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Gemeinderat stimmt den Ergebnissen der Forsteinrichtung zu - Neuer Schlepper für den Stadtwald


Im Eberbacher Stadtwald soll künftig weniger Holz geerntet werden. (Foto: Hubert Richter)

(cr) In der öffentlichen Sitzung des Eberbacher Gemeinderats am 30. Juli wurden die Ergebnisse der Forsteinrichtung für den Eberbacher Stadtwald vorgestellt und die neue Zehn-Jahres-Planung beschlossen.

Kreisforstamtsleiter Manfred Robens stellte zusammen mit Joachim Maier von der Stadtförsterei die umfangreichen Bilanz-, Analyse- und Plandaten für 2020 bis 2029 vor, die von den beiden Forsteinrichtern Ulrich Friedhoff und Gheorghe Rus gemeinsam mit dem Eberbacher Forstpersonal in mehrtägigen Begängen des gesamten, rund 3.600 Hektar großen, Stadtwalds erarbeitet wurden. Der Gemeinderat war im Vorfeld bereits am 17. Juli von Martin Köllner (Forstdirektion Freiburg) in das Planwerk eingeführt worden, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Robens betonte, dass die Planung auf der Zielsetzung für den Stadtwald basiere, die der Gemeinderat vorab festgelegt habe. Der Nadelbaumanteil von aktuell 46 Prozent solle in Zukunft auf 40 Prozent schrumpfen, vor allem weil besonders die Baumart Fichte unter dem Klimawandel leidet. Der Hiebssatz, also die Menge an Holz, die jedes Jahr planmäßig geerntet werden soll, wird mit 23.500 Festmetern (Fm) deutlich geringer angesetzt als im vergangenen Zehn-Jahres-Zeitraum. Damals waren zunächst jährlich 27.500 Fm geplant worden. Der Wert wurde aber in der so genannten “Zwischenrevision” nach fünf Jahren auf 25.500 Fm/Jahr reduziert. Die nun erneute Reduktion wird vor allem damit begründet, dass Eichenbestände an Steilhängen extensiver genutzt werden sollen. Insgesamt liege der jährliche Holzzuwachs im Stadtwald laut Manfred Robens höher als die 23.500 Fm. Das sei aber als Puffer für eventuelle weitere Schäden durch Klimaextreme ganz gut. Der Anteil des Schadholzes durch zufällige Einflüsse (Unwetter, Borkenkäfer usw.) sei im Eberbacher Wald zuletzt nicht so stark angestiegen wie anderswo, meinte Robens. Aber der Verbiss durch Wild sei zu stark und behindere den durch den Klimawandel erforderlichen Waldumbau. Hier seien die Förster auf eine gute Zusammenarbeit mit den Jägern angewiesen.

Ein geringerer jährlicher Holzeinschlag bedeutet auch weniger Einnahmen für die Stadt, zumal nun auch die Holzpreise stark gesunken sind. In den vergangenen zehn Jahren habe der Stadtwald im Durchschnitt jährlich immerhin ein Plus von 18.900 Euro erwirtschaftet, und das einschließlich der kostenintensiven Leistungen für die Schutz- und die Erholungsfunktionen. Zumindest für die kommenden zwei Jahre sehe es aber aufgrund der ungünstigen Holzmarktbedingungen nicht gut für die Kostendeckung aus, meinte Robens.

Der Gemeinderat stimmte der Forsteinrichtung einhellig zu. Ein so genanntes “Alt- und Totholzkonzept” mit Waldrefugien und anderen Elementen des Naturschutzes soll noch separat beschlossen werden, vermutlich Anfang 2021.

Einstimmig und ohne jegliche Diskussion wurde auch der Anschaffung eines neuen Forstspezialschleppers für die Stadtförsterei zugestimmt. Die Holzrücke- und Arbeitsmaschine vom Typ “HSM 904 FH kurz” wird von der Hohenloher Spezialmaschinenbau GmbH & Co.KG zum Angebotspreis von gut 371.000 Euro netto geliefert. Es war das einzige eingegangene Angebot nach europaweiter Ausschreibung. Der bisherige neun Jahre alte Schlepper - ebenfalls von HSM - wird im Gegenzug für 118.000 Euro an die Firma zurückgegeben.

09.08.20

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