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Von Unterferdinandsdorf gibt es nur noch Ruinen im Wald


(Foto: Hubert Richter)

(hr) Ober- und Unterferdinandsdorf waren zwei Siedlungen zwischen Reisenbach und Mülben, die um 1710 gegründet und 1850 verlassen wurden. Von Unterferdinandsdorf sind noch Mauerreste der Häuser im Wald beim Reisenbacher Grund zu finden (unser Bild).

Gegründet wurden die Siedlungen durch den damaligen Herren von Zwingenberg, Graf Ferdinand Andreas von Wiser im Jahr 1712 (möglicherweise auch schon 1707). Die örtliche Lage war allerdings für Landwirtschaft eher ungünstig, und die Siedlungen hatten auch keinen Gemeindebesitz (Allmende).
Nach 1800 wurden aufgrund allgemeinen Bevölkerungswachstums, politischer Veränderungen und Missernten die Lebensgrundlagen für die Dorfbewohner immer schlechter. Großherzog Leopold von Baden verfügte im Jahr 1850 die Zwangsauflösungen der Dörfer, deren Häuser daraufhin abgerissen und die Steine in umliegenden Dörfern als Baumaterial verwendet wurden. Lediglich die "Riedsmühle" ist ein heute noch bestehendes Gebäude von Unterferdinandsdorf. Sie gehört jetzt zur 1780 von der Kurpfalz gegründeten Siedlung Reisenbacher Grund.

Im Jahr 1846 wurde ein Teil der insgesamt rund 250 Bewohner nach Amerika ausgesiedelt, wobei 40 ehemalige Einwohner von Ferdinandsdorf an der Nordostküste Amerikas in einem Einwanderungslager den Tod gefunden haben sollen. Da die Ferdinandsdorfer in der Umgebung unbeliebt waren und Nachbardörfer sie ungern aufnehmen wollten, wurden weitere im Jahr 1851 in einer zweiten Welle nach Amerika zwangsausgesiedelt. 47 ehemalige Einwohner der aufgelösten Dörfer wurden am 11.März von Eberbach aus per Schiff und Bahn nach Bremen verschifft und fuhren am 22.April von dort mit einem Dreimaster nach New York, wo sie am 3. Mai 1851 eintrafen. Manche fanden in der Gegend von Baltimore eine neue Heimat, und vermutlich leben Nachfahren von ihnen noch heute dort.
Die daheimgebliebenen Einwohner von Ferdinandsdorf wurden schließlich doch in anderen Gemeinden untergebracht.

10.02.18

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