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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Pure Freude über 1,2 Millionen


(Foto: Thomas Wilken)

(tom) Unverhofft kommt oft: Vor ein paar Tagen hatten sich Stadtverordnete und -verwaltung noch die Köpfe zerbrochen, wie der Anbau der Kindertagesstätte „Abenteuerland“ finanziert werden könnte. Das müssen sie jetzt nicht mehr. Der anonyme Gönner, der bereits mehrfach Geld für seine Stadt locker machte, zeigt sich dieses Mal besonders spendabel: Er steuert mit 1,2 Millionen Euro 80 Prozent des Gesamtbetrags für den Anbau bei. Dessen komplette Realisierungskosten werden auf 1,5 Millionen Euro veranschlagt.

Beim bisherigen Wettkampf um die zur Verfügung stehenden Fördermittel kam Oberzent nicht aufs Treppchen. Die Bundesmittel für Kindergartenbau waren so schnell anderweitig vergeben, kaum dass man hingeschaut hatte. Von den 92 Millionen hessischen Landesmitteln kommt im Odenwaldkreis eine Million an - es gibt aber geplante Maßnahmen von acht Millionen. Oberzent will auf jeden Fall ein Stück vom Förderkuchen haben - denn dabei handelt es sich um Mittel, „die uns unabhängig von der Finanzierung zustehen“, betont Bürgermeister Christian Kehrer.

Der Rathauschef hatte dem Ehrenbürger der Stadt beim jährlichen Treffen - neben der Vorstellung verschiedener Projekte - die Sorgen um die dringend notwendige Erweiterung der Kindertagesstätte in Beerfelden vorgetragen. Man einigte sich dann auf die Unterstützung des Kita-Ausbaus. „Dieses großzügige und uneigennützige Engagement für unsere Stadt“ bezeichnet der Bürgermeister als eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Der Spender hatte sich bereits vorher mit der Stiftung Jugendförderpreis, bei Spielplatz-Ausstattungen oder dem Erbacher Hospiz in die Gemeinschaft eingebracht. Der generöse Gönner erkannte den dringenden Handlungsbedarf. Er finanziert den Erweiterungsbau einschließlich der erforderlichen Ausstattung. Die Stadt trägt die Kosten der Erschließung, der Außenanlagen und der Parkflächen von etwa 300.000 Euro.

Insbesondere in Beerfelden ist der Bedarf an Kita-Plätzen sehr groß, informiert Kehrer. Aktuell fehlen etwa 45 davon. Dieser Bedarf kann seinen Worten zufolge nur durch eine Erweiterung des „Abenteuerlands“ in der Gammelsbacher Straße und der Schaffung von drei neuen Gruppen gedeckt werden. Die Verwaltung plant einen Anbau auf dem unteren Teil der Freifläche, wo es jetzt noch Parkplätze für den Pferdemarkt gibt.

Der neu errichtete Komplex soll dann mit einem Verbindungsgang an das bestehende Gebäude angeschlossen werden. Die Baumaßnahmen können vonstattengehen, ohne dass der laufende Betrieb gestört wird. Die bisherigen beiden Eingänge lassen sich in der Zeit weiterhin nutzen. Die Planung liegt bereits in der Schublade. Somit können nun die Bauanträge erarbeitet werden. Der Rathauschef hofft bei flottem Fortschritt und einer modularen Bauweise auf eine Realisierung bis zum nächsten Kindergartenjahr 2021/22.

Als erste Anzahlung erhielt die Stadt bereits einen Scheck über eine halbe Million Euro - mit der Auflage, diese Geldmittel exklusiv für den Erweiterungsbau zu verwenden. Kehrer äußerte seine „große Erleichterung“, dieses Projekt nun stemmen zu können und noch finanziell „Luft zum Atmen“ für andere Vorhaben zu haben. Auch müssen jetzt nicht so viele Kredite aufgenommen werden wie ursprünglich befürchtet. Der notwendige Grundstückstausch ging ebenfalls bereits über die Bühne.

Die Rothenberger Planung wird hingegen noch einmal genau unter die Lupe genommen. Hier ist es nicht der Platz-Fehlbedarf, der Sorgen macht, sondern die bauliche Situation der Kita „Himmelsauge“ im ehemaligen Rathaus. Es geht um Ertüchtigung oder Neubau, wobei Kehrer zufolge einiges für eine Neuerrichtung unterhalb der Sporthalle spricht. Denn sonst müsste ein Umbau im Bestand mit allen Unwägbarkeiten eines alten Gebäudes stattfinden. Allerdings hat der Neubau seinen (hohen) Preis: vier Millionen Euro lautet die letzte Schätzung.

16.07.20

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