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Eine Wohnung für die letzte Wegstrecke


(Fotos: privat)

(bro) (ab) "Noch einmal die Wärme des Lebens spüren..." lautet der Wahlspruch des "Kraichgau–Wohnhospizes", über das im gut besuchten Vortrag von der Vorsitzenden Getrud Schreiter, in Vertretung der erkrankten Referentin, referiert wurde.

Mit dem warmen Bild eines Sonnenunterganges verknüpft drückt dies die Leitlinie und das Anliegen dieser anderen und zukunftsträchtigen Art der Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen aus: Es bietet eine ambulante Betreuung rund um die Uhr in der Wohnung in Sinsheim–Adersbach für Menschen:
- deren Sterben körperlich nicht zu dramatisch verläuft, das häusliche Umfeld jedoch überlastet ist
- keine Indikation für eine Krankenhauseinweisung haben
- die nicht explizit in ein "Sterbe-Haus" möchten.

Es ist, als ob man sich für die letzte Wegstrecke in einer Ferienwohnung oder einem Hotel einmieten würde. Man kann sich vom eigenen Hausarzt oder einem Palliativ-Facharzt mit spezieller Kenntnis der Schmerzlinderung und von einem (selbst gewählten) Pflegdienst betreuen lassen. Tagsüber sind ehrenamtliche Hospizmitarbeitende da und geben den Sterbenden durch ihre Anwesenheit in der Wohnung Beruhigung, helfen bei Bedarf auch bei einfachen Verrichtungen. Nachts geschieht dies bei Bedarf durch eine Pflegefachkraft oder eigene Angehörige.

Alles geschieht unter den Leitlinien jeder ambulanten und stationären Hospizbetreuung: der Achtung des Menschen, seiner eigenen Würde und Herkunft, Selbstbestimmung bei der Betreuung und Schmerzlinderung und der Beratung und Begleitung von Angehörigen auch in der Zeit der Trauer.

Das Besondere dieses Angebotes ist im Unterschied zu einer Betreuung daheim, dass immer ein Ansprechpartner in der Wohnung ist. Angehörige können je nach zeitlichen Möglichkeiten die Betreuung selbst übernehmen, für sie ist eine Schlafmöglichkeit vorhanden.

Im Jahre 2006 wurde vom Hospizverein Kraichgau dieses Wohnhospiz als das zweite in Baden-Württemberg gegründet. Da, wie vielerorts, die Kosten der jährlichen Defiztdeckung von ca. 150.000 Euro nicht erbracht werden konnten, suchte der Vereinsvorstand nach anderen Lösungen und wurde schließlich auch vom Sozialministerium zu dieser Alternative zum stationären Hospiz ermutigt. Dieses Projekt ist sehr viel kostengünstiger für Kassen und Betroffene als ein stationärer Aufenthalt im Pflegeheim, Krankenhaus oder stationären Hospiz.

Zwischen dem Wohnhospiz, der Dorfgemeinschaft und den übrigen Hausbewohner herrscht ein selbstverständliches und vertrautes Miteinander. Insgesamt erfährt dieses erste Hospiz dieser Art im Rhein-Neckar-Raum große Resonanz seitens der Bevölkerung, der Ärzteschaft und der Politik.

Weitere Vorträge aus der Reihe "Hospiz" und "Hospiz-Ausbildung" finden im evangelischen Gemeindehaus, Leopoldsplatz 3, Eberbach statt:

  • Dienstag, 3. Februar, 20 Uhr "Meine Trauer wird dich finden", Roland Kachler, Psychotherapeut
  • Dienstag, 17. Februar, 20 Uhr "Sterbebegleitung - Über das begleitete Sterben in unseren Tagen", Heribert Kampschröer, Pastoralreferent und Trauerbegleiter Neckargemünd
  • Dienstag, 10. März, 20 Uhr "Wenn Kinder trauern", Margit Franz, Diplompädagogin, Trauerbegleiterin, Darmstadt
Der neuer Ausbildungskurs für ehrenamtliche Hospiztätigkeit (März bis Oktober 2009) beginnt am Dienstag, 17. März, um 20 Uhr mit einem Informationsabend.

Infos im Internet:
www.kraichgau-hospiz.de


22.01.09

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