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AGL Eberbach will Bürgerentscheid zur Windkraftnutzung auf dem Hebert


(Foto: Hubert Richter)

(hr) Seit der so genannten Energiewende wird der Ausbau der Windenergienutzung in Baden-Württemberg forciert, aber auch kontrovers diskutiert. Die AGL Eberbach lud am Dienstag zu einem Infoabend, bei dem es vor allem um die Frage ging, ob Windenergie und Naturschutz im Widerspruch zueinander stehen.

Als Referenten eingeladen hatten die Alternativen Grünen mit Dr. Martin Köppel einen Fachmann vom BUND. Köppel beschäftigt sich als Projektleiter im Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz stark mit der Windenergie. Das Dialogforum ist eine gemeinsame Einrichtung von Naturschutzbund (NABU) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Baden-Württemberg. Köppel erläuterte den zahlreich erschienenen Zuhörern im Restaurant am Leopoldsplatz zunächst die Energiewende aus Sicht der Naturschutzverbände und ging dann auf die unterschiedlichen Erneuerbaren Energien ein. An der gesamten Energieerzeugung in Baden-Württemberg macht Wind zurzeit nur etwa 1 Prozent aus. Der Gesamtanteil erneuerbarer Energien liegt bei 23 Prozent.
Ziel der grün-roten Landesregierung ist es, den Anteil der Windkraft an der Gesamtenergieerzeugung bis 2020 auf 10 Prozent zu erhöhen. Das stößt nicht bei allen Bürgern auf Wohlwollen. Obwohl die Windenergie sehr umweltfreundlich ist, verändern die großen Rotoren das Landschaftsbild erheblich. Außerdem stellen sie durchaus Gefahren für die Tierwelt dar, vor allem für manche Vogelarten und Fledermäuse.

Köppel zeigte Umfrageergebnisse, nach denen über 70 Prozent der Bürger die Windenergienutzung gutheißen. Und auch Windräder in der Nähe der eigenen Wohnung würden immerhin noch 59 Prozent der Befragten begrüßen. Dennoch fühlen sich rund 10 Prozent von Windkraftanlagen in ihrer Nähe belästigt, sei es durch Geräusche oder den Anblick bzw. Schattenwurf der Rotoren. Einige der Windpark-Anwohner führen sogar Krankheitsymptome auf die Anlagen zurück.

BUND und NABU wollten den Windenergieausbau möglichst naturverträglich gestalten, so Köppel. Dabei komme es auf eine gute Standortwahl unter Absicherung durch Naturschutzgutachten und auf eine umfassende Bürgerbeteiligung an. Das sieht die AGL in Eberbach genauso. Peter Stumpf von der Gemeinderatsfraktion sagte, man wolle zum möglichen Bau eines Windparks auf dem Hebert zwischen Eberbach und Schwanheim einen Bürgerentscheid. Er wisse mit Sicherheit, dass dort die Windgeschwindigkeiten für eine wirtschaftliche Nutzung ausreichten, so Stumpf. Angeblich liegen sie nach einer mehrmonatigen Messung bei über 6 m/s. Ein entsprechendes Gutachten gibt es zwar. Es ist aber noch geheim weil es von externen Stadtwerken finanziert wurde, die vielleicht ein Investitionsinteresse auf dem Hebert haben. Außerdem gibt es bereits ein Naturschutzgutachten, das laut Stumpf für einen Windpark auf dem Hebert auch keine Hinderungsgründe anführe.

Am Dienstag gab es nach dem Vortrag von Martin Köppel noch die Möglichkeit zur Diskussion. Ein Zuhörer bat vehement darum, Windkraftanlagen nicht in die schützenswerten Wälder um Eberbach zu bauen. Gefragt wurde auch nach der Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen in Baden-Württemberg, wo der Wind ja meistens deutlich schwächer wehe als an den Küsten.

Die Stadtverwaltung Eberbach hat für Juli eine Informationsveranstaltung zum Stand der Windenergienutzung angekündigt.

02.05.14

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