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Waldgebiet - Ansiedel - Dorfteil


Blick auf Hinterbach um 1950.

(bro) (rf) Am 26. und 27. Juli feiern die Bewohner des Rothenberger Ortsteils Hinterbach die Ersterwähnung ihres Waldgebiets vor 650 Jahren.

In einem umfangreichen Weistum über die Gerechtsamen der Schenken von Erbach wurden am 4. Juni 1364 zahlreiche Einwohner der Umgebung zu den rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen befragt, weil es schon damals, etwa seit dem Jahr 1100, unterschiedliche Meinungen zum Besitz dieses begehrten Gebiets gab. Es war wertvoller Holz-, Holzkohle- und Gerberrinden-Lieferant, wurde als Waldweide und zum zeitweiligen Roggen- und später zum Buchweizenanbau genutzt. Von dieser Zeit an gehören ständige Auseinandersetzungen zur Geschichte Hinterbachs, jahrhundertelang zwischen Kurpfalz, seinem Dorf Ober-Schönmattenwag und der Grafschaft Erbach, im 18. Jahrhundert zusätzlich zwischen den Bewohnern des „Ansiedel“ Hinterbach und Ober-Finkenbach.

Mit der Besiedlung um 1690 durch fremde Waldarbeiter, deren Fluktuation groß war, und heimischen armen Leuten kommen weitere, zum Teil tragische Elemente, hinzu. Das Leben dieser Leute birgt zahlreiche ergreifende und menschlich unwürdige Verhältnisse, die bis in die 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts reichen: Landarmut, karge Böden, ungünstiges Klima, Unwetter, Missernten, Unfälle bei der Waldarbeit, Schulden, Arbeitslosigkeit, große Kinderschar, Hunger, früher Tod des Ernährers (die Zahl der Witwen war besonders groß). Diese Missstände zwangen sie immer wieder zu Bittgesuchen an das Grafenhaus Erbach-Fürstenau. Sie baten um Unterstützung, Erlass bzw. Stundung von Schulden.

Abwanderung in die aufstrebenden großen Städte im 19. Jahrhundert und Auswanderung, auch heimliche Flucht waren oft der einzige Weg, diesem Elend zu entkommen. Wilderei-Vergehen und Holzdiebstähle bedingten einerseits harte Maßnahmen durch die Grafen, ihre Beamten und Diener gegen die Hinterbacher, die andererseits dadurch oft Zorn auf ihren gräflichen Grundherrn hatten. Um 1816 erwog das Grafenhaus, das Dörfchen wieder in Wald zu verwandeln, indem man die überschuldeten Anwesen (Häuschen) aufkaufen und das verpachtete Land einziehen wollte. Allein Geldmangel scheint dies verhindert zu haben.

Die Lebensbedingungen blieben bis in die jüngste Vergangenheit hart und dürften wohl auch ein Grund für die kämpferische Natur der Hinterbacher Bewohner sein.

17.07.14

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