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Nachrichten > Kultur und Bildung

Wieder mehr Präsenzunterricht


(Foto: Hubert Richter)

(bro) Die Corona-Pandemie hat den Alltag vieler Menschen durcheinander gewirbelt - massiv betroffen sind auch Lehrer und Schüler. Mit dem Shutdown Mitte März mussten die Eberbacher Schulen sich vom Präsenzunterricht verabschieden und neue Wege gehen. Durch die Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg kehrt so langsam wieder ein wenig Normalität in den Schulen ein.

Nachdem über Wochen der Unterricht über diverse Plattformen stattfand, wurden am 4. Mai im Hohenstaufen-Gymnasium (HSG) die Kursstufen 1 und 2 wieder nach Plan beschult. In der Gemeinschaftsschule kamen die Abschlussklassen 9 und 10 wieder in die Unterrichtsräume und in der Dr.-Weiß-Schule, Sonderpädagogisches Bildungs-und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Lernen, die Klassen 8 und 9.

Seit Montag, 15. Juni, dürfen an den Schulen wieder mehr Kinder unterrichtet werden. Am HSG ist jede Klasse an mindestens zwei Tagen in der Woche in geteilten Gruppen im Haus. Die Kursstufe hat regulär an allen Tagen Unterricht. In der Gemeinschaftsschule sind nun auch die Klassen fünf bis acht vor Ort. Die Klassen wurden geteilt, so dass diese Gruppen wochenweise unterrichtet werden können. Durch dieses System hat jeder Schüler bzw. jede Schülerin bis zu den Sommerferien drei Wochen Präsenzunterricht. Der Online-Unterricht geht parallel weiter. In der Dr.-Weiß-Förderschule werden jetzt auch die jahrgangsübergreifenden Klassen 1/2, 2/3, 3/4/5 und 5/6/7 im rollierenden System unterrichtet - eine Woche Präsenzunterricht und eine Woche Fernunterricht.

Auch an der Eberbacher Realschule wurden die Klassen geteilt, und der Unterricht findet in versetzten Zeitfenstern in festen Klassenzimmern mit festen Plätzen statt. In der Regel gibt es für die Schülerinnen und Schüler vier Unterrichtsstunden pro Tag. Gestern fanden an der Realschule die schriftlichen Prüfungen statt, mündliche sind für Ende Juli geplant.

Mit den Corona-Regeln (Hygienemaßnahmen, Abstandsregeln, etc.) kommen die meisten Schüler(innen) den Schulleitungen zufolge gut zurecht. Der Austausch mit anderen Kindern und Jugendlichen hat ihnen in den letzten Wochen gefehlt, so dass die Regeln für sie das kleinere Übel sind. Allerdings müssen die Lehrkräfte auch immer wieder daran erinnern.

An den Schulen gibt es Lehrerinnen bzw. Lehrer, die einer Risikogruppe angehören und deshalb keinen Präsenzunterricht geben können. So fehlen z.B. an der Gemeinschaftsschule 30 Prozent der Lehrkräfte. Diese fertigen weiterhin digitale Aufgabenformate, betreuen online und stehen den Schülern somit zur Verfügung. Zudem unterstützen sie das Kollegium u. a. bei Korrekturen.

Ob es aufgrund der langen Schließung der „echten“ Schule zu Defiziten bei den Schülern kommt, wird sich in der Zukunft zeigen. An der Gemeinschaftsschule konnten laut Schulleiter Udo Geilsdörfer etwa 95 Prozent der Schüler(innen) digital erreicht werden. Alle übrigen wurden mit den entsprechenden Aufgaben in Papierform versorgt. Am HSG habe man laut Schulleiterin Anja Katzner die Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler im Blick. Man möchte umsichtig und gezielt auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingehen - auch im kommenden Schuljahr. Schulleiterin Ursula Schild, Dr.-Weiß-Schule - SBBZ, befürchtet, dass es bei einzelnen Kindern nicht nur bei den Lerninhalten, sondern vor allem auch im sozial-emotionalen Bereich Probleme geben werde.
Für die Zukunft wünscht sie sich mehr Möglichkeiten, digitalen Unterricht anbieten zu können. Hierzu bräuchte man im Schulhaus die entsprechenden Voraussetzungen wie z. B. WLAN. Aber auch alle Schüler(innen) benötigten zuhause die entsprechende Technikausstattung. Geilsdörfer würde sich über eine landesweit einheitliche Schulplattform freuen. Diese sei zwar von Seiten des Landes angedacht, konnte bis jetzt allerdings noch nicht realisiert werden. Weitere digitale Endgeräte wären ebenfalls wünschenswert. Anja Katzner wäre schön mit verlässlichen Rahmenbedingungen zufrieden.

17.06.20

Lesermeinungen

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Von Beobachter (20.06.20):
@ Risiko
Die Coronawelle als Infektion wird auch von einer Welle der Massenhysterie begleitet. Der Staat als Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht und der Begriff der Vorerkrankung wurde bis jetzt sehr weit gefasst.
Es soll sogar strenge Lehrer geben, die gerade deshalb nach Hause geschickt werden. Jüngere Lehrerinnen bekommen ihre Schwangerschaft auch vergoldet. In der sog. Coronakrise gibt es nicht nur Leidtragende, sondern auch Nutznießer. Die verweisen dabei gerne auf die großen Opfer, die sie erbringen.
Die größten Gewinner von Corona scheinen mir aber die Politiker zu sein, die sich als Retter der Menschheit aufspielen und schon einmal die Außerkraftsetzung gewisser Grundrechte und ihren Machtgewinn durchspielen.


Von werneeich (17.06.20):
sowohl der Abi-Jahrgang 2019/20 als auch der ABC-Schützen- und Leselern-Jahrgang 2019/20 werden in die Geschichtsbücher eingehen als die "Corona-Deppen-Generation".

Von Beobachter (17.06.20):
Hurra, wir leben noch!
Schön dass man sich endlich wieder sieht. Die Schulen sind ungefähr so gut drauf wie die Autoindustrie. Der Zug ist abgefahren. Der Finanzminister streut Geld unter die Leute, die Lehrer streuen Noten unter die Schüler. Das Abitur ist ist dieses Jahr weder Porsche noch S-Klasse sondern Kleinwagen.


Von Risiko (17.06.20):
warum können Lehrer mit Vorerkrankung zu Hause bleiben? Jeder normale Arbeiter kann oder darf nicht zu Hause bleiben!

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