenen Jahres wurden an die Hochwasser-Einsatzkräfte die Fluthelfernadel des Landes Sachsen-Anhalt durch Innenminister Reinhold Gall verliehen.

Viel Platz nahmen dann erneut die Umbaumaßnahmen der Rettungswachstation ein. Verlegung und Sanierung von Duschen und Toiletten schreiten zügig fort. Hier werden für die weiteren Arbeiten noch viele fleißige Helfer benötigt. Das Dach ist nach einer provisorischen Abdichtung erneut an einer Stelle undicht. Seit 2009 sind die Anträge auf Förderung beim Land Baden-Württemberg gestellt. Es liegt seit langem die Bestätigung der Förderfähigkeit vor, trotzdem ist eine Bewilligung noch nicht in Sicht. Auch über das Angebot der Stadt, den THW-Carport für das neue Katastrophenschutz-Fahrzeug zur Verfügung zu stellen, wurde diskutiert. Eine Garage wäre nach wie vor die bessere Alternative.

Auf völliges Unverständnis würde der Bau des Scaterparks stoßen, der gerade mal zwei Hände voll Nutzern zugute kommen würde. Die Kosten hierfür wären 60 Prozent höher als der benötigte Zuschuss für die im Rahmen der Wasserrettung und des Katastrophenschutzes notwendigen Sanierung der DLRG-Station.

In diesem Jahr standen erneut die Wahlen für den Vorstand an. Veränderungen gab es an folgenden Stellen: Stefan Koch wurde als zweiter Vorsitzender gewählt. Damit löst er Andreas Häffner ab, der aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidiert. Referent für das Bootswesen wird Dominik Deschner. Als Beisitzer gewählt wurden Sabrina Schneider und Eric Wolff. Erfreulicherweise haben sich vier DLRG-Mitglieder für die Aufgabe des Vergnügungsausschusses bereit erklärt: Christine Wilbertz, Eva Deininger, Katharina Greulich und Alicia Huber.

Vor dem gemütlichen Teil mit gemeinsamem Abendessen wurde festgehalten, dass nur das Arbeiten an den Umbaumaßnahmen für eine leistungsfähige Notfallmannschaft und ein aktives Miteinander nicht genüge. Daher wird in 2014 wieder mehr Augenmerk auf Ausbildung und Übungen gelegt. Die „Fingerfertigkeiten“ müssen trainiert werden, damit man im Falle eines Einsatzes gerüstet und bei Bedarf ein gut funktionierendes Glied in der Rettungskette ist.

08.04.14

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