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Werke von Mozart, Beethoven und Schubert


(Foto: Agentur)

(bro) (khm) Am Freitag, 28. April, um 20 Uhr gastiert das Goldmund-Quartett München mit Werken von Mozart, Beethoven und Schubert im Eberbacher Katholischen Pfarrheim, Feuergrabengasse 6.

Das Goldmund-Streichquartett mit Florian Schötz, Pinchas Adt, Christoph Vandory und Raphael Paratore, Preisträgern und Stipendiaten der 60. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstle des Deutscher Musikrats, zählt schon jetzt zu den gefragtesten Nachwuchsensembles Deutschlands. Die Musiker lernten sich zu Schulzeiten in der Jugendakademie der Hochschule für Musik und Theater München kennen. Durch die gemeinsame Begeisterung für Kammermusik entstand die Idee, ein Streichquartett zu gründen. Musikalische Impulse erhielten die Musiker beim Vogler Quartett, Artemis Quartett, Ysaye Quartett, Cherubini Quartett, bei André J. Roy, Eberhard Feltz, Alfred Brendel. Der Ensemble-Zuname ist nach einer der beiden Hauptpersonen aus Hermann Hesses Roman "Narziss und Goldmund" (1930) gewählt. Der Roman stellt dem in klösterlicher Abgeschiedenheit lebenden Denkertyp' Narziß den emotionalen, die bunte Welt erlebenden Künstlertyp Goldmund gegenüber.

Unter den 26 Streichquartetten Mozarts gelten die sechs Haydn gewidmeten Quartette (1782-85), als die Krönung seiner Quartettmusik. In ihnen wird der neue "reine Quartettstil" gepflegt, der die Hervorhebung einer Stimme ausschließt. Sorgfältigste thematische Verarbeitung kennzeichnet sie, so dass Mozart selbst meinte, sie seien "il frutto di una lunga e laboriosa fatica - die Frucht einer langen und mühsamen Arbeit“. Der munter frohe Kopfsatz des ersten der Haydn-Quartette - oft "Frühlingsquartett" genannt - ist dynamisch sehr nuanciert (piano, forte) und abwechslungsreich artikuliert. Das ausgedehnte Menuett mit ebenfalls ungewöhnlichem Forte-Piano-Wechsel und schroffen Akzenten will deutlich kein höfisch galantes Menuett für den Tanzboden sein. Das ruhige Andante cantabile ist mit wunderbarer Melodik einer der klangvollsten langsamen Sätze Mozarts. Das Finale gibt eine Synthese von 'Polyphonie (Fugenbildung) und Homophonie (harmonisch begleiteter Melodik), die in plötzlichem Stilbruch wechseln. Das eröffnende Fugenthema ist eines der beliebtesten Mozarts, das man auch im Finale seiner "Jupiter-Sinfonie" (1788) hört.

Schubert komponierte schon als Zwölfjähriger für das 'Familienstreichquartett'. Auf die so entstandene elf ersten Streichquartette (1812-16) folgten die 'Meisterwerke' (1820-26): c-moll-Quartettsatz, "Rosamunde-Quartett", das Quartett "Tod und das Mädchen" und das gewaltige G-Dur-Quartett. Nicht zu vernachlässigen sind indes die frühen Quartette, von denen das in Es-Dur (D 87) zu hören ist, 1813 komponiert vom sechzehnjährigen Schubert. Ohne "himmlische Längen" dauert es 22 Minuten und ist ein wundersames Beispiel für musikantische Spielfreude und klangvollen Quartettsatz schon im Kopfsatz. Das knappe Scherzo klingt unüberhörbar an Beethoven an mit ungestümen Vorschlägen und Oktavsprüngen. Das sanfte Melodie des Trios in c-moll erklingt auf einem 'Orgelpunkt' (tiefer Dudelsackquintenbass). Lyrisch und liedhaft gibt sich das klangschöne Adagio (6/8-Takt) und erinnert an Mozart .Das finale Allegro wirkt durch seine flotte Melodik und viele Triolen.

Nach den ersten sechs Streichquartetten op. 18 des 28/30-jährigen Beethoven von 1798-1800 entstanden 1805-1810 die fünf Streichquartette der mittleren Periode (1805-10), die als Höhepunkte der klassischen Quartettmusik gelten (op. 59/1-3, op. 74 (Harfen-Quartett) und op. 95 (Quartetto serioso). Zwölf Jahre später beschäftigte sich Beethoven erneut mit Quartetten und komponierte 1822-1826 seine "fünf späten Quartette“ (op. 127, 130, 131, 132, 135). Das in a-moll op. 132 (1825) entstand bereits unter den Bedingungen seiner seit 1818 stärker werdenden doppelseitigen Schwerhörigkeit, so dass er seine letzten Werke akustisch nicht mehr völlig wahrnehmen konnte. Komponieren war für ihn Überwindung widrigen Geschicks geworden, wie er bemerkte, dass er Noten schreibe, um sich aus den Nöten zu helfen. An diesen Werken hängt die Aura des schwierigen Verstehens und Aufführens. Sie waren Betätigungsfeld für professionelle Ensembles geworden. Das 40-minütige a-moll-Quartett zeigt das für diese Quartette typische, äußerlich Unkonventionelle: fünf statt vier Sätze und einen Einschlag von musikalischer Programmatik, die fürs Quartett eher unüblich ist. In der Presse war das Quartett so angekündigt: "Beethovens neuestes Quartett, bestehend aus folgenden Sätzen: (1) Introduzione, Allegro moderato (A-moll), (2) Scherzo (A-dur), (3) Adagio "Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit", (F-dur, lydische Tonart ohne Hb) abwechselnd mit einem Andante, welches das Wiedererwachen der Kraft malt (D-dur), (4) Marcia (A-dur), (5) Rezitativ und Finale: Allegro appassionato“. Kompositionshintergrund könnte eine mehrwöchige Erkrankung Beethovens gewesen sein. Thomas Mann lässt im Doktor-Faustus-Roman über das bewunderte Quartett sagen: „Im Grunde muss jeder der viere [vier Spieler] ein Paganini sein und dabei nicht nur den eigenen Part beherrschen, sondern die der drei anderen auch, sonst ist kein Auskommen ... es steht an der Grenze des Spielbaren".

Einlasskarten und für Nichtabonnenten Programmhefte (mit Vorschau auf das Programm 2017/18) gibt es an der Abendkasse.

18.04.17

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