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Auch in Eberbach schlummert das Elend oft im Verborgenen


AWO-Stellvertreter Roman Krawczyk mit den Geehrten Hans Dahlke, Emma Tomasetti, Vorsitzender Günther Ihrig und Gattin Ute Ihrig sowie Kreisvorsitzender Gerhard Wacker. Im Bild oben Günther Ihrig und Gerhard Wacker. Rüdiger Freund informierte über den Schutz vor Trickdieben. (Fotos:Böhm)

(ub) Der 150 Mitglieder starke Verein der Eberbacher Arbeiterwohlfahrt lud Mitglieder und Freunde zur Jahreshauptversammlung ins Gasthaus "Marienhöhe" ein.
Über 30 Interessierte folgten der Einladung und ließen mit dem Rechenschaftsbericht ihres Vorsitzenden Günther Ihrig die Aktivitäten und Erfolge des vergangenen Jahres Revue passieren. Neben einer Fahrt ins Elsaß und der alljährlichen arbeitsintensiven AWO-Ferientreff-Aktion für 97 daheimgebliebene Kinder, war ein weiterer Höhepunkt der seit 38 Jahren stattfindende Seniorennachmittag in der Stadthalle. Auch die Weihnachtspäckchen-Aktion für Bedürftige sei notwendiger als je zuvor, so Ihrig weiter. Besonders hob Ihrig in seinem Bericht die erfolgreiche AWO- Sammelaktion hervor, bei der die Spenden der Firmen deutlich zunahmen. Die AWO leistet viel und bietet umfangreiche Hilfen an. Bedauerlich sei seit der Einstellung der mobilen Dienste und des "Essen auf Rädern" zum 31. März auch die Reduzierung der Zivildienststellen seit Anfang des Jahres auf die Hälfte des bisherigen Personals. Neben einer steigenden Zahl individueller Zuwendungen, die ergänzend zu den Leistungen des Sozialamtes gewährt werden, gewähre die AWO auch Hilfe für ratsuchende Bürger bei Behördengängen. Elend gäbe es in Eberbach genug, so Ihrig, es schlummere oft im Verborgenen und es sei ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Ihrig richtet seinen Appell an die Politiker, die nicht die Armen in der Gesellschaft vergessen sollten. Arme, die keine Lobby haben und sich nicht selbst durchsetzen könnten. Das diesjährige AWO-Programm sieht zahlreiche Aktivitäten vor. Eine Busfahrt, ein Besuch der Eberbacher Zeitung, des Kreiskrankenhauses, der Polizei, ein Kindernachmittag bei den Jägern und Go-Kart-fahren sind vorgesehen. Nach der Auflösung der AWO-Geschäftsstelle sei es erfreulich, dass man mit Hilfe der Stadt Eberbach eine neue Räumlichkeit in der Friedrich-Ebert-Str. 6 gefunden habe.
Nach dem Finanzbericht von Ute Ihrig wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Neuwahlen finden turnusgemäß im nächsten Jahr statt.
AWO- Kreisvorsitzender Gerhard Wacker lobte Ihrig als "Motor des Ortsverbandes" und sprach ihm seinen besonderen Dank für sein teamorientiertes Denken aus. Ihrig , seit 1989 Vorsitzender des AWO Ortsvereins Eberbach, wurde von Wacker mit einer Ehrenurkunde und einer silbernen Ehrennadel für 25jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Ebenfalls geehrt wurde Gattin Ute Ihrig, die bereits vor ihrer Mitgliedschaft die Kassenführung der AWO übernommen hat. Auch Emma Tomasetti, die der stellvertretende Vorsitzende Roman Krawczyk als "eine Person, die man mit der AWO identifiziert" bezeichnete und Hans Dahlke, Beisitzer im Vorstand,von 1986 bis 1990 Mitglied im Kreisvorstand und mit den vielfältigen Aufgaben der AWO bestens vertraut, wurden für das silberne Jubiläum geehrt. Weitere Ehrungen werden für das 40jährige Jubiläum von Altstadtrat Heinrich Seib und das 25jährige Jubiläum von Ruth Veith und Prof. Dr. Wolfgang Oevenscheidt noch stattfinden. Wacker betonte, dass die AWO Solidarität nach außen und nach innen lebt. Die kreisweite Schließung der mobilen Sozialdienste aus finanziellen Erwägungen sieht er mit Besorgnis. Hohe soziale Ansprüche bleiben mit dieser Entwicklung oft auf der Strecke. Abstriche und Rückschritte sieht er auch mit dem Reformpaket AGENDA 2010, das nicht geeignet sei, um als AWO damit zufrieden zu sein. Wacker meinte, die AWO nähme aber ihre Wächterfunktion wahr und sorge sich auch weiterhin um die sozial Schwachen. Jeder solle sich auch in Eberbach zu diesem Thema einmischen. Die AWO fordere einen sozial gerechten Staat, in dem Begriffe wie Sozialstaat noch gelten und nicht mit Füßen getreten werden.
Zum Abschluss der diesjährigen Hauptversammlung plauderte Kriminalhauptkommissar Rüdiger Freund von der Kriminalpolizei Eberbach aus dem Nähkästchen und schilderte wertvolle Beispiele aus dem Polizeialltag. Zahlreiche Tricks beherrschen Gauner, die bei Haustürgeschäften oder mit Trick- und Taschendiebstählen oft genug die Gutmütigkeit der Mitbürger ausnutzten. Auch EC-Kartenbetrügereien, falsche Gewinnbenachrichtigungen mit Rückruf über 0190er Telefonnummern und teure Faxabrufe gehören zum Repertoire der Trickdiebe. Die Deutsche Telekom AG sperre für 5 Euro unerwünschte 0190er Nummern, so Freund. Ganz leicht bewege man sich zwischen Betrug und Diebstahl. Ein gesundes Misstrauen sei gegenüber Fremden angebracht, um nicht sein Hab und Gut zu verlieren.

15.06.03

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