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Vielleicht war der Kuckuck doch nur eine Taube


V.l. Günter Lipski und Dieter Müller von der KG Kuckuck, Bürgermeister Bernhard Martin, Archivar Dr.Rüdiger Lenz und Grafiker Roland Weich. (Fotos:Richter)

(hr) Einem Ereignis vor vierhundert Jahren verdanken die Eberbacher ihren Spitznamen "Kuckucke". An Pfingsten im Jahr 1604 hat der Überlieferung zufolge der Arzt Hans Mantel, Namensgeber des heutigen Dr-Mantel-Wegs, dem Eberbacher Bürger Martin am Endt in einem Lokal in Neckarwimmersbach einen gebratenen Vogel vorsetzen lassen. Was der Gast von der anderen Neckarseite als schmackhafte Taube ansah und verspeiste, soll in Wahrheit ein Kuckuck gewesen sein. Das jedenfalls eröffnete Medicus Mantel dem Eberbacher nach vollendetem Mahl. Seinen Zorn darüber ließ Martin am Gastwirt aus, zieh diesen der Komplizenschaft und beleidigte ihn. Darauf erhob der Wirt Klage vor dem Stadtgericht, das damals identisch mit dem Stadtrat war.
Wie der anschließende Prozess ausging, ist laut Stadtarchivar Dr.Rüdiger Lenz nicht belegt. Ohnehin gilt nur als sicher, dass Martin am Endt einen Vogel verspeist hat. Ob es ein Kuckuck war oder doch eine Taube, ist unklar. Lenz vermutet, dass die Ursache für den "Kuckucksprozess" nur eine harmlose Neckerei zwischen betrunkenen Gästen war. Möglicherweise habe man in Neckarwimmersbach "einem aus Eberbach" symbolisch einen Streich spielen wollen.
Weil aber der Vorfall "eines der wichtigsten Ereignisse für die Identität der Eberbacher" ist, wie Bürgermeister Bernhard Martin heute feststellte, hat er ihn als Motiv für die Eberbacher Jahresmünze 2004 ausgewählt. Er habe damit dem Humor den Vorzug vor einer anderen denkwürdigen historischen Begebenheit eingeräumt: Zur Diskussion als Münzmotiv stand auch die Burg Eberbach, die vor 600 Jahren durch die Herren von Hirschhorn geschleift wurde.
Das Kuckucksmahl wurde vom Eberbacher Hobby-Grafiker Roland Weich in ehrenamtlichem Einsatz münzgerecht aufgearbeitet. Die Eberbacher Karnevalgesellschaft "Kuckuck", die dem humoristischen Gedankengut des Themas ohnehin nahe steht, hat die Herstellung der Jahresmünze finanziell unterstützt.
Die Jahresmünze 2004 gibt es ab 12.Januar im Bürgerbüro im Rathaus zu kaufen. Geprägt wurde sie in drei verschiedenen Ausführungen: In Gold 900 (16 Stück) zum Preis von 315 Euro, in Gold 585 (4 Stück) zum Preis von 195 Euro und in Silber (175 Stück) zu je 30 Euro.
Der Reinerlös aus dem Verkauf soll wie in den Vorjahren wieder der Stiftung Jugendaustausch mit den Partnerstädten zufließen.

16.12.03

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