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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Zum Klimaschutz gehört auch der Verkehr

(hr) In der öffentlichen Sitzung des Eberbacher Gemeinderats am Donnerstag, 27. Februar, wurde über einen Antrag der Freien Wähler für ein nachhaltiges Mobilitätskonzept diskutiert.

Im Frühjahr 2019 hatte Freie-Wähler-Stadtrat Dr. Dietmar Polzin die Stadtverwaltung im Gemeinderat nach einem solchen Konzept gefragt. Nachdem er bis zum letzten Herbst darauf keine Antwort erhalten hatte, stellte er im November einen Antrag: Die Stadt solle, beginnen im ersten Halbjahr 2020, ein nachhaltiges Mobilitätskonzept mit konkreten Maßnahmen entwickeln, mit dem der Personennahverkehr in Eberbach und den Ortsteilen umweltverträglicher gestaltet werden kann.
Da der Verkehr eine der größten Quellen für klimaschädliche Gase sei, müsse auch Eberbach den Verkehr umweltgerecht weiterentwickeln, so Polzin in der Begründung des Antrags. Dabei sollte - wo sinnvoll und möglich - der Pkw-Verkehr zu Gunsten anderer Mobilitätsformen “maßvoll” reduziert werden. Solche anderen Mobilitätsformen seien zum Beispiel Fuß- und Radverkehr, Sharing von Verkehrsmitteln, Taxi- oder andere Fahrdienste, Busse und Bahn. Besonderes Augenmerk will Polzin auf das Radwegenetz legen, das durch den E-Bike-Boom nun auch in Eberbach mit seinen topografisch bedingten Steigungen an Bedeutung gewinnt. “Wir müssen was tun, wenn wir die Klimakatastrophe ernst nehmen”, so Polzins Aufruf. Gerade für Radwege gebe es Förderprogramme, außerdem könne man Bürger einbinden und projektbegleitend einen “Arbeitskreis Stadtmobilität” gründen.

Bürgermeister Peter Reichert argumentierte, dass er mit dem vorhandenen Personal ein solches Konzept nicht erstellen könne. Das müsse extern vergeben werden, und dafür brauche man Geld im Haushaltsplan. Dietmar Polzin und auch CDU-Stadtrat Patrick Joho meinten, man könne auch Schritt für Schritt vorgehen und Einzelmaßnahmen nach und nach umsetzen. Reichert - selbst aktiver Radfahrer - sagte, er suche immer wieder nach Verbesserungen für den Radverkehr, aber da beiße man in Eberbach “auf Asphalt”. Bettina Greif (CDU) meinte, dass es in Eberbach an Abstellplätzen für Räder fehle. Markus Scheurich (SPD) schlug nach längerer Diskussion schließlich vor, ein Angebot zunächst für die Analyse der Verkehrssituation in Eberbach einzuholen und dann den Gemeinderat über die Vergabe entscheiden zu lassen. Per allgemeinem Kopfnicken wurde diesem Vorschlag zugestimmt.

Ebenfalls zum Thema Klimaschutz äußerte sich ein Bürger in der Fragestunde zu Beginn der Sitzung: Er habe sich das in der Schublade verschwundene Eberbacher Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2012 angesehen. Es sei ein sehr gut und umfangreich ausgearbeitetes Werk, das aber nicht weiterverfolgt worden sei. Er bat darum, es wieder aufzugreifen und äußerte seine Sorge, dass der Klimaschutz in Eberbach “hinten runterfällt”. Der Gemeinderat solle sich auf ein Ziel festlegen. Bürgermeister Peter Reichert sagte, dass der vorgesehene Klimaschutzmanager sich das Konzept vornehmen und prüfen werde, ob es angepasst werden muss.

01.03.20

Lesermeinungen

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Von Stefan Klein (18.03.20):
Liebe Greta,

neulich selbst gelernt: der rhethorische Fachbegriff für das Argument vom Bock, der zum Gärtner gemacht wird, ist argumentum ad hominem (...)

So ein Argument ist für mich sehr nachvollziehbar. Mir geistern solche Gedanken ständig im Kopf herum, wenn ich ehrlich bin. Zugleich beschleicht mich oft das Gefühl, dass es wenig hilfreich sind, das Ziel des Klimaschutzes voran zu bringen. Ganz nüchtern betrachtet ist es dem Klima doch egal, ob jemand konsequent ist und es kann es sich vermutlich auch nicht erlauben, Hilfe abzulehnen, nur weil sie von einer Seite kommt, die manchen unpassend erscheint.

Daher: Ich bin froh, um jeden, der etwas beiträgt.

Zur Sorge, dass das Ganze wieder in der Schublade landet: Kann ich auch nachvollziehen. Aber Aufgeben und nichts mehr tun ist keine Option, oder? Das Problem ist zu wichtig, als dass es nicht immer wieder versucht werden müsste, trotz aller berechtigten Skepsis.

Lass uns und alle, die es beschäftigt, dazu beitragen, dass es diesmal nicht in der Schublade landet, indem wir immer wieder nachfragen und uns nicht mit ausweichenden Antworten zufrieden geben.


Von Greta (06.03.20):
Und wieder will die Stadt viel Steuergeld für eine Analyse ausgeben, die letztendlich doch wieder in einer Schublade verschwindet. Zunächst sollte die Stadt mal grob wissen, was möglich ist. Wenn man dann an die Umsetzung geht, kann man immer noch einen Experten hinzuziehen. Und dann haben die Freien Wähler noch dazu den Bock zum Gärtner gemacht. Ausgerechnet ein Stadtrat, der als Hobby und mehr zum Spaß mehrere größere Diesel-Fahrzeuge mit hochvolumigem Hubraum fährt plädiert für nachhaltige Mobilitätskonzepte um den Verkehr zu entlasten und den Schadstoffausstoß zu minimieren. Man könnte eigentlich darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

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