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Flüchtlingshilfe ist Christenpflicht


(Foto: Hubert Richter)

(hr) Grenzfragen der Flüchtlingshilfe formulierte Bürgermeister Peter Reichert am vergangenen Sonntag in seiner Rede im zweiten "Gottesdienst konkret" in der Evangelischen Michaelskirche.

In der dreiteiligen Reihe lässt die Kirchengemeinde in den Gottesdiensten Politiker zu aktuellen Themen zu Wort kommen.

"Ankommen im gelobten Land" war Reicherts Rede zur aktuellen Flüchtlingsproblematik überschrieben. Er ging zunächst auf die weltweiten Krisenherde ein, die teils gar nicht weit weg seien. Fast 50 Millionen Menschen seien derzeit auf der Flucht, viele von ihnen kämen nicht über die Grenzen der Krisenstaaten hinaus. Die steigende Zahl der Flüchtlinge auf der Welt führt auch in Deutschland zu mehr Asylanträgen. Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, werden zunächst den einzelnen Bundesländern und dann den Landkreisen zur Unterbringung zugewiesen. Der Rhein-Neckar-Kreis hat in Sinsheim und Schwetzingen große Gemeinschaftsunterkünfte, kleinere in Neckargemünd, Spechbach, Walldorf, Reilingen und Waibstadt, insgesamt für knapp 1.000 Flüchtlinge. Zusätzlich mietet der Kreis leerstehende Wohnimmobilien an, derzeit in Eberbach, Sinsheim, Reilingen, Mühlhausen, Waibstadt und Schriesheim. Dort sind insgesamt 420 Personen untergebracht, überwiegend Familien, etwa 240 davon in Eberbach an drei Standorten (Gütschowstraße, am Schlüsselacker und in Lindach). In Lindach machen 75 Flüchtlinge bei 190 Ortseinwohnern einen besonders hohen Anteil aus.

Da viele der Neuankömmlinge mit den Regeln und Tagesabläufen in Deutschland nicht vertraut seien, müssten Fachkräfte und Ehrenamtliche gemeinsam für die Integration arbeiten, so Reichert. Ihnen bescheinigte er einen großartigen Einsatz. Er erinnerte daran, dass Menschen, die freiwillig ihre Heimat aufgeben, in großer Not seien. Schließlich hätten auch Deutsche in der Geschichte Flucht und Vertreibung erlebt. Sichtlich bewegt schilderte Peter Reichert eine Flüchtlingsgeschichte aus seinem eigenen familiären Umfeld.

Der Bürgermeister plädierte dafür, die Flüchtlinge auch als Chance für Deutschland zu begreifen, das selbst durch den demografischen Wandel zu überaltern droht. Hilfe für Flüchtlinge sei vielleicht eine gute Investition in die Zukunft. Konkret fragte Reichert, wer in der Bevölkerung denn tatsächlich Einbußen in seinem Leben durch die Flüchtlinge verspüre. "Ist unsere Schmerzgrenze der Hilfe denn schon annähernd erreicht?", fragte er weiter. Und: "Was erlauben wir uns eigentlich - im Überfluss lebend - Hungernde und Verfolgte womöglich nicht aufzunehmen?" Reichert warb auch um Verständnis für die Familienväter in Not: "Ist der Versuch verwerflich, am Reichtum hier zu partizipieren?"

Laut Bibel hätten Christen gar keine andere Wahl als die Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen zu helfen. Wichtig sei vor allem die Verbesserung der Situation in den Herkunftsländern. Aber die Aufnahme der Flüchtlinge sei die notwendige Ersthilfe, um ihr Leid zu mindern. "Humanitäre Hilfe ist Pflicht, nicht Kür", stellte der Bürgermeister fest. Mit einem Gebet für Frieden, Verständnis und Gerechtigkeit beendete Reichert seine Ansprache.

Im dritten und letzten "Gottesdienst konkret" am kommenden Sonntag, 26. Oktober, wird die Landtagsabgeordnete Charlotte Schneidewind-Hartnagel ein Statement zu Grenzfragen zwischen den Generationen abgeben.

22.10.14

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