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Die Vortragenden des Eberbacher Patiententages v. l.: Dr. Martin Stark, Dr. Haitham Abu Sharar, Dr. Mathias Schmidt, Dr. Jan Voegele, Dr. Thorsten Löffler, Dr. Bernhard Nitsche - und Klinikleiter Martin Hildenbrand (Foto: GRN)

(bro) (pm/stm) Zahlreiche Besucherinnen und Besucher informierten sich kürzlich beim Eberbacher Patiententag am 9. Oktober über aktuelle Angebote der GRN-Klinik.

Am Dienstag, 9. Oktober, hatte die GRN-Klinik Eberbach die interessierte Bevölkerung eingeladen, sich unter dem Motto „Rundum versorgt“ über aktuelle Angebote der Klinik und ihrer Kooperationspartner zu informieren. Sechs Vorträge boten Einblicke in die medizinischen Fachbereiche Orthopädie, Kardiologie, Gastroenterologie, Chirurgie, Palliativmedizin und Urologie. Bürgermeister Peter Reichert eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort und dankte - auch im Namen des Schirmherrn, Landrat Stefan Dallinger - für das große Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GRN-Klinik.

Wann ist ein Kunstgelenk an der Schulter notwendig und sinnvoll? Diese und andere Fragen zum künstlichen Schultergelenk beantwortete Dr. med. Martin Stark, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie. Jährlich, so erfuhr das staunende Publikum, erhalten bis zu 25.000 Menschen in Deutschland eine solche Prothese - die dritthäufigste nach dem künstlichen Hüft- und Kniegelenk. Ursachen für eine schmerzhafte Erkrankung der Schulter sind beispielsweise Arthrose, Rheuma und falsch verheilte Oberarmkopfbrüche. Wie bei Knie und Hüfte, so gilt auch hier: Operiert wird, wenn der Leidensdruck - das heißt, die Schmerzen und die eingeschränkte Beweglichkeit - zu groß wird. Allerdings sollte man, so der erfahrene Operateur und Leiter des EndoProthetikZentrums Eberbach, den Eingriff vornehmen, bevor Muskeln und Sehnen allzu sehr abgebaut haben.

Der neue stellvertretende Chefarzt der Kardiologie, Dr. med. Haitham Abu Sharar, widmete sich in seinem Vortrag den häufigsten Herzklappenerkrankungen und erklärte eindrucksvoll, zum Teil mit Hilfe von eingespielten Videoaufnahmen, deren interventionelle Behandlungsmöglichkeiten. Bei der sogenannten Aortenklappenstenose ist die Aortenklappe, die den Blutstrom vom Herzen in den Körper regelt, verkalkt und verengt. Die kathetergestützte Aortenklappenimplantation („TAVI“) ist eine etablierte Behandlungsmethode mit hervorragenden Resultaten. Bei der Mitralklappeninsuffizienz handelt es sich um eine Undichtigkeit der Segelklappe, die ihre Ventilfunktion zwischen dem linken Vorhof und der Kammer verrichtet. Eine kathetergestützte Klappenrekonstruktion mittels eines „Clips“ ist inzwischen ein Standardverfahren zur Behandlung einer schweren Mitralklappeninsuffizienz bei Patienten, für die eine operative Klappensanierung zu riskant wäre. Dr. Abu Sharar verwies in diesem Zusammenhang auf die enge Kooperation der GRN-Klinik Eberbach mit dem Universitätsklinikum Heidelberg.

„Sechs Prozent aller Bürgerinnen und Bürger in Deutschland erkranken im Laufe ihres Lebens an Darmkrebs - und zwei Prozent sterben daran“, warnte Dr. Bernhard Nitsche, als Chefarzt der Inneren Medizin an der GRN-Klinik Eberbach spezialisiert auf das Teilgebiet der Gastroenterologie. Dabei sei es möglich, durch gezielte Vorsorge diese Zahl um das Zehnfache zu verringern, nämlich auf 0,6 bzw. 0,2 Prozent! Voraussetzung hierfür sei allerdings, dass alle, denen eine Vorsorgeuntersuchung zusteht – unter anderem die bei gesetzlichen Krankenkassen Versicherten ab 55 Jahren –, die entsprechenden Vorsorgeangebote auch tatsächlich in Anspruch nehmen. In einem endoskopischen Eingriff am Dickdarm werden hierbei eventuell vorhandene Polypen diagnostiziert und entfernt; denn die Gefahr, dass aus einem Polypen innerhalb von zehn Jahren ein bösartiger Tumor wird, ist groß. Dr. Nitsche: „Wir wollen die Polypen entfernen, bevor der Darmkrebs entsteht.“

Wenn jemand an Darmkrebs erkrankt, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass er daran sterben wird, betonte Dr. med. Thorsten Löffler, stellvertretender Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie. Falls der Krebs noch nicht zu weit fortgeschritten ist, kann der Tumor in einer Operation vollständig entfernt werden. In vielen Fällen ist ein künstlicher Darmausgang nicht oder nur vorübergehend notwendig, damit die Nähte im Inneren des Organs unbeeinträchtigt heilen können. Sollte der Krebs bereits „gestreut“ haben, also Metastasen vorhanden sein, so gibt es die Möglichkeit, ihn mit einer Chemo- und eventuell auch Strahlentherapie zu bekämpfen. In manchen Fällen können auch Metastasen operativ entfernt werden und dadurch eine Heilung erzielt werden.

Auch für Patienten, deren Krankheit nicht mehr geheilt werden kann, gibt es Hilfe: Dr. med. Mathias Schmidt, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin, stellte die Behandlungsmöglichkeiten der Palliativmedizin vor: Schmerzlinderung und die Therapie von Übelkeit, Luftnot und Angst gehören ebenso dazu wie die Palliativpflege („Palliative Care“), bei Bedarf die Sozial- und psychologische Beratung sowie auf Wunsch die Einbeziehung der Seelsorge und ambulanter oder stationärer Hospizangebote. Das Wichtigste, so Dr. Schmidt: „Der Patient sagt, was gemacht wird; er bestimmt, welche Behandlung durchgeführt wird - und wie lange.“

Dr. med. Jan Voegele beendete den Patienten-Informationstag mit seinem Vortrag zur überaktiven Blase („Reizblase“). Dahinter verbirgt sich die Problematik des früher als gewöhnlich einsetzenden Harndranges, der dann zu einem nicht mehr unterdrückbaren Drang anwächst. Der Gang zur Toilette wird oftmals nicht mehr geschafft – ungewollter Harnverlust ist die Folge. 16 Prozent der Männer und 17,5 Prozent der Frauen in Deutschland sind davon betroffen – vor dem sechzigsten Lebensjahr mehr Frauen, danach mehr Männer. Nach verschiedenen subjektiven und objektiven Testungen, kann die überaktive Blase mit Hilfe einer Harnstrahl- oder Blasendruckmessung weiter diagnostiziert werden. Als Therapien haben sich sowohl die medikamentöse (sogenannte Anticholinergika) als auch die operative Behandlung - etwa die Applikation von Botulinumtoxin in die Harnblase im Rahmen eines endoskopischen OP-Eingriffs - bewährt. Dr. Voegeles Appell: „Keine falsche Scham - vertrauen Sie sich Ihrem Hausarzt oder Facharzt für Urologie an.“

Dr. Thorsten Löffler, der gemeinsam mit Dr. Martin Stark den Abend moderierte, fasste in seinem Schlusswort noch einmal zusammen, was alle Vortragenden zuvor vermittelt hatten: „Wir sind für Sie da.“

11.10.18

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