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Stammtisch-Lobby startet in die närrische Kampagne


Rechts Sitzungspräsident Ralph Brenneis mit den versammelten Wimpelträgern der Stammtische, Mitte oben Bruno Schmitt (l.) im Gespräch mit "Zechpreller" Dieter Müller. Übrige Fotos: einige Stammtischschwestern. (Fotos:Richter)

(hr) Der notleidenden Eberbacher Stammtische hat sich jetzt die Karnevalgesellschaft Kuckuck (KGK) angenommen. Viele Stammtischschwestern und -brüder folgten dem Ruf der närrischen Zunft und strömten am Abend des gestrigen 11.11. in den Großen Saal der Stadthalle. Darunter waren namhafte Tafelrunden wie die Reservisten, die Eisenbahnfreunde, die Wiesensträßler, der MGV Liederkranz, die Freiwillige Feuerwehr oder der Fanfarenzug, aber auch eher unbekannte, dafür um so illustrere Teams wir die Damen vom Stammtisch "Geschmähte Rose" (die allesamt Herren waren), die behüteten "Kaffee Görls" oder die rustikalen "Kuckucksfresser", die nicht etwa aus Wimmersbach sondern aus Rockenau vom Club Eulenspiegel kamen. Kuckucks-Präsident Dieter Müller von den "Zechprellern" kam sogar solo und nahm kurzerhand am Tisch der Ehrengäste Platz, wo sich neben Stadträtinnen und Stadträten auch der Schönbrunner Bürgermeister Roland Schilling und Kreisrat Manfred Wernz niedergelassen hatten.
Angesichts des dramatischen Wirtschafts- und Kneipensterbens in Eberbach müssten die Stammtische um ihre Domizile bangen, schilderte Sitzungspräsident Ralph Brenneis die Situation und postulierte eine Lobby der Stammtische.
Der KGK-Stammtischbeauftragte Walter Winter umriss in der Bütt zunächst die Vorzüge und Themen der Eberbacher Stammtische, bevor Bürgermeister-Stellvertreter Hermann Bussemer die Grüße der Stadtverwaltung überbrachte.
Von der "noch amtierenden Regierung" in Berlin war als 1.Staatssekretär aus dem Kneipen- und Wirtschaftsministerium Bruno Schmitt angereist, der die drohende Verelendung und kulturelle Verwahrlosung vieler Stammtischrunden anprangerte, weil denen "die Kneipe über dem Tisch abgerissen" werde. Auch Bürgermeister Bernhard Martin sei im Begriff, sich zum "Totengräber der Eberbacher Stammtische" zu machen, denn schließlich habe er dem Abriss der altehrwürdigen "Kanone" zugestimmt. Ihrer Rürup- und Hartz-Kommission stelle die Bundesregierung daher nun eine "Hurtz-Kommission" zur Seite, die sich fortan um Wirtschafts- und Stammtischfragen zu kümmern habe, u.a. mit folgenden Vorgaben: Stammtische müssen gemeinnützig und öffentlich gefördert werden, ihre Domizile genießen besonderen Schutz, und ein "100.000-Stammtische-Programm" soll dafür sorgen, dass die politischen Ergüsse der Lokal-Runden in die Kommunalpolitik "eingespeist" werden. Ähnlichen Inhalts war auch ein Antrag, den Dieter Müller an den "Herrn Wirtschaftsministrant" aus Berlin überreichte, ergänzt um Details wie Spendenbescheinigungen für Lokalrunden und polizeiliche Blutproben, eine Pendlerpauschale für Teilnehmer an mehreren Stammtischen sowie die Zahlung der Zeche per Karte. Bevorzugt sollen dabei Karten der DAK und AOK zum Einsatz kommen.
Aufgeschreckt durch separatistische Bestrebungen in Neckarwimmersbach, eine eigene Partei für den Gemeinderat zu gründen, rief Christel Obernosterer von den Wiesensträßlern noch zur Gründung einer "City-Partei" für alle Bewohner rechts des Neckars auf, bevor die einzelnen Stammtische vor einer hochkarätig besetzten Jury aus ihrem Kulturgut vortragen durften. Nacheinander traten die Witzbolde Lothar Münch, Christa Bayer, Maria Riedl, Erika Schulz, Bernd Kappler, Christel Obernosterer, Manfred Wernz, Robert Moray, Dominik Joho, Rudi Joho, Willi Rebscher und Werner Morr vors Mikrofon. Die dargebotenen Kalauer reichten von feinsinnig über rustikal und derb bis "nicht jugendfrei". Sie überzeugten die Jury aber allesamt, so dass schließlich nur 1.Preise verliehen wurden. Diese bestanden in jeweils vier Tickets für die erste KGK-Prunksitzung 2004.
Bevor die Kundgebung mit dem Aufruf "Stammtische aller Kneipen vereinigt euch!" und dreifach kräftigem "Hoja!" schloss, beschallte die Katholische Pfarrkapelle die versammelten Brüder und Schwestern im Stammtisch-Geiste mit schmissiger Blasmusik.

12.11.03

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