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Von guten und bösen Käfern - Gemeinderat auf Waldbegang


Der Borkenkäfer sorgt für neue Kahlflächen wie hier im Imberg. Rechts Forstamtsleiter Dr.Georg Bungenstab und Gerhard König (r.) bei Erläuterungen im Bannwald. (Fotos:Richter)

(hr) Auf eine Tour in den Stadtwald begab sich der Eberbacher Gemeinderat gemeinsam mit beratenden Mitgliedern, Mitarbeitern der Stadtverwaltung und Forstleuten gestern Abend. Zwei Themen standen auf dem Programm des Waldbegangs: der Bannwald "Kleiner Imberg" und die aktuellen Borkenkäfer-Schäden.
Der Bannwald auf dem Imberg nordöstlich von Eberbach wurde erst vor wenigen Jahren von ursprünglich rund 17 Hektar auf über 60 Hektar vergrößert. Er ist damit der zweitgrößte kommunale Bannwald in Baden-Württemberg, wie Gerhard König von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) erläuterte.
Im Bannwald ruht jegliche forstliche Bewirtschaftung. Der Wald soll sich möglichst ungestört von menschlichen Einflüssen entwickeln. Dabei dient er den Forstwissenschaftlern als Forschungsobjekt. So wurde auch im Eberbacher Bannwald in den Jahren 1999 und 2000 eine aufwändige Zustandserfassung durchgeführt, u.a. mit 49 Probepunkten im 100 x 100 - Meter-Raster. Wegen des Verzichts auf die Holznutzung steigt der Totholzanteil durch absterbende Bäume an. In Deutschland gibt es allein 1.500 Pilz- und 1.400 Käferarten, die auf Totholz als Lebensraum angewiesen sind. Zu Letzteren gehört auch der beeindruckende und seltene Hirschkäfer.
Um einen ganz anderen Vertreter der Käfer-Gattung ging es im zweiten Teil des Waldbegangs. Der sich in diesem Jahr in Massen vermehrende Borkenkäfer bringt vor allem Fichten teils großflächig zum Absterben. Vor Ort konnten sich die Gemeinderäte ein Bild von den Schäden machen. Forstrevierleiter Hubert Richter und Stadtförsterei-Leiter Siegfried Riedl erläuterten die Lebensweise der Käfer, die aufgrund des in diesem Jahr extrem trockenen und heißen Sommers optimale Entwicklungs-Bedingungen vorgefunden hätten. Die nur wenige Millimeter großen Tierchen legen unter der Baumrinde Brutgänge an und bringen dadurch die Bäume zum Absterben.
Mit rund 4.000 Festmetern Schadholz rechnen die Forstleute im Stadtwald. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf den Forsthaushalt: Vorerst klafft ein Loch von rund 35.000 Euro auf der Ausgabenseite. Das Geld wird vor allem für den Einsatz von Unternehmern gebraucht, die bei der raschen Aufarbeitung des Holzes helfen sollen. Wieviel davon durch den Verkauf des Holzes - zu allerdings extrem niedrigen Preisen - wieder hereinkommt, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.

12.09.03

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