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Eine wichtige Reminiszenz an vergangene Zeiten

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(Foto: Verbundarchiv Pleutersbach)

(bro) (as) Der Freundeskreis Langbein´sche Sammlung und Heimatmuseum Hirschhorn e. V. gratulierte der Stadt Hirschhorn zum 1250-jährigen Jubiläum mit einem stilechten historischen „Rennekloppe“ vor dem Langbein Museum.

„Rennekloppe“ war bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein wichtiger Wirtschaftszweig in Hirschhorn. Jahr für Jahr kam die gesamte hiesige Schälrinde unter den Hammer. Die hier erzielten Preise waren Richtwerte für den gesamten deutschen Rindenmarkt.

Der Niederwald, der dafür kultiviert wurde, hatte damals die Landschaft geprägt – und brachte nicht nur Erlöse durch die Rinde. Nach der Rindenernte wurde erst Buchweizen und danach Winterroggen gesät. Der Wald war wichtig für die Landwirtschaft und für die Bevölkerung.

Daher ist das Rindenklopfen, das unter der Federführung von Jürgen Waibel vor dem Museum stattfindet, eine wichtige Reminiszenz an diese Zeit. Zusammen mit mehreren Helfern, deren Familien ebenfalls Wurzeln im „Rennekloppe“ haben, und mit Unterstützung hiesiger Förster wird es am 23. September ab etwa 15.45 Uhr vor dem Museum richtig zur Sache bzw. dem Holz an die Rinde gehen.

Im Museum gibt es zudem eine kleine Ausstellung zu diesem Thema. Es wird historisches Werkzeug gezeigt, Karten, die die Wälder in Schläge aufgeteilt zeigen, die die Hauer im 15-Jahresrhythmus bearbeiten durften, und in einem kleinen Film werden Bilder von damals präsentiert.

Selbstverständlich sind Interessierte eingeladen, beim „Rennekloppe“ mitzumachen, und auch für die kleinen Besucher wird es eine passende Herausforderung geben.

20.09.23

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