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Anspruchsvolles Konzert mit hervorragenden Solisten


(Foto:privat)

(hr) (ra) Die Szene hätte in einer Philharmonie nicht anders ausgesehen: Die Kapellmeisterin (hier Iris Scherer) überwacht das Einstimmen der Instrumente. Der Dirigent (Tobias Soldner) betritt die Bühne, die Musiker erheben sich, er gibt der Konzertmeisterin die Hand und schließlich den Musikern ihren Einsatz. Dass man es am Sonntag in der Michaelskirche mit Schülern zu tun hatte, war schnell vergessen.
"Das war wirklich ein Kraftakt!", brachte Musikschulleiter Tobias Soldner die Arbeit der letzten Wochen auf den Punkt, die er sich in den Registerproben mit Frieder Schreiber geteilt hatte. Gipfelpunkt und befreiender Abschluss solch intensiven Trainings war dann ein veritables Kammerkonzert, das ohne Pausen fast zwei Stunden dauerte und überdies gut besucht war. Die Eingangs- und Schlussnummer steckten die stilistische Bandbreite der bearbeiteten Orchesterliteratur ab. Sie reichte von einer "Sinfonia" Antonio Vivaldis, also einem Barockwerk, bis zu einer Sinfonie des "Odenwälder Mozart" Joseph Martin Kraus. Gerade in diesen Eckwerken, in denen das Musikschulorchester unangefochten im Mittelpunkt stand, wurden seine Qualitäten hörbar: Der Klangkörper "atmete", die Streicherlinien hatten Kontur, und kleinere Unebenheiten wurden durch die immense Aufmerksamkeit aller Beteiligten mehr als ausgeglichen. Dabei führte Soldner den Taktstock mit Umsicht, doch stets mit dem richtigen Maß an Impulsgabe und vorausschauendem Gestaltungswillen.
Die Parade der Nachwuchssolisten war dann mehr als beachtlich. In Joseph Haydns Violinkonzert G-Dur teilten sich gleich drei Schüler die drei Sätze. Alexander Schmidt spielte ein schönes Mezzoforte und präsentierte das Allegro moderato von seiner lyrischen Seite. Simone Spiller gestaltete das Adagio melodisch und rhythmisch besonders cantabel, wobei namentlich die natürlich eingeflochtenen Triolen hervorzuheben wären. Das Schluss-Allegro war dann bei Iris Scherer in den besten Händen, verstand sie es doch, die Vorzüge ihrer Vorgänger zu verbinden. Gab es dennoch einmal eine winzige Intonationstrübung, spiegelte sich diese in der Mimik der Solistin, was ein besonders gutes Zeichen ist, wird hier doch der Wille zur Vervollkommnung deutlich.
Als einzige Lehrerin kam Karin Conrath solistisch zum Einsatz und zeigte die Truhenorgel in einem Händel-Konzert von ihrer schönsten Seite, ehe Katalin Tanko gleich zwei Sätze aus Haydns Cellokonzert in C-Dur präsentierte und ihre stärksten Momente in den Solokadenzen hatte, wo ihr technisches Repertoire von Doppelgriffen bis hin zum Spiccato-Spiel (mit quasi hüpfendem Bogen) reichte, so dass der Musikerin viel Applaus gewiss war.
Für manchen mag es ein kleiner Höhepunkt gewesen sein, als vier Cellisten eine Sonate von Boismortier anstimmten: Cosima Glahn, Konrad Heimpel, Katalin Tanko und Lukas Weithoff gestalteten die warme, edel dahinströmende Musik mit der Geschmeidigkeit eines Gambenensembles, sehr zur Freude des staunenden Publikums.
Am Ende verwies Soldner auf die Leistung der anwesenden Lehrer. Ohne das Engagement von Christine Vogel, Gisela Köllenberger, Vladimir Rifkin, Rita Schubert, Elke Kleinert-Endlich und Gerd Mayer-Mendez wäre das Konzert nicht möglich gewesen.
Der Applaus fiel mehr als herzlich aus, und die Organisatoren geizten nicht mit Blumensträußen für die Solisten. Selbst die Tutti-Musiker bekamen alle eine Rose, die sie sich wohl verdient hatten.

23.06.03

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