Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlage geplant
 (Foto: Hubert Richter)(cr) Für die Kläranlage Eberbach gibt es Planungen zur Effizienzsteigerung der Energieversorgung. In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 29. April wurden sie vorgestellt und das weitere Vorgehen beschlossen.
Geplant sind ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW), das mit den anfallenden Klärgasen betrieben werden soll, und eine Photovoltaikanlage (PV) auf dem Belebungs- und dem Nachklärbecken. Die Eberbacher Kläranlage ist mit 1,1 Mio. KWh/Jahr die städtische Anlage mit dem höchsten Stromverbrauch. Das mit den Vorplanungen beauftragte Fachbüro “IAT Ingenieurberatung” aus Stuttgart stellte die Projekte vor, mit denen die Kläranlage in Zukunft ihren Energiebedarf zum großen Teil selbst decken soll.
Im künftigen BHKW mit 50 KW Leistung sollen die jährlich anfallenden rund 187.000 m³ Klärgas genutzt und dadurch bis zu etwa 395.000 KWh Strom jährlich erzeugt werden, also ungefähr 35 Prozent des gesamten Strombedarfs der Anlage. Hierfür soll zusätzlich ein größerer Gasspeicher (250 m³) errichtet werden in Form zweier liegender Tanks. Bisher wird das anfallende Klärgas größtenteils ohne Nutzung abgefackelt. Die Abwärme des BHKW soll für die Erwärmung (Trocknung) des Rohschlamms genutzt werden.
Die geplante PV-Anlage mit einer Spitzenleistung von etwa 268 KW soll als Überdachung zweier Becken auf eine Stahlkonstruktion gesetzt werden. Der Jahresertrag wird auf rund 263.000 KWh geschätzt.
Die Investitionskosten werden auf rund 1,6 Mio. Euro brutto für BHKW und Gasspeicher sowie etwa 1,2 Mio. Euro brutto für die PV-Anlage. Die Amortisationszeit berechnet das Planungsbüro mit rund 8 Jahren für BHKW mit Gasspeicher und 14 Jahren für die PV-Anlage.
Der Gemeinderat stimmte den Vorplanungen einstimmig zu und vergab die weiteren Leistungen zur Entwurfsplanung an IAT für ein Honorar von knapp 150.000 Euro brutto.
01.05.26
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