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Silber, Bronze und ein Viertelfinale in Budapest

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(Fotos: privat)

(hr) (aw) Mit starken Leistungen und zwei Podestplätzen kehrten die Eberbacher Karate-Schwestern Anna und Lena Wolz von den international hochkarätig besetzten Budapest Open zurück.

Vom 11. bis 13. September trafen in Ungarn zahlreiche Athletinnen aus verschiedenen Nationen aufeinander. Mit dabei auch die Schwestern Anna und Lena Wolz, die beide für Champions-Karate Haßloch im Kumite (Freikampf nach Punkten) in der Kategorie +68 Kilogramm an den Start gingen. Sie wurden in unterschiedliche Pools gelost und mussten sich somit auf getrennten Wegen durch das Turnier kämpfen. Anna bekam es unter anderem mit Athletinnen aus dem schwedischen Nationalteam und Rumänien zu tun und arbeitete sich mit starken Auftritten bis ins Halbfinale vor. Auch Lena überzeugte in ihrem Pool und setzte sich unter anderem gegen Konkurrentinnen aus Schweden und dem slowakischen Nationalteam durch.
Im Halbfinale warteten auf beide Schwestern schließlich starke Gegnerinnen aus Ungarn. Anna musste sich dabei der späteren Turniersiegerin knapp geschlagen geben. Für Lena verlief das Halbfinale ebenfalls eng, denn nach Ablauf der Kampfzeit standen auf beiden Seiten keine Punkte zu Buche. Damit musste ein Kampfrichterentscheid über den Ausgang bestimmen – mit dem besseren Ende für Lena. Im anschließenden Finale traf sie auf Annas ungarische Gegnerin und musste sich dieser ebenfalls geschlagen geben. Dennoch durfte sich Lena über die Silbermedaille freuen, während für Anna die Kategorie zu diesem Zeitpunkt noch nicht beendet war. Durch den Einzug ins Halbfinale erhielt sie über das Repechage die Chance, um Bronze zu kämpfen. Diese Möglichkeit ließ sie sich nicht nehmen: Im Kampf um Platz drei dominierte Anna ihre schwedische Gegnerin, gewann das Duell vor Ablauf der Zeit mit 8:0 Punkten und sicherte sich mit einem souveränen Auftritt die Bronzemedaille.

Doch damit war der Wettkampftag für die Eberbacherinnen noch nicht vorbei. Beide traten zusätzlich in der Open-Kategorie an, in der ohne Gewichtsklassenunterteilung gekämpft wird. Wieder waren die Schwestern in verschiedenen Pools unterwegs. Lena startete erneut stark und setzte sich zunächst gegen ihre Gegnerin aus Schweden durch. Anschließend musste sie sich einer Kämpferin aus der Ukraine geschlagen geben. Da diese im weiteren Turnierverlauf nicht ins Finale einzog, blieb Lena die Möglichkeit eines Repechages verwehrt. Auch Anna zeigte in der Open-Kategorie eine starke Vorstellung. Sie setzte sich zunächst gegen eine Gegnerin aus Kroatien durch und siegte anschließend gegen eine Athletin aus der Ukraine. Im Viertelfinale wartete schließlich eine Kämpferin aus Lettland. Anna unterlag hier knapp, doch da ihre Gegnerin anschließend nicht das Finale erreichen konnte, war für Anna ebenfalls keine Trostrunde möglich. Doch ihre Trefferbilanz kann sich mit 38 erzielten Punkten und lediglich sieben Gegentreffern sehen lassen.

Am Ende stehen für Lena Wolz Silber und für Anna Wolz Bronze in der Klasse +68 Kilogramm sowie das Erreichen des Viertelfinales in der Open-Kategorie. Für beide war Budapest damit ein erfolgreicher erster internationaler Härtetest in der zweiten Jahreshälfte. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt allerdings nicht: Bereits in Kürze wartet mit der K1 Series A der World Karate Federation in Salzburg das nächste internationale Highlight. Dort geht es neben der sportlichen Standortbestimmung dann auch wieder um wichtige Weltranglistenpunkte. Die starken Auftritte in Budapest geben den Schwestern dafür allen Grund, selbstbewusst in den nächsten Wettkampf zu gehen.

20.09.26

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