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Klaviertrios von Haydn, Dvoøák und Beethoven


(Foto: Agentur)

(bro) (khm) Im zweiten Kammerkonzert der 66. Reihe bei den Eberbacher Kunstfreunden musiziert am Freitag, 24. Oktober, um 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus (Leopoldsplatz) das "Trio Opus 8" (Detmold) mit Eckard Fischer (Violine), Mario de Secondi (Violoncello) und Michael Hauber (Klavier).

Das "Trio Opus 8", gegründet 1986, war bereits im gleichen Jahr Preisträger bei Kammermusikwettbewerben in Colmar, Triest und Florenz. Seitdem errang es - unverändert in der Besetzung - weitere Preise in Berlin Bordeaux, Triest und feierte im Jahr 2011 sein 25-jähriges Bestehen. Zahlreiche Konzertreisen unternahm es durch Deutschland, Europa, die USA, Finnland, Türkei, Nordafrika und Südamerika und trat bei international renommierten Festivals auf. Das Trio hat zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen (u. a. für BBC) sowie CD-Einspielungen produziert. In Anlehnung an Kompositionen für Klaviertrio mit der Opuszahl 8 - wie Trios von Brahms Chopin, Pfitzner und Schostakowitsch - gab sich das Trio seinen ungewöhnlichen Namen. Auf seinem Eberbacher Programm stehen Haydn, Dvoøák und Beethoven.

Haydn ist in Sachen Kammermusik nicht nur ”der große Erneuerer der Gattung Streichquartett”, sondern mit etwa 45 Klaviertrios auch in diesem Genre bedeutend, und das nicht allein durch das populärste von allen, das Trio (Hob. XV 25) mit seinem hinreißenden Rondo all’ongarese. Hier zu hören ist von Haydns ersten “kammermusikalisch anspruchsvollen Klaviertrios“ (1788-89) das zweisätzige in c-moll, Hob. XV:13 mit Variationen-Andante und glanzvoll konzertantem, ausgedehntem Allegro spiritoso, Sätzen, in denen man melodischen Erfindungsreichtum und musikantischen Schwung sondergleichen erlebt.

Dvoøák (1841-1904) gehört mit über 30 Kammermusikwerken neben Sinfonien, Solokonzerten und Opern zu den größten Meistern der Musik. Das Dumky-Trio op. 90 (1890/91) ist eine seiner späten Kompositionen, bei dessen Uraufführung er selbst den anspruchsvollen Klavierpart gespielt hat. Nicht minder fordert Dvoøák dabei den Geiger mit hohen Lagen und den Cellisten mit herrlichen Kantilenen. Das Trio ist - auch durch seine folkloristischen Anklänge - eines der effektvollsten, klangreichsten und originellsten Werke der Klaviertrioliteratur, auch wenn der spöttische Bernard Shaw äußerte: “hinreichend hübsch, aber nicht viel mehr als das“. Da es kein traditionelles Klaviertrio sein sollte, nannte Dvoøák es nur “Dumky pro klavírní trio - Dumkas (Tänze) für Klaviertrio“. Das slawischen “Dumka“ meint ein nachdenklich-klagendes Tonstück, aus dem bei Dvoøák eine Tanzform wurde, in der sich kontrastierend eine langsame, elegisch-sentimentale mit einer schnellen feurigen Tanzweise verbindet , Die Dumka war für Dvoøák, der in seiner Spätzeit zur programmatischen Musik (Wagner, Liszt) neigte, eine Art Symbol slawischer Art: “Schwermut und Raserei der Lebensfreude im selben Wesen vereint“.

Beethovens “Grand Trio“ Op. 97 in B-Dur (1811), wegen Widmung an seinen Gönner und begabten Schüler Erzherzog Rudolph von Österreich (1788-1831), Kardinalerzbischof von Olmütz, schlicht "Erzherzog-Trio" genannt, ist wahrhaft von vollendeter Schönheit und hohen kompositorischen Anspruch. Uraufgeführt 1814 mit Beethoven selbst am Klavier, also vor 200 Jahren, war dies für ihn auch eine Stunde bitterer Erkenntnis. Fortschreitendes Gehörleiden beeinträchtigte zwar nicht sein Komponieren, wohl aber seine pianistisches Auftreten. Seither trat der zuvor so gefeierte virtuose Pianist nicht mehr in Konzerten auf. Für jeden Virtuosen indes ist das Trio, das mit zwei klaviereingeleiteten Sätzen (I und III) deutlich auf pianistische Hochleistung hin konzipiert ist, eine einmalige Gelegenheit zu brillantem Auftritt, ohne dass dabei - infolge von Beethovens überragender Satzkunst und rhythmisch-musikalischer Gestaltung - das gleichberechtigte Zusammenwirken der drei Instrumente je verwischt wäre. Im Werk folgt auf den majestätisch würdevollen Kopfsatz ein temperamentvolles. umfangreiches Scherzo, an das sich als zentraler Teil ein klangverliebter lyrisch grundierter Variationensatz anschließt. Das Finale, ein lebensfrohes, quirliges Allegro moderato ist im zweiten Teil zu leichtfüßigem Presto beschleunigt. Zu hören ist so ein Werk, in dem man vierzig Minuten lang ohne Langweile Beethoven als genialen Melodiker, Rhythmiker und Satztechniker erlebt.

Karten und ein ausführliches Programmheft für Nichtabonnenten gibt es an der Abendkasse.

06.10.14

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