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Finanzminister beim Eberbacher Wirtschaftsforum


Ilhan Demirci, Hermann Bussemer, Finanzminister Gerhard Stratthaus, Ute Böhm, Willi Fischer, Rudi Joho, MdL Elke Brunnemer und Thomas Weschbach bei der Begrüßung. Stratthaus im Gespräch mit Bürgern beim ersten Eberbacher Wirtschaftsforum. (Fotos:Böhm)

(ub) Der baden-württembergische Finanzminister Gerhard Stratthaus kam vorgestern nach Eberbach, um mit Unternehmen und Gästen aus der Region das Thema "Deutschland als Schlusslicht Europas - Wege aus der Strukturkrise" zu diskutieren.
Als Vorsitzender der Finanzministerkonferenz steht Stratthaus in ständigem Kontakt zu Bundesfinanzminister Eichel. Er legte dar, dass die Deutschen lange Zeit die Besten waren und heute der kranke Mann Europas seien. Die Ursachen führt Stratthaus auf die strukturell bedingte hohe Arbeitslosigkeit zurück, die mit dem niedrigsten Wachstum Europas verbunden sei. Steuersenkungen nützten nur bei gleichzeitigem Subventionsabbau, so Stratthaus weiter. Änderungen im Arbeitsrecht und Kündigungen hält er für sinnvoll, um nicht weiter zu Lasten der nächsten Generationen ein unerträgliches Maß an Schulden anzuhäufen. Durch die Globalisierung würden die Inlandproduktionen zu teuer, viele Unternehmer verlagerten ihre Betrieb ins Ausland. Dem "kleinen Mann" bliebe nur die Flucht in die Schwarzarbeit. Die Probleme gebe es allerdings nicht erst seit der SPD-Regierung, sondern bereits seit dem Mauerfall. Durch die Rücknahme der 1995/1996 eingeleiteten Reformen im Rahmen der Bundesratsblockade habe man in Deutschland allerdings zehn wertvolle Jahre verloren, so Stratthaus. Deutschland habe kein Erkenntnis-, sondern ein Durchsetzungsproblem. Um aus dieser Strukturkrise herauszufinden, müsse der Arbeitsmarkt und die Steuer- und Haushaltspolitik dringend reformiert werden. Schleunigst müsse es eine Entfesslung auf dem Arbeitsmarkt geben, um einen Aufschwung zu ermöglichen. Im "Schicksalsherbst 2003" würden die Weichen für die nächsten 10 Jahre gestellt. Stratthaus ist sich sicher, dass Deutschland wieder aus dem Dilemma herausfindet. In Anspielung auf die Nachkriegsjahre meinte er, dass von dem Mut von früher auch heute noch etwas bei den Enkeln vorhanden sein müsse, um neue Wege zu beschreiten. "Wir alle brauchen die Bereitschaft, auch längerfristig zu denken", so Stratthaus, bevor er mit Unternehmern, Gästen, Vertretern der Eberbacher Reservistenkameradschaft, Gemeinderäten, dem CDA-Kreisvorsitzenden Thomas Weschbach, MdL Elke Brunnemer und den beiden Bürgermeistern Bernhard Martin und Roland Schilling ins Gespräch kam.
Im lockeren Plauderton meinte er an Fraktionsvorsitzenden Marcus Deschner gerichtet, in dessen Bierglas gerade eine Wespe um ihr Leben schwamm: "Des hat´s bei der CDU auch noch nicht gegeben, dass ne Muck nei fällt".

15.07.03

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