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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Helle Ziegel passen nicht zum Bebauungsplan - Umdecken oder Überpinseln


(Foto: Hubert Richter)

(cr) In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am vergangenen Donnerstag, 7. Mai, ging es unter anderem um eine von der Bebauungsplanfestsetzung abweichenden Dachfarbe im Baugebiet “Wolfsacker”.

Mit coronakonformem Verhalten fand die Sitzung in der Stadthalle statt, wo Ratsmitglieder und Verwaltung den nötigen Abstand halten konnten. Interessiertes Publikum fand auf der Empore Platz.

In einem Tagesordnungspunkt musste über die Gestaltung der Ziegel, mit denen bereits ein Dach im Baugebiet Wolfsacker/Schafacker gedeckt worden ist, entschieden werden. Dem Bauvorhaben stand im Oktober 2019 nach der damals beantragten Form nichts entgegen, da es den Vorgaben entsprach. Jetzt stellte die Verwaltung bei der Farbgebung des Dacheindeckungsmaterials Abweichungen fest, die nach Prüfung des Baurechtsamts des Rhein-Neckar-Kreises bestätigt wurden. Der Bauherr hat eine Befreiung beantragt, um die Dacheindeckung nicht ändern zu müssen. Vorgeschrieben seien Dächer in den Farben ziegelrot, rotbraun bis dunkelbraun und anthrazit, so der kommissarische Bauamtsleiter Karl Emig.

Hinsichtlich der dominanten Lage des Baugebiets solle es Ziel sein, die “Bandbreite an Dachfarben” einzuhalten, meinte die Verwaltung. Tatsächlich wird schon jetzt das Haus bei Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern als “Toscana-Haus” bezeichnet, das weithin sichtbar ist. Alle Fraktionen des Gemeinderats waren sich einig, dem Antrag der Verwaltung zu folgen und das gemeindliche Einvernehmen nicht zu erteilen. Als Gründe wurde unter anderem genannt, dass auf dem von der Stadt käuflich erworbenen Gelände nach Vorgaben gebaut werden muss und diese Vorgaben bekannt gewesen seien, man keinen Präzedenzfall schaffen wolle und die Dachfarbe nicht in Eberbachs Dachlandschaft passe. Auf die Frage, was nun passieren werde, meinte Emig, dass konsequenterweise die Dachfarbe geändert werden müsse - entweder neu eindecken oder die Farbe durch einen Anstrich ändern. Das Gremium will über die Ergebnisse informiert werden, was Bürgermeister Peter Reichert zusicherte.


13.05.20

Lesermeinungen

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Von Baulöwe (24.05.20):
@Exwaldbrunner: Super geschrieben, genau darum geht es!

Von Die Schöpfung  (24.05.20):
Abgelehnt finde ich richtig, wer schon mal da war kann es verstehen. Diese Bauweise beziehung diese Ziegel passen überhaupt nicht in diese Siedlung, wir leben ja in Mitteleuropa, und nicht am Mittelmeer. Das gleiche gilt auch für das im toskanischen gebaute Haus in Wimmersbach. Passt baulich genauso wenig in diese Kante. Ich kann dass nicht verstehen wer dass damals genehmigt hat.

Von Be. Planer (22.05.20):
Im Bereich eines gültigen Bebauungsplans kann es keine zwei Meinungen geben. Die dortigen Festsetzungen bezüglich Platzierung auf dem Grundstück, Größe (Höhe, Volumen, GFZ und GRZ) sowie Vorgaben zur Gestaltung sind sowohl gleich priorisiert wie für jedermann nachzulesen. Abweichungen oder Befreiungen können im Vorfeld beantragt werden - ein Anspruch auf Genehmigung besteht nicht.

Das ist nicht nur richtig sondern auch wichtig. So werden nachbarschaftlichen Belange und Interessen geschützt aber auch ein ortstypisches Bild der Bebauung sichergestellt. Leider sind die B-Pläne heutzutage viel zu bauherrenfreundlich. Daher schafft es der Laie kaum noch eine solche Entscheidung zu begreifen. Aber diese Entscheidung so zu treffen war absolut richtig und notwendig - persönlicher Geschmack hin oder her - ein B-Plan dient der Wertschaffung und Erhaltung innerhalb von Quartieren - er schützt alle Bauherren in gleicher Art und Weise - voreinander und in diesem Fall wohl auch vor sich selbst.


