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Mit dem Closet Blues in die Pause


Das Quartett mit Olaf Schönborn, Allen Blairman, Gerd Mayer-Mendez und Bernhard Sperrfechter (v.l.) bot Spitzen-Jazz. (Foto:Uhrig)

(hr) (ra) Der Badhaus-Keller war gestern abend voll bis in den letzten Gewölbewinkel und die Reihe "Mardi Jam" konnte mit einer Vorstellung der Extraklasse aufwarten. Das Quartett um Gastgeber Bernhard Sperrfechter spielte superb, allein einige Redebedürftige trübten bisweilen den Genuss.
Woran liegt es, wenn man das Gefühl hat, dass der gerade gehörte Jazz doch merklich besser klingt als das Durchschnittsspiel so mancher Ad-hoc-Combo? War es die Duoerfahrung, die Bernhard Sperrfechter (Gitarre) und Gerd Mayer-Mendez (Bass) von gemeinsamen CD-Produktionen mitbringen? War es das eloquente und fantasievolle Saxofonspiel des Ludwigshafeners Olaf Schönborn, dessen Soli sich nie verkrampften, sondern trotz aller Leichtigkeit eine musikalische Konsequenz ausstrahlten, wie sie nur erfahrene Profis beherrschen? Oder lag der Schlüssel doch in den Händen des Drummers Allen Blairman, der immer präsent agierte und sich auch körperlich auf das engste an den Kontrabass heranwagte und damit eine Synchronisation der musikalischen Abläufe sicherstellte, die namentlich in schnellen Passagen keine Wünsche offen ließ? Wenn er zudem über ein qualitativ hervorragendes Equipment verfügte, so fällt dies wohl unter die Rubrik "Selbstverständliches".
Die heißeren Nummern, etwa von Horace Silver, gründeten auf halsbrecherischen Bassläufen, die keinen Vergleich zu scheuen brauchen. Wurde das Saxofon ausschließlich vom Drummer begleitet, reagierten die beiden Solisten aufeinander, als hätten sie nie mit einem anderen Partner gespielt. Bernhard Sperrfechter steuerte neben gediegenem Gitarrenspiel launige Ansagen bei, Blairman spielte Schlagzeug auf Backen und Mund. Musikalische Zitate, etwa aus den "Flintstones", oder die lustigen Titel einiger Nummern taten ein übriges, um die Publikumslaune hochzuhalten. Freilich gingen die Assoziationen etwa beim "Closet Blues" kurz vor der Pause in die Irre, wie der Ansager kenntnisreich erläuterte. Leider schien die Motivation einiger Hörer mehr den kulinarischen und gesellschaftlichen Aspekten als dem Jazz zu gelten, was schade war, ging doch so manches wohl ausgefeilte Detail im Hintergrundgeplapper unter, allerdings sollte man als mildernden Umstand gelten lassen, dass Charlies Speisen und das Ambiente im Badhauskeller von eigener Attraktivität sind, so dass die Musiker durchaus gutgelaunt und trotz mitternächtlicher Stunde erst nach zwei Zugaben entlassen werden konnten.

12.03.03

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