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Politische Intrige und Liebe


Mit hoher Bühnenpräsenz präsentierte die Theater AG des Hohenstaufen-Gymnasiums Eberbach Oscar Wildes Drama „Ein Idealer Gatte“. (Foto: Jürgen Creß)

(bro) (pm/tiw) „Eltern kommen immer zur Unzeit“, stellt der „Dandy“ Lord Arthur Goring in Oscar Wildes Komödie „Ein idealer Gatte“ mehrfach fest. In den beiden Aufführungen der Theater AG des Hohenstaufen-Gymnasiums Eberbach am 29. und 30. Juni war jedoch sicher kein Elternteil zur Unzeit gekommen, denn mit hoher Bühnenpräsenz und Spielfreude verkörperten die Schüler ihre Rolle in einem geistreich-komischen Bühnenwerk, das nicht nur die obige gefühlte Wahrheit ausspricht. Ob Politik, Ehe, Geschlechterrollen, Mode oder Moral – alle Themen werden spitz kommentiert in einem Drama aus Intrige, Liebe und Moral, in dessen Zentrum die Frage steht, wie viel Moral von einem Menschen im Angesicht der Verführung verlangt werden kann und ob Verfehlungen vergeben werden können.

Absolut textsicher, aber vor allem auch schauspielerisch ausgefeilt, füllte Rebecca Sensbach die Rolle des Sir Robert Chiltern, der mit einer Verfehlung vom Anfang seiner Karriere konfrontiert wird, die er nicht nur seiner hochmoralischen Gattin (ausdrucksstark dargestellt von Olivia Schreiber und Hanaa Outojane) bisher verschwiegen hat. Eine elegante Intrigantin, verkörpert von Chiara Wierz, zog stellvertretend für das damalige Europa mit ihrer Stimmführung und feinen Mimik das Publikum in ihren Bann.

Das Wechselspiel zwischen Lord Caversham, einem Ritter des Hosenbandordens, gespielt von Rebecca Creß, und seinem Sohn Lord Goring, dargestellt von Leah Braunsberger, zeigte zum einen eine große Spielfreude und in äußerst überzeugender Weise die verschiedenen Facetten schauspielerischer Kunst. Alle Mitglieder der Theater AG - besonders auch die Diener - zeigten durchgängig höchste Bühnenpräsenz und Bewusstsein für die angenommene Rolle.

Vor allem das Zusammenspiel der älteren und jungen Schüler von der Oberstufe bis zur siebten Klasse überzeugte als Gruppenleistung. Sehr eigenständig und mit hohem Engagement waren die Proben aktiv durch die Schüler mitgestaltet worden. Die Lehrerinnen, Mathilde Stähle-Buchta und Stefanie Pannes-Bayram, konnten sich auf rege Mithilfe bei der Regie verlassen und schufen eine Inszenierung, in der die Rollen den Darstellern wie auf den Leib geschneidert schienen. Mit wenigen Mitteln entstanden viktorianische Salons und eine viktorianische Gesellschaft, wie sie pointierter nicht vorgeführt werden könnte, und damit eine Inszenierung, wie sie zur feinen, hintersinnigen und intellektuellen Schreibweise eines Oscar Wilde passt.

Was aber konnte man über den idealen Gatten erfahren? Vielleicht vor allem, dass er nicht idealisiert oder um eigener Ideale willen geliebt werden sollte. Als das auch Lady Gertrude Chiltern erkannte und sogar Lord Arthur Goring seinem Vater eine zukünftige Schwiegertochter vorstellen konnte, spendete das Publikum langanhaltenden Applaus für die unterhaltsame Vorstellung.

09.07.18

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