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Das Aufhängen von Bruthilfen hat auch in Eberbach Tradition


Unser Bild zeigt einen Siebenschläfer, Wildtier des Jahres 2004. Sie suchen auch Vogelnisthöhlen auf, um darin den Tag zu verbringen oder um Junge aufzuziehen. Da sie lange im Boden Winterschlaf halten, haben die Vogeljungen in der Regel das Nest dann schon verlassen. (Foto:Bernecker)

(tw) (hru) Das Aufhängen von Vogelnisthöhlen ist keine Erfindung unserer Zeit. Seit alters her hat man Vögel durch das Angebot künstlicher Niststätten zum Brüten verlockt. Schon die Kreter haben um 1600 vor der Zeitrechnung Tongefäße als Kunstnester für Schwalben an ihre Hauswände gehängt. Und als die ersten europäischen Kolonisten nach Nordamerika kamen, fanden sie bei den Indianern bereits Kürbisse als Niststätten für die höhlenbrütenden Purpurschwalben.
In Europa dürften Starkästen unter allen Kunsthöhlen die älteste Geschichte und weiteste Verbreitung haben. Die Eberbacher sollten für das Aufhängen von Nisthöhlen zum Preis von 65 Pfennig gewonnen werden. "Hängt Nistkästen auf, das kann nicht genug betont werden", verlangte ein besorgter Vogelschützer in einer Annonce der Eberbacher Zeitung vom 3. April 1906 und wies die Leser daraufhin, dass "an gut gepflegten Obstbäumen keine Höhlen zu finden sind, der Besitzer von Obstanstalten und Gärten durch Aufhängen von geeigneten Nistkästen dafür sorgen soll, dass die Meisen in den Obstgärten ihre Wohnung nehmen können".
Heute, 100 Jahre später, ist das Leben vieler Brutvogelarten in unserem Land durch mannigfache Veränderungen ihrer angestammten Lebensräume schwieriger geworden. Daher hat das Aufhängen und Betreuen von Vogelbrutstätten als praktischer Naturschutz auch für den Naturschutzbund (NABU) Eberbach, neben vielen anderen Aufgaben, noch immer seine Bedeutung.
Damit begonnen wurde 1974. Heute betreuen acht Helfer an 23 Standorten auf Gemarkung Eberbach 284 künstliche Brutkästen (ohne Mauersegler- und Schwalbennestern) für Arten wie Rauhfußkauz/Hohltaube, Wasseramsel, Star, Meisen, Feldsperling und anderen. Bei einer durchschnittlichen Belegungsquote von ca. 80 Prozent mit vier flüggen Jungen pro Nest ergab sich in den vergangenen 3 Jahrzehnten ein Jungenaufkommen von geschätzten 24900 Vögeln.
Willkommen in den Kästen sind immer auch Gäste wie Fledermäuse, Hornissen, Wespen, Florfliegen oder Siebenschläfer. Die Letztgenannten, die an einzelnen Standorten gut vertreten sind und zu den gefährdeten Arten gehören, wurden von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild zum Wildtier des Jahres 2004 gewählt. Alle Höhlenbewohner sollen auch weiterhin in Eberbach zu Hause sein.


08.12.03

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