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Gevatter Tod - Ein Märchen nach den Gebrüder Grimm

(bro) (ab) Am Dienstag, 25.März, brachte Christel Johanne Witte auf Einladung der ökumenischen Hospizgruppe, unterstützt vom Kulturamt, das Stück "Gevatter Tod" von den Gebrüder Grimm als Figurentheater auf die Bühne. Dieses ungewöhnliche Stück handelt von dem unausweichlichen Tod. Niemand kann sich ihm entziehen, denn vor Gevatter Tod sind alle gleich.
Der Tod holt jeden, den nach Leben Gierigen, den Alten, den Armen und Reichen und schließlich auch den Jüngling, dem der Tod als dessen Pate zuvor erst selbst zur Karriere als berühmten Arzt verholfen hatte. Er umtanzt ihn, küsst ihn sanft, verschlingt ihn förmlich mit seinem wallenden Gewand und löscht sein Lebenslicht. Übrig bleibt eine brennendes Todeslicht an dessen Grab. Mit melancholischem Klang verschwindet der Tod und seine Spielerin im Dunkel des Raumes. Mit Tonmasken, wenigen Worten aber treffenden Symbolen und leisen, einprägsamen Klängen erweckt Christel Johanne Witte die Figuren zum Leben und gestaltet die Lebenssituationen des Märchens "Gevatter Tod" aus: die kraftlosen Laute untermalen die Verzweiflung des armen Vaters, der für sein 13. Kind keinen Paten findet. Schleichend und mit unangenehmer Stimme vertont sie den Auftritt des Todes, den der Vater schließlich zum Paten für sein Kind nimmt, "denn bei dem sind alle gleich". Zart und werbend tritt der Tod auf, als er dem 13. Kind, jetzt als Jüngling, symbolisiert mit der schmalen, jungenhaften Maske, zur Arztkarriere verhilft - hart und klar, als er diesem die Spielregeln erklärt. Er lehrt ihn die Kunst, zu erkennen, ob ein Kranker überleben oder sterben wird, je nach dem, ob der Tod am Fuß oder Kopf des Erkrankten steht. Doch er, der Tod selbst, entscheidet über Hoffnung oder Ende. Der junge Arzt spielt mit bis der König, Vater der vom Arzt verehrten Tochter, im Sterben liegt. Er überlistet den Tod und befreit den König aus den Klauen des Todes. Dieses eine Mal verzeiht ihm der Tod, doch kein zweites Mal: als der Arzt auch die Tochter des Königs dem Tod entreißt und selbst die Krone aufs Haupt gesetzt bekommt, ist es für ihn selbst zu spät. Der Tod nimmt auch ihn. Witte, die in Stuttgart Figurentheater studierte, inszeniert dieses Märchen von der Unausweichlichkeit des Todes sehr persönlich und engagiert. Immer wieder fügt sie schlichte Kinderlieder und -verse zum Thema ein wie "Ene, mene miste, es rappelt in der Kiste... und du bist weg". Sie entlässt damit nachdenkliche Jugendliche und Erwachsene mit der Frage: Und wen holt der Tod wohl als nächstes, denn unausweichlich ist.
Wer sich persönlich und intensiver mit der Thematik auseinandersetzen will und die Begleitung Schwerkranker und Sterbender lernen möchte, ist zum Vortreffen aller an einer Hospizausbildung Interessierter am Dienstag, 29. April, um 20 Uhr ins evangelische Gemeindehaus eingeladen.



30.03.03

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