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Ausgeschiedene Pfarrgemeinderäte verabschiedet


V. l.: PGR-Vorsitzende Karin Heiler, Diakon Joachim Szendzielorz, Pfarrer Christian Wolff sowie die ausgeschiedene Pfarrgemeinderäte: Clemens Jellen, Rainer Münch, Ludwig Müller und Michaela Schäffer (es fehlt: Rita Zieser). (Foto: privat)

(bro) (kh) Den Gedenktag ihrer Namenspatronin, der Heiligen Edith Stein, feierte die katholische Kirchengemeinde Neckartal-Hoher Odenwald, Edith Stein, am Sonntag, 9. August, mit einem gemeinsamen Gottesdienst in St. Johannes Nepomuk in Eberbach. Das Wetter hätte in diesem Jahr perfekt mitgespielt, doch den Hygieneauflagen der Corona-Pandemie geschuldet, konnte dieser nicht am Gedenkstein oberhalb der Wolfsschlucht, dem geographischen Mittelpunkt der Seelsorgeeinheit, stattfinden.

Der junge Priester Christian Wolff, der gerade ein paar Tage im heimatlichen Eberbach verbringt, bevor er im September seine neue Stelle als Pfarrer der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen antritt, zelebrierte gemeinsam mit Diakon Joachim Szendzielorz die Heilige Messe. Feierlich musikalisch umrahmt wurde diese von der Sopranistin Magdalena Zgela und Organistin Birgit Weidenhammer.

Gleich zu Beginn des Gottesdienstes überbrachte Diakon Szendzielorz Grüße von Pfarrer Pavo Ivkic aus seinem Heimaturlaub in Kroatien an die gesamte Gemeinde und ganz besonders an die ausgeschiedenen Pfarrgemeinderäte - verbunden mit seinem Dank für ihr Engagement für die Kirchengemeinde.

In seiner Ansprache betrachtete Diakon Szendzielorz anhand eines Bildes aus dem Jahr 1920 den Lebens- und Glaubensweg der jungen Edith Stein, die 1891 in Breslau als Tochter einer jüdisch-orthodoxen Familie geboren wurde. Das Foto wurde zwei Jahre vor ihrer Bekehrung zum Christentum aufgenommen. Edith Stein war zu diesem Zeitpunkt schon eine promovierte Philosophin, eine Frau voll Scharfsinn und erfüllt von großem Hunger nach dem Sinn des Lebens und des wahren Glaubens. „Mensch, wo ist dein Glaube?“ - diese Frage, die Jesus schon dem zweifelnden Petrus stellte, richtet sich an alle Christinnen und Christen. Auch Edith Stein hörte diese Frage sicherlich oft im Innern ihrer Seele und beschäftige sich intensiv mit ihr. Schließlich legte sie das Zeugnis ihres Glaubens an Jesus Christus ab, konvertierte vom Judentum zum Christentum und ließ sich im Jahr 1922 taufen. Inspiriert von der Lektüre der Autobiographie der Heiligen Teresa von Avila beschloss Edith Stein, selbst Karmelitin zu werden. Sie trat in ein Kloster ein und nahm den Klosternamen Schwester Teresia Benedicta a Cruce an. In diesem Kreuz Jesu Christi fand Edith Stein die Erfüllung ihres Glaubens. Für ihren Glauben, für ihr jüdisches Volk und für das Christentum wurde sie in der Zeit des Nationalsozialismus als Widerstandskämpferin zum Opfer des Holocaust. Nach ihrer Deportation wurde Edith Stein, die als Brückenbauerin zwischen Judentum und Christentum gilt, am 9. August 1942 im KZ Auschwitz in der Gaskammer hingerichtet. Am 11. Oktober 1998 folgte der die Heiligsprechung (Seligsprechung 1987) von Edith Stein durch Papst Johannes Paul II. Seit 1999 ist sie neben Birgitta und Katharina von Siena auch Schutzpatronin von Europa.

Am Ende des feierlichen Gottesdienstes galt es dann, die ausgeschiedenen Pfarrgemeinderäte, die sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatten, zu verabschieden. Dies waren Rainer Münch und Michaela Schäffer (St. Johannes Nepomuk, Eberbach), Ludwig Müller und Clemens Jellen (St. Afra, Neckargerach) und Rita Zieser (St. Maria, Waldbrunn).

Diakon Joachim Szendzielorz und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Karin Heiler dankten den Ausgeschiedenen auch im Namen von Pfarrer Pavo Ivkic sowie der gesamten Kirchengemeinde und des Pfarrgemeinderates für ihr bisheriges Engagement im Pfarrgemeinderat und vielen weiteren Gremien und Gruppierungen.

Besonderer Dank galt ihnen für die Bereitschaft, Verantwortung für die gesamte Seelsorgeeinheit zu übernehmen und sich insbesondere im ersten gemeinsamen Pfarrgemeinderat in den letzten fünf Jahren für das Zusammenwachsen der vier Pfarreien zu einer Gemeinschaft einzusetzen- Keine einfache Aufgabe, wie PGR-Vorsitzende Heiler bestätigte. Galt es doch immer wieder, Interessen, Besonderheiten und Traditionen der einzelnen Gemeinden zu berücksichtigen, abzuwägen und dabei den Blick für die gesamte Seelsorgeeinheit nicht zu verlieren.
Alle Ausgeschiedenen haben viel Zeit und Kraft für die Arbeit im Pfarrgemeinderat investiert zum Wohle der gesamten Kirchengemeinde. Teilweise über viele Jahre haben sie wichtige Fragen mitberaten und sich stets für eine lebendige Kirche vor Ort eingesetzt.

Mit einem „Vergelt´s Gott“ und den besten Wünschen für die Zukunft sowie der Bitte, sich auch weiterhin aktiv in der Kirchengemeinde Neckartal-Hoher Odenwald, Edith Stein, einzubringen und die verschiedenen Gruppierungen wie bisher nach Kräften zu unterstützen, wurden die ausgeschiedenen Pfarrgemeinderäte aus ihrer Pflicht entlassen. Michaela Schäffer, die Eberbach verlassen wird, wünschte Heiler einen guten Neustart an ihrem neuen Wohnort in Italien. Allen Verabschiedeten wünschte die PGR-Vorsitzende, dass das Präsent der Kirchengemeinde ihnen immer wieder ein schönes Licht schenken und sie positiv an ihre Zeit im Pfarrgemeinderat erinnern möge.

Mit einem Applaus bedankten sich die Gottesdienstbesucher bei den Ausgeschiedenen für ihr Engagement.

24.08.20

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