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Waldwirtschaftsplan 2015 weist Gewinn von 8.500 Euro aus


Blick von der Hoppehütte inmitten des Hirschhorner Waldes am Neckarsteig Richtung Eberbach gelegen auf Ersheim. (Foto: Thomas Wilken)

(tom) Ronny Kolb ist jemand, der eher vorsichtig kalkuliert. Der stellvertretende Leiter des Forstamts Beerfelden setzt in seinem Waldwirtschaftsplan 2015 lieber auf Verkaufserlöse, die er guten Gewissens vertreten kann, auch wenn mal ein Sturm durch den Hirschhorner Wald fegen sollte. „Trotzdem“ weist der Plan für kommendes Jahr einen Überschuss von knapp 8.500 Euro aus. Mit Luft nach oben. Kolb stellte die Zahlen zusammen mit Hirschhorns Revierförster Bernhard Schmitt kürzlich zuerst dem Haupt- und Finanzausschuss vor, ehe dann danach die Stadtverordnetenversammlung dem Zahlenwerk einstimmig ihr Plazet erteilte.

Der Holzeinschlag ist für 2015 in ähnlicher Höhe geplant wie in diesem Jahr. Da waren es etwa 3.200 Festmeter. Etwas mehr als gedacht, aber das hatte laut Kolb mit den sogenannten „Kalamitätsnutzungen“ zu tun. Also Bäume, die wegen Windbruch und Schädlingen das Zeitliche segneten und dann verwertet werden mussten. Nächstes Jahr werden knapp über 3.000 Festmeter angepeilt - sofern die Natur keinen Strich durch die Rechnung macht. Denn gerade der Borkenkäfer treibt nach wie vor sein schädliches Unwesen. 2014 kam man gerade nochmal mit einem blauen Auge davon. Denn das sehr trockene und warme Frühjahr ließ die Population förmlich explodieren. Der kalte und regnerische August zog dann wieder die Bremse, sodass keine größeren Schäden entstanden.

Kolb zufolge bewegen sich die Jahre 2014 und 2015 im Rahmen der Vorgaben der zehnjährigen Forsteinrichtung. Damit werde der nachhaltigen Waldbewirtschaftung Rechnung getragen. Immer in der Annahme, dass keine schweren Stürme wie 2007 Kyrill über die Region hinwegziehen und große Schäden anrichten. Dann gibt es zum einen viel Windbruch, zum anderen gehen die Holzpreise rasant in den Keller - und die Erlöse mit ihnen.

Etwas über 190.000 Euro an Einnahmen und knapp 182.000 Euro an Ausgaben machen einen geplanten Gewinn von etwa 8.500 Euro aus. Den größten Batzen machen die Holzerlöse aus. Hier rechnet das Beerfeldener Forstamt lauf Ronny Kolb mit fast 170.000 Euro. Vorausgesetzt, die 2015 geplanten 3.088 Festmeter werden eingeschlagen. Etwa 2.700 Festmeter davon sind seinen Worten zufolge verwertbar. Pachteinnahmen belaufen sich auf 4.000 Euro, Nebennutzungen wie Brennholz an Selbsterwerber schlagen mit ca. 500 Euro zu Buche. Weitere Erlöse werden mit etwa 17.500 Euro ausgewiesen.

Bei den Ausgaben stehen die für Personal ganz oben. Etwa 86.000 Euro weist der Waldwirtschaftsplan 2015 aus. Für Maschineneinsatz werden fast 60.000 Euro benötigt, für Verbrauchsmittel 8.500 Euro, für die Berufsgenossenschaft 4.000 Euro und für Beitrage an Hessen Forst 23.000 Euro. Geplant ist 2015 neben der Kulturpflege die Anpflanzung von Douglasien und Weißtannen. Laut Kolb sieht der Waldschutzplan außerdem Maßnahmen gegen Wildschäden und den Schutz des liegenden Holzes gegen den Borkenkäfer vor. Dies könne über eine Behandlung der gefällten Bäume mit Schädlingsbekämpfungsmitteln geschehen. Was Kolb zufolge aber nicht die Regel ist. Man versuche, ohne auszukommen. Wie Ronny Kolb daneben verdeutlichte, sind für Holz derzeit sehr gute Preise zu erzielen, die besten seit mehr als 20 Jahren. Deshalb verwerte man aktuell Holz mit „niedriger“ Qualität zu etwa 62 Euro pro Festmeter, erzielbar wären mit Fichte aber mindestens 71 Euro. Hintergedanke ist der, in Zeiten schlechterer Preise auf die dann reich gefüllte „Schatzkammer“ zurückgreifen und weiterhin gutes Geld mit dem Wald erwirtschaften zu können. Die Ware gehe meistens an Verarbeitungsbetriebe in der (näheren) Umgebung bis maximal 300 Kilometer Umkreis. Von dort aus werde das Hirschhorner Holz weltweit vermarktet, so Kolb.

17.12.14

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