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CDU bläst zur Jagd auf die Forstverwaltung - Gewinnmaximierung contra Nachhaltigkeit


Manfred Robens vom Kreisforstamt (l.) und Siegfried Riedl von der Stadtförsterei stellten die Forstbetriebspläne vor. (Foto: Hubert Richter)

(cr) Zurückhaltung aus Nachhaltigkeitsgründen übt die Stadt Eberbach bei der Holznutzung in ihrem Wald. Angesichts knapper Kassen kommt das im Gemeinderat nicht bei allen gut an, wie sich am Donnerstag bei der öffentlichen Beratung des Forsthaushalts für 2015 zeigte.

Nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit soll im Wald nicht mehr Holz geerntet werden, als im gleichen Zeitraum nachwächst. Laut dem derzeit gültigen zehnjährigen Betriebsplan für den Eberbacher Stadtwald, die so genannte “Forsteinrichtung” sollte die jährliche Holzerntemenge 27.500 Festmeter betragen. Forstbezirksleiter Manfred Robens vom Kreisforstamt erläuterte, dass dies wohl etwas zu optimistisch sei. Nach seiner Auffassung gäben die Bestände im Eberbacher Wald diese hohe Nutzung nicht her. Klarheit soll hier die so genannte “Zwischenrevision” bringen, die turnusgemäß im Jahr 2015 ansteht. Für 2015 planen die Förster eine Nutzung von 25.300 Festmetern Holz im Stadtwald, also etwa 2.000 Festmeter weniger als die Forsteinrichtung vorgesehen hat. Rund 320 ha sollen bearbeitet werden, was einem Zehntel der Stadtwaldfläche entspricht.
Durch den Verkauf des Holzes sollen 1,34 Millionen Euro in die Stadtkasse kommen und zu einem Überschuss in der Holzproduktion von 331.000 Euro führen. Da die Forstverwaltung aber auch 43.500 Euro investieren will und Leistungen für die Schutz- und Erholungsvorsorge mit einem voraussichtlichen Aufwand von rund 263.000 Euro erbringt, bleibt unterm Strich ein eher schmaler Überschuss von knapp 25.000 Euro.
“Wir arbeiten mit der Natur”, sagte Siegfried Riedl von der Stadtförsterei Eberbach, “da plane ich lieber vorsichtig”. Er legte dar, dass der Eberbacher Stadtwald in den Jahren 2010 bis 2013 im Durchschnitt jährlich um über 100.000 Euro besser abgeschnitten habe als geplant.

Einige Ratsmitglieder zeigten sich damit nicht zufrieden. Vor allem die AGL, die CDU und Klaus Eiermann von der SPD wollten ein dickeres Plus im Forsthaushalt sehen. Laut Peter Stumpf (AGL) sei der Forst in Wahrheit defizitär, weil er die Kosten nicht erwirtschafte, die ihm seit letztem Jahr aufgrund der neuen Doppik-Haushaltssystematik aus anderen Verwaltungsbereichen zugerechnet werden, beispielsweise Kosten des Rathauses und der Hauptverwaltung. “Allein durch die Einführung der Doppik ändern sich unsere Wirtschaftsbedingungen nicht”, hielt Riedl ihm entgegen. Stumpfs Antrag, im Forst unter Berücksichtigung der Doppik-Zahlen mindestens eine “schwarze Null” einzuplanen, scheiterte in der Abstimmung knapp bei Stimmengleichheit.

Karl Braun (CDU) und Klaus Eiermann forderten eine Erhöhung des Holzeinschlags mindestens auf das Niveau der Forsteinrichtung, um mehr Geld in die Kasse zu bekommen.
Was die CDU aber wirklich verfolgt, wurde in einem von Karl Braun verlesenen Antrag deutlich: Es solle geprüft werden, ob die städtische Forstverwaltung ausgegliedert und in eine private Organisation überführt werden könne. Bürgermeister Peter Reichert ließ gleich über diesen weitreichenden Antrag abstimmen, der mehrheitlich abgelehnt wurde.

Die Forstpläne standen am Donnerstag nur zur Beratung auf der Tagesordnung. Beschlossen werden sollen sie erst im neuen Jahr gemeinsam mit dem städtischen Gesamthaushalt. Peter Stumpf stellte für die AGL bereits eine Ablehnung des Haushaltsplans in Aussicht, falls der geplante Gewinn im Forstbereich nicht höher ausfalle.

20.12.14

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