WERBUNG


Volksbank Neckartal

Gelita

Sparkasse Neckartal-Odenwald

Werben im EBERBACH-CHANNEL

www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de
Sonntag, 19. Februar 2017
              
Das Wetter in: 
EBERBACH
 STARTSEITE  |  VIDEOS  |  TERMINE  |  WEB-KATALOG  |  FORUM  |  ANZEIGENMARKT 

Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Fotos/Videos bestellen

Rund 40 Menschen ohne Obdach - Stadt und Ehrenamtliche packen an


Diana Weil-Zimmermann vom Sozialamt koordiniert seitens der Stadt Beerfelden die Hilfsmaßnahmen. (Fotos: privat / Hubert Richter)

(hr) (hs) Bei dem Großbrand in der Nacht zum 5. Dezember in Beerfelden hat ein Mensch sein Leben verloren (wir berichteten). Das ist schlimm. Aber es hätte für die zahlreichen Bewohner des Gebäudekomplexes in der Geisgasse noch schlimmer kommen können, und der teils dramatische Rettungseinsatz stellte das sehr gut funktionierende System der Hilfeleistung in der Oberzent unter Beweis.

Bereits drei Minuten nach der Alarmierung um 0.53 Uhr war die Freiwillige Feuerwehr Beerfelden auf Anfahrt. Bei dem Brand mussten rund 40 Menschen, darunter zahlreiche Kinder und Babys, bei Frost und Dunkelheit aus den Häusern evakuiert werden. Dadurch, dass die Rettungsleitstelle einen Massenanfall von Verletzten (ManV) ausgerufen hatte, kamen Feuerwehren aus den umliegenden Städten und Gemeinden mit 125 freiwilligen Feuerwehrleuten, darunter viele Atemschutzträger und drei Drehleitern (aus Beerfelden, Erbach und Michelstadt) zur Hilfeleistung. Stellvertretender Kreisbrandinspektor Rolf Scheuermann und Stadtbrandinspektor Bernd Ihrig leiteten den Einsatz. Es gab einen toten Einwohner im ersten Stockwerk zu beklagen. Die Familien aus dem Dachgeschoss flüchteten an der Außenantenne des Hauses und brachten sich in Sicherheit, weil die Flammen im Treppenhaus sich bereits ausgebreitet hatten. Eine Frau sprang in ihrer Not vom Balkon in den Garten und brach sich das Bein. Viele Menschen konnten mithilfe einer acht Meter hohen Steckleiter über ein angrenzendes Scheunendach gerettet werden. Eine Familie im Obergeschoss verlor ihre gesamte Habe, Wohnungseinrichtung, Kleidung und Geld mit allen Formalitäten und Ausweisen. Sie steht vor einem völligen Neuanfang.

Helfer aller Ortsgruppen des Roten Kreuzes aus Beerfelden und der Nachbargemeinden bis nach Bad König, Vielbrunn und Würzberg waren zur Stelle, um mit Feldbetten Unterkünfte im nahe gelegenen Bürgerhaus und in der Kirche aufzubauen, wärmende Getränke anzubieten, Essen und Trinken bereitzustellen.

Die Generationenhilfe Oberzent in Beerfelden und der Arbeitskreis der „Kümmerer“, die sich seit langer Zeit um die Flüchtlingshilfe bemühen, haben unverzüglich damit begonnen, Hilfen zu organisieren. Schließlich müssen die Schulranzen der Kinder und das Unterrichtsmaterial wieder beschafft werden. Computer und Lernmaterial sind vernichtet. Mithilfe psychosozialer Beratungen wird versucht, den tiefgreifenden Schock und die Traumatisierung zu bewältigen.

Bürgermeister Gottfried Görig und Landrat Frank Matiaske waren noch in der Nacht zur Unglücksstelle geeilt. Die Ursache für das verheerende Feuer ist noch nicht geklärt. Die Kriminalpolizei hat die Gebäude versiegelt, morgen wollen Brandermittler aus Wiesbaden mit den Untersuchungen beginnen.

Die Stadt Beerfelden setzte ein Organisationsteam mit Diana Weil-Zimmermann vom Sozialamt an der Spitze ein, um die Menschen im Stadtgebiet entsprechend unterzubringen. In Abstimmung mit den für die ausländischen Mitbürger zuständigen Kreisbehörden wurden im Laufe des Montags Schritt für Schritt geeignete Wohnungen gefunden und zur Anmietung bereitgestellt. An Einrichtungen ist einiges noch zu besorgen.

Die Generationenhilfe und die „Kümmerer“ bemühen sich aus den Beständen ihres Möbellagers und ihrer Kleiderkammer nach besten Kräften Hilfestellungen zu geben. Daher waren die ehrenamtlichen Helfer freudig überrascht von der spontanen Hilfsbereitschaft der Beerfelder Bevölkerung. Dies zeigte sich in der Anlieferung von großen Wäschebündeln und Kleidersäcken, die sich im Flur des Bürgerhauses stapelten.
In diese turbulente Situation Ordnung zu bringen ist Aufgabe der ehrenamtlichen Helfer und des Managements der Stadtverwaltung. Materielle Gaben und finanzielle Spenden können über die Generationenhilfe Oberzent abgewickelt werden. Ansprechpartner sind Brigitte Schanbacher und Renate Löw.

Wer finanziell helfen möchte:
Die Kontonummern der Generationenhilfe sind bei der Volksbank Oberzent DE12508635130004491866 und der Sparkasse Odenwaldkreis DE12508519520030011217.

06.12.16

[zurück zur Übersicht]

© 2016 www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de Druckansicht
eMail senden nach oben

[STARTSEITE]    [VIDEOS]    [TERMINE]    [WEB-KATALOG]    [FORUM]    [ANZEIGENMARKT]
©2000-2012 maxxweb.de Internet-Dienstleistungen
[IMPRESSUM]


WERBUNG


Fliesen-Foßhag

Straßenbau Ragucci

AK Asyl

VHS