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Standing Ovations für die jungen Akteure


(Foto:privat)

(tw) (kj) Der Kinderchor, der Jugendchor und der Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde hatte sich zum 675-jährigen Jubiläum der Stadtrechtsverleihung der Stadt Beerfelden etwas besonderes einfallen lassen: mit dem Musical "Die Hölzerlipsbande" erzählten sie die Geschichte dieser im Odenwald um 1810 tätigen Räuberbande. Der Text und die Musik zu diesem Musical stammte aus der Feder von Iris Lohnes (Michelstadt) und war frei nach dem Buch "Beruf Räuber" von Michail Krausnick aus Neckargemünd entstanden. Der Hölzerlips und seine Kumpanen bildeten eine Bande, die es im Odenwald wirklich gegeben hat. Sie waren Nachfolger des berühmten Schinderhannes und hatten im Jahre 1810/1811 mit ihren Familien am Katzenbuckel ein Winterquartier gefunden. In den Dörfern Katzenbach, Strümpfelbrunn und Mülben wurden sie geduldet und man hat ihnen Schlafplätze gegeben oder Scheunen überlassen. All die Vaganten und Fahrenden, die es damals gab, hatten in der Regel während des Sommers ihre Arbeit. Doch die Wintermonate waren hart. So hat man sich in der Not zu Räuberbanden zusammengeschlossen und manch kleinen und großen Überfall miteinander gemacht. So auch im Mai 1811: Der Hölzerlips, der Mannefriedrich, und einige andere Vaganten mit ihren Familien hatten kein Geld mehr, nichts zu essen, die Kleider waren zerlumpt. Es musste etwas geschehen. Da hatte der Schwarze Peter, ebenfalls ein berühmt-berüchtigter Räuber, eine Idee: an der Bergstraße eine Kutsche zu überfallen! Alle waren begeistert, Pläne wurden geschmiedet. Schließlich zogen Sie los zu ihrer "grandigen Maloche". Der Überfall und der nicht eingeplante Tod eines Reisenden bedeutete letztendlich ihren Untergang.
Rund 40 Personen des Kinder- und Jugendchores, im Alter von 4 bis 16 Jahren ,ließen die Zuschauer in der sehr gut besetzten Alten Turnhalle in Beerfelden eindrucksvoll und auch einfühlsam die Geschichte der Hölzerlipsbande erleben. Spielorte waren das Winterquartier, der Kutschenüberfall, der Gerichtsprozess, das Gefängnis und letztendlich die Hinrichtung in Heidelberg. Die Geschichte der Hölzerlipsbande verdeutlichte auch die damalige Zeit, denn der Mannefriedrich machte eigentlich die hohen Herren mit ihrer Lebensart dafür verantwortlich, dass er und seine Kumpanen so enden mussten. Musikalisch unterstützt wurden die Darsteller vom Kirchenchor, von Sigrid Konrad an der Querflöte und von Iris Lohnes am E-Piano. Alles in allem ein gelungenes Werk, was auch der Buchautor Dr. Michail Krausnick, der am Samstag anwesend war, bestätigte. Auch ein Eberbacher Zuschauer, der sich mit der Geschichte der Hölzerlipsbande schon lange eingehend befasst, war begeistert. Er lud die ganze Truppe zu einer Wanderung zu den Original-Schauplätzen ein. Einen besonderen Dank erfuhren die jungen Künstler auch von Bürgermeister Gottfried Görig, der alle zu einem Grillnachmittag einlud. Iris Lohnes bedankte sich bei allen Mitwirkenden, den Bühnenbildbauern, allen voran Herrn Karl-Heinz Schreieck und den vielen helfenden Händen. Der schönste Dank aber kam vom begeisterten Publikum, das die eindrucksvolle Aufführung mit Standing Ovations belohnte.


23.06.03

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