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Nachrichten > Kultur und Bildung

Schüler reflektieren musikalische Gefühlswelten

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(Foto: Till Weidenhammer)

(hr) (tw) Organisiert von dem Verein „Kunstfreunde Eberbach e.V.“ und unterstützt durch eine Projektförderung der Sparkasse Neckartal-Odenwald konnten knapp 70 Musikprofilschülerinnen und -schüler des Hohenstaufen-Gymnasiums Eberbach am Freitagvormittag, 27. Februar, an einem GesprĂ€chskonzert mit zwei PreistrĂ€gern des Deutschen Musikwettbewerbs teilnehmen.

Das Duo Josefa Schmidt (Klavier) und Michael Schmitz (Violoncello) prĂ€sentierte dabei Beethovens Sonate Nr. 5 für Cello und ermunterte zur Suche nach Gefühlsausdrücken in der Musik, die zu dem früh schwerhörig werdenden eigenbrötlerischen Außenseiter Beethoven mit offenbar empfindsamem Kern passen könnten. Eine große Spannbreite von Lebensfreude und Energie über Wut und Verzweiflung bis zu ZĂ€rtlichkeit und Wehmut wurde hörbar. Schmitz zeigte, wie Komponisten durch eigene Erfahrungen Musik gestalten und komponieren.
Inwiefern Musik auch für die Schülerinnen und Schüler selbst eine identitĂ€tsstiftende Bedeutung hat und etwas über die eigene Persönlichkeit verrĂ€t, verdeutlichte das Duo über eine Positionierung im Raum zu mehreren Fragen und ließ die Schülerinnen und Schüler so ihren Umgang und ihre Beziehung zur Musik reflektieren.
Eine Bearbeitung für Cello und Klavier von Billie Eilishs Song “What was I made for“ illustrierte die musikalische Frage nach der eigenen IdentitĂ€t und Bestimmung und schlug den Bogen von Beethoven über die heutige Lebenswelt der Teilnehmenden zurück in die Romantik, in der an Schumanns Fantasiestücken op. 73 die tiefe mystische Gefühlswelt der Romantik aufgezeigt wurde.
Sehr persönlich gestaltete sich dann die anschließende offene Fragerunde, in der die Schülerinnen und Schüler von den Musikern konkrete Antworten zu deren beruflichem Werdegang, Übezeiten und der mentalen Vorbereitung auf Auftritte erhielten.
So vorbereitet, hörten die Schülerinnen und Schüler das abendliche Kunstfreunde-Konzert des Avin-Trios (ergĂ€nzt um Saskia Niehl an der Violine, wir berichteten) mit ganz anderen Ohren - und womöglich nun auch die Musik aus der persönlichen Playlist.

05.03.26

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