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Lebensraum für Jungfische geschaffen


Die Fischkinderstube aus Richtung Zwingenberg gesehen und die Pflanzung der letzten Bäume mit u.a. Wilfried Helm (Tiefbau, 4.v.l.), BM Peter Kirchesch (5.v.l.) und Dipl.-Ing. Walter Simon(6.v.l) sowie Zwingenberger Gemeinderäten. (Fotos:Baumgartner)

(tb) Mit dem Pflanzen des letzten Baumes auf einer kleinen Insel wurde am vergangenen Freitag in Zwingenberg die "Fischkinderstube Zwingenberg" am Neckar eingeweiht. Bürgermeister Peter Kirchesch konnte hierzu neben den Gemeinderäten und interessierten Mitbürgern auch Dipl.-Ing. Walter Simon vom Ingenieurbüro für Umweltplanung und die ausführende Firma Helm begrüßen. Die Fischkinderstube ist eine Maßnahme aus dem IKoNE-Programm, das unter anderem die Verbesserung des ökologischen Zustandes des Neckars zum Ziel hat. Die Maßnahme soll gleichzeitig den naturschutzrechtlich notwendigen Ausgleich für den Eingriff durch das Baugebiet "Dörrwiesenfeld III" in Zwingenberg erbringen.
Geplant ist dabei die Entstehung eines strukturreicheren Stillwasserbereiches, der die Schutz- und Laichmöglichkeiten für die Fischfauna verbessert. Die Entwicklung einer standorttypischen Tier- und Pflanzenwelt am Neckar soll initiiert und dauerhaft gesichert werden. Die Fischkinderstube liegt westlich von Zwingenberg am rechten Ufer des Neckars zwischen Flusskilometer 64,790 und 64,950 im Gewann Mühlwiesen.
Auf einer bisher intensiv genutzten Ackerfläche in der Innenseite einer schwach ausgeprägten Flusskurve entstand eine ca. 3.500 qm große Wasserfläche. Die Wassertiefe liegt zwischen 1 m und 1,2 m. bei Maximaltiefen von 1,80 m. Der Flachwasserbereich hat Wassertiefe um 30 bis 40 cm. Der durch eine Insel zweigeteilte Einmündungsbereich in den Neckar wird mit sog. Lahungsbuhnen aus Robinienpfählen mit Weidengeflecht gesichert, die den Wellenschlag Schiffe dämpfen sollen. In der Mitte der Wasserfläche blieb eine zweite Insel stehen.
In und an der Fischkinderstube entstehen neue Lebensräume von Tieren und Pflanzen. Als Ufergehölze Erlen, Eschen und Weiden gepflanzt. In den Schilfflächen der Flachwasserzone finden Wasserorganismen, Insekten und Vögel Lebensräume. Das Steilufer bieten dem Eisvogel Brutmöglichkeiten. Fische finden in dem neuen Stillgewässer unterstützt durch die eingebauten "Totholz-Blockstein-Burgen" Laich- und Jungfischlebensräume. In vom Pflaster befreiten Uferbereichen kann der Wellenschlag am Ufer nagen und Kiesbänke freispülen.
Inzwischen wimmelt es in dem neuen Seitengewässer von Jungfischen und auch der räuberische Hecht wurde schon gesehen. Künftige Hochwasserereignisse und auch der Wellensog der vorbeifahrenden Schiffe werden die gebauten Strukturen verändern. Anlandungen, Uferabbrüche und Auskolkungen werden entstehen und wieder verschwinden. Ein neuer Lebensraum, der sich dynamisch und nach eigenen Gesetzen weiterentwickelt, war ja auch Ziel der Planung.
Insgesamt kostete die Maßnahme rd. 145.000 Euro, wobei eine Förderung durch das Land Baden-Württemberg in Höhe von 70 Prozent erreicht wurde. Im Anschluss lud Wilfried Helm, der mit einer Firma die Tiefbauarbeiten durchgeführt hatte, die Gäste zu einem Imbiss ein. Bürgermeister Peter Kirchesch hoffte, dass sich die Fischkinderstube später auch zu einem Naherholungsgebiet für die Bevölkerung entwickeln werde.

17.06.03

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