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Simone Hurtz wechselt nach Konstanz - Standortanalyse zum Abschied


(Foto:Richter)

(hr) Was die sprichwörtlichen Spatzen schon seit geraumer Zeit von den Dächern pfiffen, gab Bürgermeister Bernhard Martin gestern Abend in der Gemeinderatssitzung offiziell bekannt: Simone Hurtz kehrt Eberbach den Rücken. Sie hatte Anfang Juni 2001 die neu geschaffene Stelle der Wirtschaftsbeauftragten angetreten. Jetzt wechselt das Nordlicht weiter in den Süden der Republik zur Stadt Konstanz. Eine Neubesetzung der frei werdenden Stelle wird es vorerst nicht geben. Die Stadt will erst die Ergebnisse des derzeit laufenden Organisatonsgutachtens abwarten.

Als "Abschiedsgeschenk" hat Simone Hurtz jetzt eine Analyse der Wirtschaftsstandorts Eberbach vorgelegt. Darin beschreibt sie die standörtlichen Merkmale des Mittelzentrums im ländlichen Raum und erstellt daraus ein Stärken-/Schwächenprofil. Dabei zeigt sich, dass Eberbach deutliche Nachteile bei den so genannten "harten" Standortfaktoren wie Verkehrsanbindung an Autobahnen und Flughäfen sowie der Verfügbarkeit von Gewerbeflächen hat. Außerdem mangelt es an Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit entsprechenden Arbeitsplätzen. Dafür kann Eberbach bei den "weichen" Standortfaktoren wie Wohnqualität, sozialen und Bildungseinrichtungen, Versorgung, Freizeit und Gesundheit punkten. Hurtz´ Fazit: "Wenn Eberbach seine Stärken nutzt, kann die Stadt in einem begrenzten Rahmen ihre wirtschaftliche Struktur halten oder sogar noch ausbauen".
Insgesamt bietet Eberbach mit 681 Unternehmen knapp 6.400 Arbeitsplätze. Obwohl das produzierende Gewerbe nur gut 6 Prozent aller Unternehmen ausmacht, arbeiten dort rund 63 Prozent der Beschäftigten. Daher wirken sich Firmenpleiten im produzierenden Gewerbe extrem stark auf die Arbeitslosenquote aus, die in Eberbach nach zwei größeren Insolvenzen mittlerweile bei 7,7 Prozent liegt gegenüber 6,7 Prozent im Rhein-Neckar-Kreis. 2.200 Auspendlern stehen gut 3.300 Einpendler gegenüber. Diesen Überschuss wertet Hurtz als gutes Zeichen für die nach wie vor hohe Attraktivität Eberbachs als Arbeitsort, wenngleich sie es für "unbedingt nötig" hält, weitere Firmen des produzierenden Gewerbes anzusiedeln. Wenn sich die Verwirklichung des interkommunalen Gewerbegebiets GIP in Schönbrunn auch noch rund zwei Jahre hinziehen wird, sieht die scheidende Wirtschaftsbeauftragte darin eine Möglichkeit, dem Mangel an Gewerbeflächen in Eberbach abzuhelfen. Eine Verlagerung von Eberbacher Arbeitsplätzen in die Nachbargemeinde führe zwar statistisch zu mehr Auspendlern. Diese müssten aber nur einen kurzen Weg zum Arbeitsplatz zurücklegen.
Handel und Dienstleistungen, die naturgemäß mit relativ wenigen Arbeitplätzen auskommen, überwiegen in der Eberbacher Wirtschaftsstruktur mit 93,5 Prozent aller Unternehmen deutlich, laut Simone Hurtz sogar "rekordverdächtig". Deren Marktgebiet ist identisch mit dem Kreis- und Landesgrenzen überschreitenden Einzugsgebiet Eberbachs (insgesamt rund 50.000 Personen). Die tatsächliche Zahl der Kunden in Eberbach bleibt aber im Dunkeln. Der örtliche Einzelhandel macht einen jährlichen Umsatz von gut 90 Mio. Euro, wobei ein deutlicher Kaufkraftzufluss aus dem Umland zu verzeichnen ist. Obwohl hier vor allem zwei große "Magneten", nämlich ein Elektro-Fachmarkt und ein Möbelhaus, fehlen, sei die Angebotsstruktur im Einzelhandel ausgewogen. Die Bedenken der Einzelhändler in der Innenstadt, das Versorgungszentrum in Eberbach-Nord nehme ihnen Kaufkraft weg, ließen sich nicht nachweisen. Kaufkraft fließe vor allem in die Oberzentren und Ballungsräume ab. Um dem zu begegnen, müsse der Eberbacher Einzelhandel sich auf Dinge wie Service und spezielle Angebote konzentieren, empfiehlt Simone Hurtz.

Die aktuelle Wirtschaftsstandortanalyse liegt im Bürgerbüro im Rathaus zum Mitnehmen aus.

26.09.03

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