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Faszinierende Musik aus dem Kaukasus im Haus am Fluss


(Fotos:Richter)

(hr) (ra) Ihre Namen sind lang und unaussprechlich, wie ZaZa Miminoshvili oder Mamuka Ghaghanidze. Ihre Lieder sind oft 20 Jahrhunderte alt und handeln entweder von der Liebe oder der Heimat Georgien. Die Rede ist von der Gruppe "The Shin", die am Samstag in der Aula des "Hauses am Fluss" der DGF Stoess AG vor mehr als 100 Zuhörern gastierte.
Um Anekdoten war der Gitarrist ZaZa in seinen Ansagen nicht verlegen. Ob es um die Story von Suleiman ging, der seine Kartoffeln gegen zehn bis zwölf Räuber verteidigte, oder simple Nachhilfe in Georgischer Geschichte: "Natürlich haben wir daraus etwas gebastelt". Und was die vier Originale da gebastelt hatten! ZaZa zupfte, als könne er die Finger nicht still halten, "Muki" Ghaghanidze sang mit lyrischer Emphase, Zurab Gagnidze konnte die Bässe grooven lassen oder mit "Muki" im Duett schluchzen und Ray Kaczynski spielte sein Schlagzeug mit Biss und Verve. Das Klangbild war gleichermaßen vielgestaltig wie unverwechselbar. Orientalische Melodien, urige Tanzrhythmen, Blues, Jazz, Folk – alles hatte seinen Platz im "ibero-kaukasischen" Stil, den "The Shin" vom alten Namen Georgiens ableitete: Iberia. Glücklicherweise war die Musik der preisgekrönten Formation frei von jeder krampfigen Ethno-Manie. Die Profis arbeiten unter anderem als Studiomusiker und Komponisten von Filmmusik und sind stets zum Experimentieren aufgelegt, so dass man als Zuhörer immer gespannt sein durfte, wie es weiterging. Dabei war ihr Auftritt gleichermaßen ausgefeilt wie urwüchsig. Duette im Stil herzzerreißender Trinklieder standen neben Balladen, die auf Klangwolken schwebten, kaukasische "Cowboysongs" neben einem verulkten "Take Five". Eine atemberaubende Rhythmusstudie wagte den eigentlich unspielbaren 18/16-Takt, wobei immer 11 schnelle Töne auf 7 folgten (7 + 11 = 18). Die Ausführung des Gags ließ nicht nur Kenner die Luft anhalten.
Zur Auflockerung gab es georgischen Sprachwitz ("Bullubullu" heißt auf Schwäbisch "sapperlott!") oder musikalische Späßchen, die jedoch immer Hand und Fuß hatten.
"Haus am Fluss" nennt Kaye Geipel das Gebäude der neuen Hauptverwaltung der DGF Stoess in einem Essay. Der futuristisch anmutende Komplex am Neckarufer beherbergt eine Aula von faszinierender architektonischer Ausstrahlung. So hatten es sich viele nicht nehmen lassen, das Jazz-Konzert schon des Gebäudes wegen zu besuchen. Einerseits war dies ein Verdienst des diesjährigen Konzepts der Jazz-Tage, andererseits kam keine Jazzclub-Atmosphäre auf und selbst die herrlichsten Solonummern blieben meist ohne spontanen Szenenapplaus. Das Publikum, vielfach in jazzuntypischer Abendrobe, lauschte den Darbietungen wie eine Betriebsversammlung den Ausführungen der Geschäftsleitung. Dennoch gab es eine Zugabe. ZaZa grinsend: "Das Stück heißt ´Wir haben eine Zugabe schon vorbereitet...`".

05.10.03

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