Dokumentation über unterschiedliche Wahrnehmung von Wirklichkeit
(hr) Der aus Eberbach stammende Filmemacher Max Damm ist am 4. August mit einer neuen Filmdokumentation im Fernsehprogramm des ZDF vertreten.
In “Zwischen uns die Wahrheit“ geht es darum, dass in der Gesellschaft zunehmend nicht mehr nur über politische Positionen gestritten wird, sondern darüber, was überhaupt wahr ist. Damm und sein Team haben über Monate Menschen begleitet, für die Fragen nach Wahrheit und Vertrauen existenziell geworden sind. Im Mittelpunkt stehen ein Arzt und Corona-Maßnahmenkritiker, der wegen seiner öffentlichen Äußerungen vor Gericht steht und damit seine berufliche Existenz riskiert, eine ehemalige Mitarbeiterin des verschwörungsideologischen Senders Kla.TV, die heute auf ihre damalige Weltsicht zurückblickt, sowie eine Familie, die an unterschiedlichen Vorstellungen von Wahrheit und Politik zu zerbrechen droht.
In dem Film wird nach den Ursachen wachsender gesellschaftlicher Gräben gesucht, wenn die gemeinsame Vorstellung von Wirklichkeit verloren geht. Max Damm will dabei nicht problematische Positionen verharmlosen oder ihnen eine Bühne geben. Vielmehr fragt er, warum Menschen das Vertrauen in Medien, Politik und Institutionen verlieren, ob Verschwörungserzählungen und alternative Wahrheiten nicht nur Ursachen, sondern auch Symptome tieferliegender Konflikte sind und wie man Menschen begegnen kann, deren Weltbild man nicht teilt, ohne dabei demokratische Grundwerte aufzugeben. “Zwischen uns die Wahrheit“ läuft am 4. August um 22.15 Uhr im ZDF.
31.07.26
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