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Hegeschau in der Eberbacher Stadthalle - Kahlwildabschuss schwächelt


(Fotos: Hubert Richter)

(hr) Eine durchwachsene Bilanz der Jagdsaison 2018/19 zog die Vereinigung der Rotwildjäger im Odenwald e.V. heute bei ihrer alljährlichen Hegeschau in der Eberbacher Stadthalle.

Das Rotwild, das in Deutschland in gesetzlich geregelten Rotwildgebieten vorkommt, ist im Odenwald die größte heimische Wildtierart. Das rund 46.000 Hektar große Rotwildgebiet Odenwald umfasst Flächen in Baden-Württemberg, Hessen und Bayern. In Eberbach gehören die Waldgebiete rechts des Neckars (in Fließrichtung) mit vier Revieren zum Rotwildgebiet. In jährlichen Abschussplänen wird festgelegt, wie viele Hirsche, weibliche Tiere und Jungtiere in den Revieren erlegt werden sollen, um den Rotwildbestand zu regulieren. Eine so genannte Hegeschau ist einmal jährlich gesetzlich vorgeschrieben, denn sie dient dem “körperlichen” Nachweis der erlegten Stücke und gibt damit Aufschluss darüber, inwieweit die behördlich festgesetzten Abschusspläne erfüllt wurden. Traditionell findet die Hegeschau immer in Eberbach statt.

In der Saison 2018/19 wurden im Rotwildgebiet Odenwald insgesamt 686 Stück Rotwild erlegt. Das Abschusssoll wurde somit zu 80 Prozent erfüllt (im baden-württembergischen Teil einschließlich Eberbach lag die Erfüllung allerdings bei guten 91,4 Prozent). Im Vorjahr betrug die Gesamtstrecke 720 Stück, die Erfüllungsquote lag bei 87,6 Prozent. Beim weiblichen Wild und den männlichen Kälbern (“Kahlwild”) war die Abschusserfüllung im vergangenen Jahr relativ schlecht (76,1 Prozent), dafür bei den Hirschen bei sehr guten 91,5 Prozent. Den schlechten Kahlwildabschuss kommentierte der Vorsitzende Dr. Andreas Wiese mit selbstkritischen Worten: “Absolut indiskutabel, wir machen uns als Hegegemeinschaft lächerlich und unglaubwürdig”. Um dem abzuhelfen und den Kahlwildabschuss anzukurbeln, soll im kommenden Jagdjahr die Freigabe von Hirschen über ein Punktesystem an die Erlegungszahlen beim Kahlwild gekoppelt werden.

Im Mittelpunkt des Interesses standen heute einmal mehr die ausgestellten Geweihe aller im rund 46.000 Hektar großen Rotwildgebiet Odenwald im vergangenen Jagdjahr erlegten oder anderweitig zu Tode gekommenen Hirsche, die von Ingo Walter kommentiert wurden. Mit dem silbernen Bruch für den stärksten Hirsch (13 Jahre und älter) wurde ein 14-Ender aus dem Bereich Schloßau-Kailbach ausgezeichnet (Bild oben Mitte). Zweitstärkster Hirsch (Goldmedaille) war ein ungerader 16-Ender aus Rothenberg.

Eberbachs Bürgermeister Peter Reichert sprach ein Grußwort, und Paul Griesberger von der Universität für Bodenkultur in Wien hielt einen zum Abschussergebnis passenden Vortrag mit dem Thema “Effiziente Kahlwildregulierung - aber wie?” (Bild oben rechts). Für jagdmusikalische Begleitung der Hegeschau sorgten die Jagdhornbläser aus dem Kleinen Odenwald.

Bereits gestern hatte die Jahreshauptversammlung der Rotwildjägervereinigung den Vorsitzenden Dr. Andreas Wiese, die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Ingo Walter (1.) und Günter Meffert (2.) sowie Peter Bitz als Kassenwart für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Neuer Schriftführer ist Tobias Kuhlmann.

16.03.19

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