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Aufführung im Juni


(Foto: privat)

(bro) (bb) Ein Musiktheaterstück über eine aufgelassene Nebenbahnstrecke? „Man kann über fast alles ein Musical schreiben“, versichert Iris Thierolf. Die Kantorin, Klavier- und Gesangslehrerin aus Michelstadt verfügt sowohl über die nötige musikalische Kreativität als auch über das Maß an Phantasie, das notwendig ist, um eine Geschichte in Noten und Worten zu erzählen.

Für die 46-Jährige gilt dabei nur eine Einschränkung: „Es muss etwas aus der Beerfelder Stadtgeschichte sein.“ Denn in der Stadt am Berge arbeitet sie seit siebzehn Jahren als Kirchenmusikerin, und mit den Chören der dortigen evangelischen Kirchengemeinde probt sie die Stücke aus der eigenen Feder ein, um sie dann aufzuführen. So kamen bereits mit einem Musical über die Hölzerlips-Räuberbande, der Geschichte „Unsere Stadt soll leben“ und einem Werk über den großen Stadtbrand von 1810 in den vergangenen elf Jahren immer wieder Stoffe aus Stadt und Geschichte auf die Bühne.

Und in diesem Jahr ist nun die Geschichte um die „Schellekattel“ an der Reihe, jene Nebenbahn der Strecke Darmstadt-Eberbach, die von 1904 bis 1954 Personenverkehr auf Schienen zwischen Hetzbach und Beerfelden ermöglichte und für die Menschen dort mehr als nur ein Verkehrsmittel war - die Bahn mit dem Sympathie bezeugenden Eigennamen besaß eine herausragende Bedeutung auch für das Beerfelder Selbstbewusstsein. "Sie hatten lange um diese Bahnstrecke gekämpft“, weiß Iris Thierolf, und mit diesem Engagement nimmt auch das Musical seinen Anfang. Die Geschichte beginnt lange vor der Jungfernfahrt der Schellekattel im Mai 1904, und sie erzählt zunächst einmal von den Menschen. Im zweiten Teil des Musicals, der von den Jahrzehnten des Bahnbetriebs handelt, greift die Komponistin dann verstärkt auf die eigene Phantasie zurück. Aber auch hier hat sie wirkliche, überlieferte Ereignisse verarbeitet: Etwa wie die Bahn eines Tages rückwärts fuhr, oder die Lok einmal entgleiste. 1954 wurde der Personenverkehr auf der Bahn, die immer ein Zuschussgeschäft blieb, eingestellt. Zehn Jahre lang wurden anschließend noch Güter befördert. Mit dem Abschied für die Schellekattel endet auch das Musical.

Verpackt hat Iris Thierolf die etwa zweistündige musikalische Geschichte in ganz unterschiedliche Stilrichtungen: Blues und Rock’n’Roll kommen ebenso vor wie Rap und traditioneller Chorgesang - eine bunte musikalische Mischung, wie die Komponistin das selbst nennt. "Es muss stimmig sein für mich“, so ihre Herangehensweise.

Für die kreative Arbeit hat sich die Autorin mit reichlich Fachliteratur versorgt, unter anderem einem Buch des Ober-Kainsbacher Heimatforschers Georg Dascher, das sich speziell dieser historischen Bahn widmet. Aber auch bei ihrem Lebensgefährten Arne Müller - selbst im Hauptberuf professioneller Musiker - fand sie reichlich ideelle wie sachkundige Unterstützung, denn der Konzertmeister der Kurpfalzphilharmonie ist durch und durch bahnbegeistert und verfügt über eine ansehnliche Sammlung von einschlägiger Literatur.

Aufgeführt wird das Schellekattel-Musical unter Leitung der Autorin am 27. Juni ab 19.30 Uhr sowie am 28. und 29. Juni jeweils ab 18 Uhr in der Alten Turnhalle in Beerfelden. Mit dabei sind der Beerfelder Kinder-, Jugend und Kirchenchor, die Swinging Ladies und Solisten, insgesamt rund 80 Sängerinnen und Sänger. Für die Instrumentalmusik sorgt die Kurpfalz-Philharmonie, am Klavier begleiten Otto Lamadé und am Bass Martin Fußmann.

Karten im Vorverkauf gibt es bereits jetzt im evangelischen Gemeindebüro in Beerfelden, Tel. (06068) 1330, und im Autohaus Thierolf in Michelstadt, Tel. (06061) 7090.

Infos im Internet:
www.evangelisch-im-odenwald.de


02.05.14

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