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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Bundestagsabgeordnete und Fachleute sprachen über erneuerbaren Wohlstand


(Foto: Hubert Richter)

(hr) Die SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Lars Castellucci und Dr. Matthias Miersch diskutierten am vergangenen Mittwoch, 23. September, im evangelischen Gemeindehaus am Leopoldsplatz in Eberbach mit Fachleuten und Gästen über Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels

“Erneuerbarer Wohlstand” lautete der Titel des Diskussionsabends in der Reihe “SPD-Fraktion im Dialog”. Nach der Begrüßung durch den Eberbacher SPD-Vorsitzenden Jan-Peter Röderer (unser Bild) führte Lars Castellucci ins Thema ein: Sicher, sauber, bezahlbar und möglichst lokal sollte die Energie der Zukunft sein. Matthias Miersch, stellv. SPD-Fraktionsvorsitzender für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Tourismus, zeigte sich skeptisch, ob die Menschheit insgesamt die Begrenzung der Klimaerwärmung hinbekommt, denn es stecke enormer politischer und sozialer “Sprengstoff” in dem Thema. Es gehe aber nur gemeinsam, und es brauche dafür einen starken Staat, der das steuert.
Line Niedeggen von “Fridays for Future” Heidelberg kritisierte, dass es im Klimaschutz viel zu langsam voran gehe, gute Konzepte durch Lobbyismus ausgebremst würden und die CDU vor Veränderungen zurückschrecke aus Angst, Wähler zu verlieren.
Prof. Dr. Harald Thorwarth von der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg warnte davor, die Bemühungen nur auf erneuerbare Stromerzeugung zu konzentrieren. Energiewende bedeute einen Umbau des kompletten Energiesystems, also Strom, Mobilität und Wärme. Über 60 Prozent der Primärenergie komme immer noch aus fossilen Brennstoffen. Er vermisse immer noch einen Plan, wie man zeitnah davon wegkommen wolle, so Thorwarth.
Der energiepolitische Sprecher der hessischen SPD-Landtagsfraktion und Vizepräsident von Eurosolar e.V., Stephan Grüger, bekannte sich zu seinem Kampf für die Energiewende seit den frühen 1980er Jahren. Damals sei er mitunter noch als “hirnloser Spinner” bezeichnet worden, immerhin sei das Thema inzwischen in der Gesellschaft angekommen. Für einen zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien seien die bürokratischen Hürden zu hoch, so Grüger.
Mit auf dem Podium war auch Andrea Molkenthin-Kessler vom “Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz der NABU- und BUND-Landesverbände Baden-Württemberg”, die den Konflikt ansprach zwischen genereller Zustimmung zur Energiewende und der Ablehnung von Stromerzeugungsanlagen vor Ort (“Windkraft ja, aber nicht bei uns!”).

Im Anschluss an die Podiumsbeiträge gab es für die gut 30 Gäste noch Gelegenheit zu Fragen und Diskussion. Dr. Matthias Miersch bekräftigte dabei seine Meinung, dass die Kommunen vor Ort viel für die Energiewende tun könnten und nicht auf Bund und Länder warten sollten. Line Niedeggen erinnerte an die Verantwortung der Wohlstandsländer für das Weltklima.

26.09.20

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