Von Exwaldbrunner (22.05.20):
Es gibt klare Bauvorschriften und die sind einzuhalten. Basta! Wer unbedingt eine andere Dachfarbe möchte, kann dies im Vorfeld beantragen und es wird entweder genehmigt oder nicht. Wem die Bauvorschriften nicht gefallen, der muss sich halt ein anderes Baugebiet aussuchen und dort sein Haus hinstellen. Wenn der Stadtrat jetzt im Nachhinein einknickt, wird folgendes passieren: ein Bauherr baut seine Deckenhöhe nur 5 cm höher als erlaubt, wegen 5 cm wird wohl keiner einen Rückbau verlangen, nicht verhältnismäßig. Der nächste baut dann 10 cm höher, denn 5 cm wurden ja gebilligt und nur wegen 5 cm mehr wird wohl keiner einen Rückbau verlangen, nicht verhältnismäßig. Der dritte Bauherr macht dann seinen Carport 15 cm länger, damit der SUV auch wirklich reinpasst. Wenn wegen 10 cm Abweichung bei der Deckenhöhe keiner einen Rückbau verlangt (nicht verhältnismäßig), dann werden wohl 15 cm Carport kein Grund sein, plötzlich kleinlich und korrekt zu werden....usw usw
Der Bebauungsplan wurde aufgestellt, beschlossen und ist somit gültig. Keiner wird gezwungen, hier zu bauen.


Von w.s. (22.05.20):
Ich finde die Ziegelfarbe sehr angebracht zumal wir in der Goehtestrasse und Schwannheimerstrasse schon mal ähnliche zu sehen bekommen. Es ist sogar erwiesen dass hellere Töne besser die Sonne reflektieren als dunklere Töne. Und zum Thema "Bebauungsplan halten" muss ich sagen dass in Eberbach schon so manch Sündenfleckchen geduldet wurde dass noch viel weniger in die Landschaft passt , siehe Reihenhäuser Akazienstrasse NW - Breitensteinweg 3 Stöckiges Haus das dem Gegenüber die Sicht nimmt, Schwannheimerstrasse Grasgrüne Hausfarbe usw. Klar muss man sich an Vorschriften weitgehend halten aber wer hat das überhaubt beschlossen? da fängt das doch schon an. Da helfen anscheinend nur Beziehungen.

Von As (22.05.20):
Einfach nur lächerlich.

Von Klara Fall (16.05.20):
Also, wenn ich da auf dem Bild ein Gebäude, sogar zwei, sehe, das nicht in die Landschaft bzw. in die umgebende Bebauung passt, dann sind das die Betonblöcke der Neckardraht mitten im Stadtkern. Was die optische Beeinträchtigung betrifft: auf dem Bild ist im Hintergrund der Hebert zu sehen. Auf dem würden einige Stadtoberen gerne einen Windpark sehen. Mit monströsen Spargeln, die über zweihundert Meter hoch in den Himmel ragen. Damit haben sie keine Schwierigkeiten. Diese Scheinheiligkeit ist nur schwer zu ertragen.

Von Meinung (15.05.20):
Ich stimme der Meinung von Kuckuck voll und ganz zu. Wenn ich ein Haus "Toskana Haus" nennen würde, dann das, entlang der Schwanheimer Straße und ich meine da gibt es noch so Kandidaten, die inmitten normaler Häuser völlig aus der Reihe tanzen. Dieses Haus hingegen, wirkt von weitem normal und alles andere als unpassend. Total lächerlich das Ganze.

Von ob es ausfällt  (15.05.20):
wer hier nicht weiß oder ertragen will, dass wir in Deutschland sind, kann ja gerne nach England auswandern oder nach Australien: dortig gibt es auch Häuser, die man sogar hellblau, hellgrün oder sogar PINKFABIG angemalt hat! dies ist in Deutschland verboten, sondern man hat sich an die Farbnuancen, welche die Bauordnung vorschreibt, gefällig auch zu halten! JA WO KÄME WIR DENN DA HIN, WENN JEDER ALLES ANMALT WIE MAN MÖCHTE.... !!????

