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Dr. Alexander Emmerich besuchte die Wirtschaftsoberschule der TFS


V.l.: Deutschlehrerin Doris Ding, Autor Dr. Alexander Emmerich, Schüler Walat Mustafa und Artur Gurko. (Foto: privat)

(bro) (ksch) Die Erfahrung, einen Autor einmal ganz nah zu erleben, durfte die Wirtschaftsoberschule der Theodor-Frey-Schule in Eberbach im April machen. Dabei gab Dr. Alexander Emmerich, Schriftsteller von Sachbüchern, Hörbüchern, Drehbüchern, Krimis und Romane, einen Einblick in seinen Alltag und in die Entstehung eines literarischen Werkes.

Emmerich ist promovierter Historiker und hat sich schon immer für Geschichte und Geschichten interessiert. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind der Wilde Westen, Geschichte der Deutsch-Amerikaner, Amerikanische Kultur- und Filmgeschichte u.a.. Wie kommt man aber dazu, ausgerechnet Krimis zu schreiben? Den Anstoß gab seine Mitarbeit in der RTL-Serie „Countdown. Das war sein Einstieg. Da er in Mannheim wohnt und dort an der Universität arbeitet, fand er es immer schade, dass es aus dieser Stadt keinen Tatort gibt. Das wollte er durch seine Krimis, die wie ein Tatort angelegt sind, ändern. „Wut im Quadrat“ ist der erste Teil einer Krimi-Reihe von Emmerich, die in Mannheim spielt. Der zweite Teil der Krimireihe ist bereits erschienen und heißt: „Der Doktor und sein Fälscher“.

Wie sieht eine Arbeitswoche für einen Schriftsteller aus? Emmerich gab bereitwillig auf die Fragen der Schüler und Schülerinnen Auskunft. Die Hauptaufgaben eines freien Autors bestünden vor allem aus Recherchieren, Lektorieren, Verwalten, Vermarkten und natürlich dem Schreiben. Auf die Frage, ob der Beruf als Schriftsteller ein Leben finanzieren könne, antwortete Dr. Emmerich ganz offen mit „nein“. Die Schriftstellerei könne nicht als Hauptberuf gesehen werden, und es bedürfe einer Nebentätigkeit, um finanziell abgesichert zu sein. Die Frage, woher Dr. Emmerich seine Ideen habe, beantwortete der Autor überraschend mit „jeden Tag BILD.de lesen“. Die "unseriöse Zeitung", wie sie von Lehrern gerne den Schülern gegenüber betitelt wird, helfe dabei, sich ungewöhnliche Fälle für Krimis und andere Ideen für Schriftstücke einzuholen. Die Ideen für Bücher kommen demnach nicht unbedingt vom Verfasser selbst, sondern es braucht manchmal den Anstoß durch eine wahre Begebenheit. Ein Autor müsse außerdem die Schauplätze aufsuchen und ablaufen, um die Atmosphäre richtig einfangen zu können. Man müsse sich die Konkurrenz anschauen und deren Bücher lesen. Für das Marketing ist ein ansprechendes Cover, das Emmerich teilweise selbst entwirft, besonders wichtig. Weiterhin muss ein Autor Lesungen und Buchvorstellungen organisieren, mit den Buchhandlungen über die Platzierung des Buches verhandeln, Flyers entwerfen. Heute ist natürlich auch das Social-Media-Marketing über Facebook nicht zu unterschätzen. Schade sei, dass immer mehr Bücher über Online-Anbieter gekauft werden. Die Zeit des Internets gefährde den Beruf als Autor und Journalist erheblich. Viele junge Autoren veröffentlichen ihre Erstlingswerke im Internet, denn hier kann jeder schreiben. Gedruckt werden diese Bücher oft nur dann, wenn sie als besonders gut empfunden werden. Das erhöht den Druck unter den Autoren erheblich. Im Unterschied zu der Veröffentlichung über einen Verlag geht weder der Autor noch der Verlag ein Risiko ein.

Während seiner Präsentation ging Emmerich auch besonders auf den Aufbau und den Beginn einer Story ein. Zwischen den verschiedenen literarischen Genres gebe es immer ein bestimmtes Muster, in welchem die Charaktere in einer Geschichte auftreten. Neben dem klassischen Helden gebe ebenfalls einen Mentor sowie ein Verbündeter oder Gegenspieler. Im Verlauf der Handlung entstehe immer eine Konfrontation und schließlich eine finale Aufgabe, die der Held zu bewältigen hat und über ein "Happy End" oder einen 'Untergang' entscheidet.

Emmerich begegnete den Schülern ehrlich und offen und beantwortete jede Frage. Schlussendlich bewerteten die beiden Klassen den Besuch als sehr gelungen, jedoch zu kurz, um alle Anregungen zu äußern.

05.05.14

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