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Hospizdienst hilft Menschen, in Würde zu sterben

(bro) (ab) Am Dienstag, 18. März, hielt Urte Bejick, Verantwortliche für Hospizarbeit, Diakonie Baden, ein Rererat über die Wichtigkeit des Hospizdienstes. Hospize lassen sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Mit Beginn der Neuzeit wurden diese Hospize zurückgedrängt. Die verstärkte medizinische Erkenntnis rückte immer mehr ins Zentrum der Kranken- und Sterbendenversorgung. Erst 1967 wurde die alte Idee der ganzheitlichen Begleitung Schwerkranker und Sterbender durch eine englische Medizinstudentin wieder ins Leben gerufen. Für ihre Forschungszwecke gründete sie ein Hospiz, in dem Schwerkranke medizinisch, pflegerisch, schmerzlindernd und geistlich versorgt wurden. In den 80er Jahren fasste der Hospizdienst immer stärker auch in Deutschland Fuß. Gründe für diese Wiederentdeckung war die Erkenntnis der Grenzen der medizinischen Fortschritte und der negativen Folgen einer Apparatemedizin. Urte Bejick führte weiter aus, dass inzwischen Hospiz zum Sammelbegriff geworden ist für ambulante, ehrenamtliche Hospizgruppen, stationäre Hospizhäuser, Palliativstationen zur Schmerzbekämpfung bei Schwerkranken und Sterbenden, für Sitzwachengruppen und Trauergruppen für Kinder, Witwen, Angehörige und Eltern. Schmerzbekämpfung ist ein wichtiger Beitrag dieser Initiativen, berichtete Urte Bejick weiter. Schmerz hat viele Gesichter. Es geht es in der Schmerzbekämpfung längst nicht mehr nur um das körperlichen Empfinden und um medizinisches Bekämpfen von Schmerzen, sondern auch um den seelischen Schmerz, den ein Sterbender aushalten muss (Isolation von der Außenwelt, Zweifel am Glauben, etc.). Hier können die vielen ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter/innen enorm "schmerzlindernd" sein, denn sie durchbrechen durch ihre Besuche die soziale Isolation. Sie bringen neue Lebensqualität für den Sterbenden. Die Wünsche, Bedürfnisse und Rechte des Sterbenden und ihrer Angehörigen stehen im Mittelpunkt. Manchmal brauchen Angehörige mehr Begleitung und Gespräch, weil z. B. der Schwerkranke oder Sterbende längst ja gesagt hat zu seiner Situation, nicht aber seine Angehörigen, oder diese brauchen einfach nur zeitliche Entlastung. Darüber hinaus wird das soziale Netz, wo möglich und nötig, aktiviert bzw. die pflegerisch sozial-helfenden Institutionen am Ort mobilisiert. Abschließend erläuterte die Referentin, dass für die Ehrenamtlichen eine solide Ausbildung Voraussetzung ist, um zu Hause, in Pflegeheimen oder im Krankenhaus umsichtig, sensibel und helfend begleiten zu können. Urte Bejick ermutigte am Schluss, sich zu überlegen, ob nicht die Ausbildung des Hospizdienstes eine wichtige neue Erfahrung und wertvolle Bereicherung für sich und andere Menschen wäre. Am 29. April findet um 20 Uhr ein Interessententreff im evangelischen Gemeindehaus in Eberbach statt.

21.03.03

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