Von Kuckuck (15.05.20):
In der Schwanheimerstrasse steht ein Haus in exponierter Lage mit der gleichen mediteranen
Dachfarbe, und alle anderen Häuser daneben haben die vorgeschriebenen Dachfarben, das störte bislang auch niemanden!!
Da die Sommer immer heisser werden, ist das nur eine vernünfige Farbe für ein Dach in so exponierter sonniger Lage. Der Bauherr hat sich dabei bestimmt auch was gedacht.

Darüber sollte sich der Bauausschuß auch Gedanken machen und vielleicht wäre es
vernünftiger ein anthrazitfarbenes Dach zu verbieten, in einer so sonnigen Lage.
Das würde auch besser in diese geschundene Landschaft passen!













Von  (15.05.20):
Wenn man sich mal die Mühe macht und sich im Internet Eberbach von oben ansieht, kann ich diese als „nicht in Eberbachs Dachlandschaft passende Dachform und Ziegelfarbe“ noch öfters erkennen. Evtl. wird es auch nur im Moment so wahrgenommen, weil es bisher das erste Gebäude in diesem Neubaugebiet ist!
Warum schnürt man sich in einem Bebauungsplan überhaupt so ein enges Korsett?
Wer in anderen Ländern, im besonderen im Alpenraum, unterwegs ist und mal die Augen offen hält, stellt fest, dass hier des Öfteren mit Traditionen in Form und Farbe von Gebäuden gebrochen wird und es sich trotzdem gut in die Landschaft einfügt!
Nur in Deutschland, besonders anscheinend in Eberbach, muss wieder alles bis ins Kleinste reglementiert und vorgeschrieben werden! Hoffentlich ist die übergeordnete Baubehörde so vernünftig und stellt mal klar, dass dieser „Präzedenzfall“ im Rahmen der gestalterischen Möglichkeit eines solchen, ohnehin mit so vielen Auflagen behafteten Bauvorhabens, liegen darf!


Von EG (14.05.20):
Dachziegel sind auffallend aber schön. In Folge des Klimawandels wachsen mediterane Bäume und
Blumen in unseren Wäldern und Gärten. Da paßt das Dach sehr gut.
Wäre es auch denkbar den Bebauungsplan dahingehend zu ändern ?


Von Dachdecker (14.05.20):
Da gibt es Vorgaben, die dem Architekt und seinem Bauherren sehr frühzeitig eindeutig bekannt sind. Nun passt das Dach eventuell zu der Haarfarbe der Ehefrau oder dem Pelzmantel der Mieterin? Wenn an irgend einer Straße 100 steht oder ein Geschäft um 9 Uhr öffnet, dann beachte ich das auch und fange nicht nachträglich an, mich dagegen zu beschweren. Das hat nichts mit Willkür zu tun sondern mit dem normalen Menschenverstand. Wenn nun einer Beschwerde statt gegeben wird (und der noch ggf. einem aktiven Stadtrat), dann kann hier zukünftig jeder machen was er will - dann können wir die Eberbacher Behörde direkt in den Ruhestand schicken, wenn das übergeordnete Amt in HD alles absegnet was hier lange debattiert wird. Von dem dann eingesparten Geld bauen wir ein neues Hallenbad oder sanieren unsere Innenstadt, um mögliche Investoren oder Urlauber anzulocken.

Von warum (14.05.20):
yepp,es gibt ja nichts wichtigeres als Bauherren solche auflagen zu machen,auch wenn es im Vorfeld bekannt war,sollte man die kirche im Dorf lassen,ich glaube nicht das man an einem dach rumeiern sollte,was die hausfarbe angeht verstehe ich vorgaben.wäre dies das dach eines promis oder eines menschen mit viel Geld,behaupte ich einfach mal das man dann darüber hinwegschauen würde(Achtung:hinwegschauen--dach--andere Person--andere farbe,wortspiel)

Von jemand (14.05.20):
wie schön daß wir keine anderen Sorgen haben als die Sichtbarkeit eines Hauses ....

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