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Naturschutzbund Eberbach unterstützt Renaturierung im Wulfener Bruch


NABU-Gruppe aus Eberbach zu Besuch in Köthen, neugierige Rinder als Fotomodell. (Fotos:privat)

(bro) (hru) Die Wende machte es möglich. Junge Köthener Naturfreunde, schon zur DDR-Zeit im Naturschutz aktiv, nutzten die neue Freiheit. Sie gründeten eine NABU-Kreisgruppe und machten sich an die Arbeit. Ihr erklärtes, großes Ziel: Renaturierung im Wulfener Bruch. Ein ca. 2.000 Hektar großes ehemaliges Feuchtgebiet des Elbe-Urstromtals, heute im Biosphärenreservat Mittlere Elbe, nördlich von Köthen / Sachsen-Anhalt, gelegen.
Der Ruf nach Unterstützung des Projekts erreichte 1997 auch den NABU Eberbach. Die Schutzkonzeption überzeugte schnell und eine erste finanzielle Hilfe erfolgte alsbald. Der Beistand zur schweren Anfangszeit stärkte aber auch die Motivation, wie die Köthener noch heute dankbar bemerken. Eine Besuchergruppe aus Eberbach unter Max Schulz konnte sich dieser Tage selbst ein Bild von Land und Leuten dort machen.
Landwirtschaftliche Erschließungsmaßnahmen schon früh im 18.Jahrhundert bis vor wenigen Jahren, insbesondere Entwässerungen und Umwandlungen von Wiesen zu Äckern, veränderten das einst reiche Tier- und Pflanzenleben auf das nachhaltigste. Brutvögel, wie Zwergschnepfe, Rotschenkel, Stelzenläufer oder Pfeifente, um nur einige zu nennen, sind längst verschwunden.
Schließlich wurden 1983 und 1990 ca. 430 Hektar Wiesen zum Naturschutzgebiet (NSG) erklärt. Diese Größe darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Brutvogelbestand dort relativ gering ist, wenngleich das NSG Bedeutung als Nahrungsplatz für bestandsgefährdete Arten der Nachbarschaft hat und als Zug-Rastplatz und Überwinterungsgebiet von überregionaler Wertigkeit ist.
Leider ist das geschützte Areal durch eine ca. 110 Hektar große landwirtschaftlich genutzte Fläche zweigeteilt. Ein weiterer Nachteil für Brutvögel im NSG: Ab 15.6. werden die Wiesen innerhalb von Tagen gemäht. Eine sinnvolle Nutzung des Mähguts bleibt weitgehend aus. Die Kosten werden von teurem EU-Geld bezahlt.
Durch Landkauf und Verhandlungen mit Behörden und Landwirten versucht der NABU Köthen zäh Einfluss auf die künftige Entwicklung im Wulfener Bruch zu nehmen und die Naturausstattung Zug um Zug zu verbessern.
Die bisherigen Erfolge können sich sehen lassen. 87 Hektar Land wurde aufgekauft. Darin werden zur Zeit 65 Hektar naturschutzgerecht extensiv beweidet. Die halbwild gehaltenen Weidetiere, zur Zeit 30 Heckrinder und drei Przewalski-Pferde mit Aussicht auf Nachwuchs, leben das ganze Jahr auf den Flächen. Partner und Geldgeber, wie die Deutsche Umwelthilfe, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt oder das Vogelschutz-Komitee unterstreichen die Bedeutung des Projekts. Zusammenführung der beiden NSG-Teile, Landkauf und Vernässungen der Wiesen sind weitere Ziele.
Wer den richtungsweisenden Naturschutz in Köthen unterstützen möchte, kann dies auch über den NABU Eberbach tun. Die Kontonummer bei der Volksbank Neckartal lautet 200 764 02, die Bankleitzahl 672 917 00. Spendenbescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt. Auskunft gibt Max Schulz, Tel. (06274) 6944.

17.06.03

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