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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Mobiler Stromerzeuger statt Festeinbau


(Foto: Hubert Richter)

(cr) Zu einer öffentlichen Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses lud gestern die Stadtverwaltung Eberbach ein. Beschlossen wurde der Kauf eines Notstromerzeugers für die Feuerwehr.

In Eberbach wird aktuell unter anderem mit Fördergeldern das Feuerwehrgerätehaus saniert und erweitert (unser Bild). Eine Vorgabe des Förderbescheids der Fachförderung des Landratsamts war, dass das Feuerwehrhaus künftig über eine so genannte “Netzersatzanlage” verfügen muss. Damit soll die Elektrizitätsversorgung des Gebäudes bei einem flächendeckenden Stromausfall sichergestellt werden.

Die Verwaltung habe sich nach Absprache mit der Feuerwehr Eberbach für ein mobiles Gerät entschieden, das kompatibel zu den Geräten der Stadtwerke und des städtischen Bauhofs sei, berichtete die für die Belange der Feuerwehr zuständige stellvertretende Abteilungsleiterin des städtischen Ordnungsamts, Bärbel Preißendörfer. Feuerwehr-Gesamtkommandant Markus Lenk erklärte, dass das mobile Aggregat für knapp 77.000 Euro um rund 175.000 Euro günstiger sei, da man keine zusätzlichen Räume für ein fest installiertes Gerät einrichten müsse. Außerdem könne man mit einem mobilen Notstromerzeuger bei Bedarf die Stromerzeugung an anderen Örtlichkeiten sicherstellen. So könnte beispielsweise bei einem Stromausfall im Winter in Rockenau die Sängerhalle mit Strom versorgt und damit die Bevölkerung in geheizten Räumen versorgt werden.

Aufgrund der zu erwartenden geringen Laufzeiten des Stromerzeugers entschied sich die Verwaltung für die Beschaffung eines Geräts mit einem EURO-5-Motor. Für einen für rund 11.000 Euro teureren umweltfreundlicheren EURO-6-Motor setzten sich die Stadträte Lothar Jost und Peter Stumpf (beide AGL) sowie SPD-Stadtrat Rolf Schieck ein. Man solle als Verwaltung auch bei vermeintlichen Kleinigkeiten Flagge für den Umweltschutz zeigen, so Jost. Bürgermeister Peter Reichert stimmt zwar grundsätzlich zu, erklärte aber, dass man sich für den EURO-5-Motor entschieden habe, da dieser bei geringer Nutzung “pflegeleichter” sei. Die Lieferzeit für den Stromerzeuger liege bei 12 Monaten, da der Markt mobiler Geräte aufgrund der Corona-Pandemie leer gekauft sei, informierte Lenk.


16.06.20

Lesermeinungen

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Von batschkapp (19.06.20):
@muc:
hier besteht ein Denkfehler. die Feuerwehr, welche am THW gelegen, muss ja bei Hochwasser, wu das THW hilft, nicht gleichzeitig raus weil ein Hochwasser kein Brand ist ?!!

außerdem verstehe ich nicht, was die Corona Pandemie mit solch einem Gerät zu schaffen hat


Von muc-th (17.06.20):
Na dann ist es ja sehr gut, dass das THW - Eberbach bereits über eine mobile Netzersatzanlage mit 70kVA verfügt. Das wurde bei der Entscheidung des Stadtrates sicherlich berücksichtigt.

Von Klara Fall (17.06.20):
Sehr gute Entscheidung, sich so ein Gerät anzuschaffen. Denn die Wahrscheinlichkeit eines blackouts wächst mit jedem neuen Windrad und jeder neu installierten PV Anlage, die einen unsteten flatterhaften Strom ins Netz einspeisen. Und die Gemeinde Eberbach, die Stadtwerke mischen dabei munter mit. Aber in dieser Hinsicht ein gewisses Maß an Selbstreflexion, besonders bei der AGL, zu erwarten, das wäre zuviel verlangt.

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