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Laufende Ausstellung wurde um drei Vitrinen erweitert


Oben l. Prof. Dr. Reinhard Stupperich, unten l. Lasse Rüster, daneben Dr. Walter Sauer und Annette Knoch. (Fotos: Hubert Richter)

(hr) Seit November letzten Jahres läuft im Eberbacher Museum am Alten Markt eine Bilderbuch-Ausstellung (wir berichteten). Jetzt wurde die Schau um Exponate über einen Kinderbuchklassiker erweitert. Bis einschließlich Dienstag, 26. Oktober, sind im Museumssaal drei Vitrinen zum "Struwwelpeter" zu sehen.

Gestern wurde der Ausstellungserweiterung eine eigene Vernissage gewidmet, zu der Prof. Dr. Reinhard Stupperich vom Museumsverein zahlreiche Gäste begrüßen konnte.
Dr. Walter Sauer aus Neckarsteinach hielt einen Vortrag über den Verfasser des wohl bekanntesten deutschen Bilderbuchs. Nicht Wilhelm Busch, wie häufig kolportiert, sondern der Frankfurter Arzt Dr. Heinrich Hoffmann (1809 - 1894) hatte den "Struwwelpeter" im Jahr 1844 als Weihnachtsgeschenk für seinen dreijährigen Sohn verfasst, und bereits im Jahr darauf wurde das Buch erstmals gedruckt. In der Folge traten Hoffmanns Geschichten einen Siegeszug durch die ganze Welt an. In mehr als 50 Sprachen wurden sie übersetzt, und es gibt sogar verschiedene Mundart-Ausgaben. Eine davon hatte Walter Sauer im Jahr 1984 selbst herausgegeben: "Der Pälzer Struwwelpeter". Material genug also, um die drei Glasvitrinen zu füllen.

Sauer erzählte über den Lebensweg Hoffmanns, der sich ab 1851 der Psychiatrie widmete und in Frankfurt eine entsprechende Klinik - damals "Irrenanstalt" - leitete. Häufig wird vermutet, dass Hoffmann im "Struwwelpeter" aus beruflichen Interessen psychische Erkrankungen wie Magersucht oder Hyperaktivität andeutete. Sauer hält das aber für unwahrscheinlich, denn das Kinderbuch entstand lange vor Hoffmanns Beschäftigung mit seelischen Erkrankungen.
Weil man aber tatsächlich in den Geschichten bekannte Krankheitsbilder erkennen kann und gestern "Welttag für seelische Gesundheit" war, hatte neben dem Museumsverein auch der Sozialpsychiatrische Dienst des Diakonischen Werks zu der Vernissage eingeladen. Dessen Vertreterin Annette Knoch trug dann auch gemeinsam mit Dr. Walter Sauer Passagen aus dem "Struwwelpeter" vor, Knoch in Östringer Mundart und Sauer auf "Pennsylvanian Dutch", einem Dialekt deutscher Auswanderer in Amerika in der Gegend um Eberbachs Partnerstadt Ephrata.
Musikalisch umrahmte das junge Akkordeontalent Lasse Rüster die Veranstaltung. Grußworte sprachen Stadtrat Günter Wiedemer in Vertretung von Bürgermeister Bernhard Martin und Pfarrerin Sabine König für die Evangelische Kirchengemeinde.

Die Ausstellung im Museum ist dienstags und freitags von 15 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet

Infos im Internet:
de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Hoffmann


11.10.10

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