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Milbenerkrankung löscht 80 Prozent der Bienenvölker aus


Auch hier kann Imker Rainer Olbert seine Bienenvölker abschreiben. Die toten Insekten rieseln regelrecht aus den Kästen (Fotos:Claussen)

(jc) (ro)Redakteur Jens Claussen besuchte in dieser Woche den 1.Vorsitzenden des Bezirksimkervereins Eberbach e.V., Rainer Olbert, um sich vor Ort ein Bild über die verheerenden Bienenverluste 2002/2003 zu verschaffen. Nahezu 80 Prozent der Bienenvölker im Ittertal sind nach Angaben des Vereinsvorsitzenden in dessen Bestand bis jetzt eingegangen. Wie viele Verluste noch folgen bestimme die Witterung während der Frühjahrsblüte. Der finanzielle Schaden durch den Verlust der Bienenvölker beziffert allein dieser Imker bereits mit einigen tausend Euro, das Ausbleiben der Honigernte komme noch hinzu. Da die Völker im Frühjahr, mit etwa. 10000 Insekten pro Volk für die Bestäubung verantwortlich sind, sei das Völkersterben für die Natur sowie für einen Großteil heimischer Kulturpflanzen noch weitaus gravierender.
Die Bienenverluste seien regional sehr unterschiedlich und schwankten zwischen 5 und 100 Prozent.
"Der Markt für Bienenvölker ist nicht nur deutlich in die Hohe geschnellt - er ist leergefegt. Es gibt kaum noch Völker zu kaufen", so Rainer Olbert weiter.
Die Ursachen für das Bienensterben sind komplex:
Der frühe Brutbeginn in 2002 begünstigte die Varroatose, eine Milbenerkrankung welche primär die Bienenbrut schädigt und sich explosionsartig vermehrt. Eine Milbe im Frühjahr bedeutet 400 Milben im Herbst und schließlich der Tod des Volkes. Die Milbe wurde in den 80 er Jahren durch Bienenimporte aus Asien eingeschleppt. Da die Milben auch Bienen aussaugen häufen sich Sekundärerkrankungen wie Bakterien und Vieren. In diesem Jahr wurde zum ersten mal der Kaschmir Bienen Virus (KBV) festgestellt. Bis dato war Europa vom KBV verschont aber es wird angenommen, dass auch hier infizierte Bienen die Krankheit nach Deutschland gebracht haben.
"Frankreich und England haben bereits Einfuhrsperren verhängt, wir leider noch nicht" beklagt sich der Nebenerwerbs- Imker. Eine weitere Belastung für die Bienenvölker war im letzten Jahr die zu lange anhaltende Honigernte. Während normalerweise die Honigernte im Juli beendet ist, konnten die Bienen in 2002 bis im Oktober ernten. Da der späte Waldhonig zur Überwinterung des Bienenvolkes denkbar ungeeignet ist, wurden die abgearbeiteten Völker zusätzlich geschwächt.
Abschließend griff Rainer Olbert noch auf ein altes Sprichwort der Heideimker zurück: "Man braucht eine Ernte im Eimer, eine Ernte im Volk und eine Ernte auf dem Konto" Die Ernte im Volk könne man dieses Jahr abhaken, aber mit dem Rest, das sei sicher, würden wieder neue Völker aufgebaut.
Wer mehr über Honig und Bienen erfahren möchte, kann sich auf der Jahreshauptversammlung des Bezirksimkervereins Eberbach am Freitag, 25. April um 19.30 Uhr in der Gaststätte Kühler Krug informieren.


12.04.03

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