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Sonderausstellung über die Klassische Antike im Eberbacher Stadtbild


Prof. Dr. Reinhard Stupperich und Bürgermeisterstellvertreter Hermann Bussemer eröffneten die Sonderausstellung im Museum der Stadt Eberbach. Rechts im Bild Dr. Klaus Eichner, Leiter des Eberbacher Museumsvereins e.V. (Fotos: Böhm)

(ub) Im Museum der Stadt Eberbach eröffnete Hermann Bussemer vor über 50 Besuchern eine sehenswerte Sonderausstellung zum Thema "Klassische Antike im Stadtbild von Eberbach". Bürgermeisterstellvertreter Bussemer dankte dem Museumsverein, der es immer wieder verstünde, mit interessanten Ausstellungen aufzuwarten und wünschte der Ausstellung einen guten Verlauf.
Dr. Klaus Eichner, Leiter des Eberbacher Museumsvereins e.V., beschreibt die Ausstellung als die Suche nach Schönem und Antikem in Eberbach. Über eineinhalb Jahre habe Prof. Dr. Reinhard Stupperich mit seinem Team diese, von Günter Lispski initiierte, Sonderausstellung vorbereitet. Alles, was man an Architektur im Alltag nur noch beiläufig beachtet, habe Stupperich in Digitalbildern dokumentiert. Oft war er mit dem Fahrrad in Eberbach unterwegs, um auch entlegene oder überbaute Bauwerke, wie die "Steinerne Brücke" in Eberbach- Nord, in Bildern für die Nachwelt zu erhalten. Die Ausstellung diene als Anregung für alle Interessierten, die noch nicht vollendete Ausstellung mit eigenem Bildmaterial zu vervollständigen.
Mit viel Liebe zum Detail hat Prof. Dr. Stupperich in der mittelalterlichen Stauferstadt Eberbach die Architektur antiker Bauwerke mit den Baustilen der heutigen Zeit untersucht.
Die im 13. Jahrhundert gegründete Stadt beeindruckt auch heute noch durch seine Stadtmauern und Stadttürme. Die vielen mittelalterlichen Fachwerkhäuser und die Burganlage weisen zunächst nicht auf die antike Bauweise der Griechen, die auch den Römern als Vorbild diente, hin. Durch einige Funde römischer Keramik und Münzen sowie einigen bronzenen Fibeln ist Eberbach als römische Siedlungsstelle ausgewiesen, die als Nachschubposten für den Limes diente. In unmittelbarer Nähe des Odenwald-Limes liegend gab es in sogar ein kleines Eberbacher Limeskastell namens "Kastell Zwing" auf Gemarkung Badisch- Schöllenbach . Auch die rechtwinklige Straßenführung erinnere in Eberbach an antike Stadtgründungskonzepte. In der Stauferzeit und im 19. Jahrhundert, so Stupperich, haben die Baumeister auch in Eberbach oft auf die Antike zurückgegriffen.
Die Ausstellung soll auf die vielen Eberbacher Antikenmotive aufmerksam machen, die durch die sogenannte "Antikenrezeption" entstanden sind. Bei der Antikenrezeption werden antike Elemente in Bauwerken und Skulpturen bewusst in neuere Werke übernommen. Einzelne Bauteile und Bauprinzipien wie Säulen, Pfeiler, Giebel, Formen der Dachgesimse, bogenförmige und rechteckige Fenster und die Form der Toreinfassungen lassen den Rückgriff auf die Antike erkennen.
Pointiert und humorvoll charakterisiert Stupperich auch die heutigen "Konsumtempel" wie Aldi und Lidl und auch Autohäuser als wertvolle neue Bausubstanz, die sich mit ihrer Bauweise oft an antiken Vorbildern orientieren. "Sie sollten nicht alles so ernst nehmen, was ich hier gemacht habe", rät Stupperich den Besuchern auch im Hinblick auf den "Limesturm" auf dem Ohrsberg.
Ergänzend zeigt die Sonderausstellung auch Möbel, Geschirr, Uhren und Tafelsilber und Abgüsse antiker Skulpturen. Stupperich erläutert, dass die Kurpfalz schon im 18. Jahrhundert führend in der Archäologie war und Kurfürst Carl Theodor alle römischen Funde ins Antiquarium des Mannheimer Schlosses bringen ließ. Graf Franz I. von Erbach zu Erbach eiferte dem Kurfürsten nach und brachte die Funde vom Limeskastell Zwing ins Schloß Erbach.
Die Sonderausstellung "Klassische Antike im Stadtbild von Eberbach" wird im Museum der Stadt Eberbach von Juni bis Oktober 2003 gezeigt. Öffnungszeiten sind Dienstag und Freitag von 15 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr sowie nach Voranmeldung unter 06271-1664.


14.06.03

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