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Wo Jagd, Naturschutz und Tierschutz zusammenwirken


MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel gemeinsam mit Dr. Andreas Wiese im Gretengrund. (Foto: privat)

(bro) (pm) Gerne hatte die Landtagsabgeordnete das Angebot angenommen, sich vor Ort von einem ausgewiesenen Fachmann und Jäger über das Revier Gretengrund informieren zu lassen. Anlass dazu war auch die anhaltende Debatte über die anstehende Novellierung des Landesjagdgesetzes.

Schneidewind-Hartnagel, Mitglied im Ausschuss für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, nutzte die Gelegenheit, um sich vor Ort ein Bild zu machen. "Der Dialog mit der Jägerschaft ist mir genauso wichtig wie der Dialog mit anderen gesellschaftlichen Gruppen, denn Jagd ist Teil unserer Kultur. Unsere Jägerinnen und Jäger leisten Beachtliches bei der Regulation der Wildtierpopulationen im Spannungsfeld unterschiedlicher Landnutzungsinteressen. Sie leisten wertvolle Beiträge für den Naturschutz, die Umweltbildung und versorgen uns mit bestem Ökofleisch“, so Schneidewind-Hartnagel.

Dr. Andreas Wiese ist seit vielen Jahren Teilpächter des Jagdbogens, engagierter Jäger und Mitbegründer des Eberbacher Rotwildkonzeptes. Lange Jahre war er Vorsitzender der Vereinigung der Rotwildjäger im Odenwald.

Die gemeinsame Exkursion begann an einer angelegten Rotwild-Äsungfläche. Diese Form der Revierpflege dient besonders der Grünfutterbereitstellung für Hirsche und Rehe. Durch die stärkere Bewirtschaftung des Waldes und dem Wegfall von Grünzonen sowie einer Überpopulation von Rotwild kam es bereits vor Jahren zu massiv auftretendem Rotwildverbiss (Schälung der Bäume, hier hauptsächlich Buchen) und damit zu enormen Wertverlusten in der Holzwirtschaft.

Gemeinsam mit dem Kreisforstamt und Jägern wurde das „Eberbacher Rotwildkonzept“ erarbeitet, dass das Gleichgewicht im Wald wieder herstellen soll. Neben der gezielten Anlage von Äsungsflächen beinhaltet das Modell auch die Aufforstung von Nahrungspflanzen wie beispielsweise Wildbirne und -apfel, Brombeerhecken und Ebereschen, eine ganzjährige Wildruhezone und nachhaltiges Jagdverhalten. Die Schäden konnten in der Folge erheblich verringert und durch eine Kartierung dokumentiert werden.

Ein weiteres Thema bei der Revierbegehung war die Überpopulation von Schwarzwild. Mit dem gezieltem Abschuss von Frischlingen und nicht führenden (nicht trächtigen) Bachen versuche man, der Überpopulation entgegenzuwirken, wie Wiese erläuterte.

Für die Landtagsabgeordnete Schneidewind-Hartnagel erschloss sich im Laufe des Vormittags der große Erfahrungsschatz und das Engagement, dass die Initiatoren des Eberbacher Modells mitbringen mussten, um es entwickeln zu können. „Das Eberbacher Rotwildkonzept ist Landschaftspflege und nachhaltiger Tierschutz in einem, das mit großem Fachwissen und Liebe zur Natur einhergeht und nicht ohne Grund landesweit Beachtung gefunden hat."

Abschließend dankte Schneidewind-Hartnagel Andreas Wiese für die Veranschaulichung all dessen, was sonst im Regierungsgeschäft nur auf dem Papier zu lesen sei: „Ich werde die Anregungen und die Kritikpunkte zur Novellierung des Landesjagdgesetzes gerne mit nach Stuttgart nehmen und im Ausschuss einbringen. Nur mit einer Kooperation von Jagd, Naturschutz und Tierschutz werden wir die beste Lösung für Wald, Wild und Jagd erhalten", so die Abgeordnete abschließend. Noch vor der Sommerpause soll es eine Anhörung im Landtag mit allen beteiligten Verbänden geben.

16.06.14

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